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02.02.2016 09:24

Wandern. Zur Globalgeschichte der Migration

Dr. Regine Klose-Wolf Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hamburger Institut für Sozialforschung

    Mittelweg 36 Heft 1/2016 ist am 1. Februar erschienen

    Von den Küstenregionen des Indischen Ozeans in die Karibik und die Mandschurei, nach Hongkong, New York und Genf und in die Amtsstuben französischer Asylentscheider führt unser Themenheft, mit dem wir der aktuellen Debatte um die sogenannte Flüchtlingskrise historische Tiefenschärfe geben und den Blick über die Grenzen Europas hinaus richten wollen.

    Mit seinem globalhistorischen Beitrag Arbeitsmigration und Flucht vom 19. bis ins 21. Jahrhundert ordnet Dirk Hoerder Wanderungen, die unser Bild von Migration prägen, in zeitlich wie räumlich umfassendere Kontexte ein. Dabei wird deutlich, warum die Migrationsforschung starre Gegenüberstellungen wie die von freier und unfreier Migration oder Ein- und Auswanderung hinter sich gelassen hat. Peter Gatrell zeigt in seiner Geschichte des internationalen Asylregimes, durch das Nationalstaaten Flüchtlingen ihren Platz zuweisen, dass unsere Vorstellung davon, wer ein "echter" Flüchtling ist, nicht nur historisch, sondern in ihren rechtlichen Grundlagen wie der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 auch stark eurozentrisch geprägt ist. Dass die Gewährung von Asyl im Falle politischer Verfolgung in Europa in jüngerer Zeit zudem immer mehr vom Rechtsanspruch zum Gunsterweis wurde, kritisiert Didier Fassin, der diesen Wandel als Produkt einer fragwürdigen moralischen Ökonomie der Asylvergabepraxis deutet.

    Außerdem dokumentieren wir einen Vortrag von Jan Philipp Reemtsma, der uns erklärt, warum wir die bolschewistische Machtergreifung als konkrete Utopie zu verstehen haben und wieso die Unterscheidung realer Machtgewinne von psychologischen Effekten nichts zum Verständnis revolutionärer Umstürze beiträgt.

    In der Protest-Chronik berichtet schließlich Wolfgang Kraushaar vom historisch bedeutenden Inhalt zweier Milchkannen, die am 1. Dezember 1950 unter den Ruinen eines Wohnhauses auf dem Gelände des zerstörten Warschauer Ghettos ausgegraben wurden.

    Für Rückfragen wenden Sie sich gerne an:
    Redaktion Zeitschrift Mittelweg 36
    Hamburger Institut für Sozialforschung
    Mittelweg 36
    20148 Hamburg
    Tel.: 040 / 41 40 97 - 0
    Fax: 040 / 41 40 97 -11
    zeitschrift@mittelweg36.de


    Weitere Informationen:

    http://www.his-online.de/zeitschrift/mw36-archiv/1225/12016/?sms_his_publikation... zum Heft 1/2016


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Philosophie / Ethik, Politik
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


    Cover Mittelweg 36, Heft 1/2016


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