Mehr Sicherheit und Effizienz für Baumaschinen

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23.02.2016 09:39

Mehr Sicherheit und Effizienz für Baumaschinen

Kim-Astrid Magister Pressestelle
Technische Universität Dresden

    Ausgezeichnet: TU Dresden entwickelt mit Industriepartnern die Fahrer-Kabine „Genius Cab“ für die Bau- und Agrarmaschinen der Zukunft

    Radlader, Bagger und andere komplexe Bau- und Agrarfahrzeuge werden künftig für den Menschen intuitiver und bequemer bedienbar sein, sie können dadurch effektiver und unfallärmer arbeiten. Möglich machen soll dies ein Zusammenspiel aus ergonomischer Formgebung und modernen Technologien. Wie das in naher Zukunft aussehen kann, demonstriert das „Concept Cab Cluster“ aus 13 Partnern, darunter die Technische Universität Dresden (TUD) als führender Forschungspartner. Das Konsortium hat die Maschinenführer-Kabine „Genius Cab“ entwickelt, die neueste Technologie- und Designpfade zusammenführt.

    Dieses Konzept elektrisiert bereits jetzt die Branche: TUD-Juniorprofessor Jens Krzywinski wird heute (24. Februar 2016) gemeinsam mit weiteren Cluster-Vertretern im sauerländischen Willingen einen mit 2500 Euro dotierten Förderpreis des „Verbandes der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik“ (VDBUM) entgegennehmen. Der Verband zeichnet die „Genius Cab“ und das dahinter stehende Konsortium mit dem 1. Platz in der Kategorie „Entwicklungen aus der Industrie“ aus. Als Nächstes wollen die Partner ihre neue Kabine auf der Baumaschinenmesse „Bauma“ (11.-17. April 2016) in München vorstellen.

    „Die Genius Cab zeigt, was heute schon technologisch in der Baumaschine möglich ist, wenn sich international führende Zulieferer und Forschungseinrichtungen gemeinsam entwickeln“, betont Prof. Jens Krzywinski von der TUD. „Wir geben mit diesem Entwicklungsprojekt der Branche mehr als neue Impulse für integrale Systemansätze. Wir bauen die Genius Cab als echten Versuchsträger.“

    So entwarfen die Konstrukteure des bayrischen Unternehmens „Fritzmeier“ das tragende Gerüst für die „Genius Cab“ aus Aluminium- statt aus Stahl-Profilen. Dadurch ist die Kabine leichter als frühere Modelle. Dies kann beim späteren Einsatz in einer Baumaschine zu erheblichen Kraftstoff-Ersparnissen führen. Außerdem formten die Ingenieure die tragenden Profile so, dass in ihnen auch gleich noch Kabel, Verbindungsteile und Außenleuchten versenkt und gekühlt werden können, was Platz und Fehlerquellen spart, zudem für ein eleganteres Design sorgt.

    Leuchtdioden erzeugen im Kabinen-Inneren für verschiedene Farbstimmungen. Gekoppelt mit einem Kollisionsradar kann dies dem Maschinenführer wichtige Signale intuitiv vermitteln: Grünes Licht etwa zeigt einen problemlosen Betrieb an, rotes Licht dagegen ein nahendes Hindernis. Auch hat die Kabine einen elektrisch einstellbaren Fahrersitz – in
    Baumaschinen ist dies noch eine Seltenheit. In der Armlehne befinden sich Mensch-Maschine-Schnittstellen. Dazu gehört ein berührungsempfindlicher Bildschirm (Touch Display) für die Maschinensteuerung.

    Initiator des Projektes war „Fritzmeier Systems“. Der bayrische Kabinen-Hersteller wollte dabei nicht nur eine besonders moderne Kabine entwerfen, sondern auch neue Pfade für partnerschaftliche Entwicklungen im Netzwerk anstelle klassischer Spezialanfertigungen in nur einer Firma erproben. Und so entstand Ende 2014 das „Concept Cab Cluster“, dem sich Industrieunternehmen wie Aurora, Bosch, Grammer, Hella, Hydac, Lumod, Max Bögl, Mekra Lang, Savvy und SMA Metalltechnik anschlossen.

    Als Partner aus der Forschung holte Fritzmeier die Technische Universität Dresden an Bord. Die Bayern interessierten sich besonders für die Expertise der Sachsen in Technikdesign und kundennahen Entwicklungsprojekten. Der Lehrstuhl für Technisches Design um Jens Krzywinski kümmerte sich um die Koordination der Cluster-Partner, die Aufgabenverteilung, das Konzept für die Kabinenstruktur sowie die Gestaltung des Innenraumes und der Mensch-Maschine-Schnittstellen. Mitarbeiter der Professur für Baumaschinen im TUD-Institut für Fluidtechnik verbanden die elektronischen Komponenten der Kabine mit dem Nervenstrang einer Baumaschine, dem CAN-Bus (Contoller Area Network).

    Informationen für Journalisten:
    Jens Krzywinski
    Juniorprofessor für Technisches Design
    Fakultät Maschinenwesen
    TU Dresden
    jens.krzywinski@tu-dresden.de
    Tel: 0351/463 35750 oder 0351/463 35798

    Pressearbeit des „Concept Cab Clusters“
    Mag. (FH) Sandra Schmölz-Döring
    HELLA Fahrzeugteile Austria GmbH
    Wien
    Tel.: (+43) 1 606 89 20-1280
    Mobil: (+43) 676 83 90-1280
    Email: sandra.schmoelz-doering@hella.com
    www.hella.com


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter
    Kunst / Design, Maschinenbau, Verkehr / Transport
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Kooperationen
    Deutsch


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