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29.02.2016 13:15

Tierversuche in der Forschung: Neuauflage von DFG-Informationsbroschüre erschienen

Marco Finetti Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

    Umfangreiches Informationsmaterial über Rahmenbedingungen, Einsatzbereiche und wissenschaftliche Erkenntnisse tierexperimenteller Forschung

    Die Senatskommission für tierexperimentelle Forschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat jetzt eine überarbeitete Ausgabe der Informationsbroschüre „Tierversuche in der Forschung“ veröffentlicht. Sie informiert auf 76 Seiten umfassend und allgemein verständlich über das Thema Forschung und Tierschutz in Deutschland und richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit, Lehrpersonal an Schulen und Hochschulen, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und von Behörden sowie an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in ihrer Forschung mit Tierversuchen zu tun haben.

    Tierversuche sind eine wesentliche Voraussetzung für den Fortschritt in der biologischen und medizinischen Grundlagenforschung, auf ihnen basieren beispielsweise neue Technologien, Therapien oder Medikamente. Aber sie sind gleichzeitig mit Belastungen für die Tiere verbunden und damit umstritten. Im Bewusstsein dessen hat sich die Wissenschaft dem sogenannten 3 R-Prinzip verpflichtet, demzufolge Tierversuche nach Möglichkeit durch alternative Methoden ersetzt, die Anzahl der Versuchstiere reduziert und die Belastungen für die Tiere im Versuch verringert werden sollen. „Tierversuche werden in unserer Gesellschaft kontrovers und oft emotional diskutiert, nicht zuletzt weil sachliche Informationen über ihren Sinn, die Belastung der Tiere oder die Ergebnisse und deren Nutzen fehlen. Die Broschüre will diese Lücke schließen und bietet den interessierten Leserinnen und Lesern umfangreiche Informationen und anschauliche Beispiele zur tierexperimentellen Forschung und ihren Grundsätzen. Damit wollen wir einen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion liefern“, erklärte Professor Dr. Gerhard Heldmaier, Vorsitzender der Senatskommission, anlässlich der Präsentation der Neuausgabe auf einer Sitzung des Gremiums in Berlin.

    Die erste Auflage von „Tierversuche in der Forschung“ wurde 2004 veröffentlicht. Inzwischen wurde das deutsche Tierschutzgesetz im Rahmen einer europaweiten Richtlinie in mehreren Punkten geändert, die vor allem das Genehmigungsverfahren betreffen. Die Neuauflage gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der gesetzlichen Regelungen und zu den Genehmigungsverfahren, der ergänzt wird durch Hinweise zur Durchführung von Tierversuchen. Daneben liefert sie aktuelle Zahlen aus der Tierversuchsforschung und zeigt, wie und für welchen medizinischen Zweck Tiere in der Forschung eingesetzt werden. Die Frage der Übertragbarkeit von Ergebnissen aus Tierversuchen auf den Menschen und auf den Bereich der Tiermedizin wird ebenso behandelt. Ein eigenes Kapitel widmet sich den ethischen Grundlagen tierexperimenteller Forschung sowie den Möglichkeiten und Grenzen von Alternativmethoden.

    Weiterführende Informationen

    Medienkontakt:
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFG, Tel. +49 228 885-2443, presse@dfg.de

    Rezensionsexemplare der Broschüre „Tierversuche in der Forschung“ können angefordert werden bei
    Michael Hönscheid, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFG,
    Tel. +49 228 885-2109, michael.hoenscheid@dfg.de.

    Eine Online-Version der Broschüre ist im DFG-Internetangebot zu finden:
    www.dfg.de/tierschutz

    Unter derselben Adresse stehen weiterführende Links und Materialien wie Gesetzestexte, Formulare zur Antragstellung und wissenschaftliche Aufsätze zur Verfügung.

    Fachlicher Ansprechpartner in der DFG-Geschäftsstelle:
    Dr. Christoph Limbach, Lebenswissenschaften, Tel. +49 228 885-2895, christoph.limbach@dfg.de

    Ansprechpartnerin bei der Senatskommission für tierexperimentelle Forschung:
    Dr. Cornelia Exner, Tel. +49 6421 28 23491, exner@staff.uni-marburg.de


    Weitere Informationen:

    http://www.dfg.de/tierschutz


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    fachunabhängig
    überregional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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