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05.04.2016 16:42

Flüchtende schützen, Flucht verursachende Politik verändern, miteinander Sicherheit schaffen

Anette Schober-Knitz Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
HBC Hochschule Biberach

    Krieg in Syrien und im Irak, eskalierende Gewalt in Afghanistan und der Sahelregion, langwährende chronische Gewaltkonflikte in Zentralafrika oder am Horn von Afrika: Das Thema „Fluchtverursachung“ greift die Hochschule Biberach in der Ringvorlesung „Offene Gesellschaft“ mit einem Vortrag von Dr. Wolfgang Heinrich auf (12. April 2016, 19 Uhr Audimax der Hochschule Biberach). Mit diesem Vortrag setzt die HBC ihre Vortragsreihe zu den Themen Migration und Integration fort, weitere Termine folgen im April und Mai.

    Den Vortrag „Fluchtverursachungen“ am kommenden Dienstag bietet die Hochschule Biberach gemeinsam mit der Integrationsbeauftragten der Stadt Biberach, Martina Eisele, an. Mit dem gemeinsamen Vortragsabend wollen die Veranstalter Hintergründe zu den aktuellen Fluchtbewegungen in Europa und weltweit darstellen.
    Dr. Wolfgang Heinrich war viele Jahre für kirchliche Hilfswerke in der Entwicklungszusammenarbeit tätig. Zuletzt war er bis Ende 2015 Referent für Konfliktbearbeitung und Friedensförderung in der Abteilung Politik von Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst. Seit vielen Jahren beobachtet der studierte Ethnologe (Studium an der Georg-August-Universität Göttingen sowie an der University of California at Berkeley) sogenannte fragile Staaten, deren Institutionen die Bürgerinnen und Bürger nicht wirksam vor rechtloser Gewalt schützen können. Politische Instabilität, transkontinental agierende organisierte Kriminalität und transnationale terroristische Gruppen, die sich – ausgestattet mit modernster Technologie – immer stärker transkontinental organisieren und vernetzen, sind nach seiner Beobachtung markante Entwicklungen, die Flucht verursachen.
    Über 60 Millionen Menschen befinden sich derzeit weltweit auf der Flucht. Noch immer suche die weit überwiegende Mehrheit von ihnen in der Nachbarschaft ihrer Herkunftsländer Schutz. Seit Ende 2014 machen sich aber auch mehr Fliehende auf den Weg nach Europa. „Ein Europa, das zu den proklamierten europäischen Werten und seinen völkerrechtlichen Verpflichtungen steht, muss sich dieser Herausforderung stellen und Schutz gewähren“, so Dr. Wolfgang Heinrich. Europäische Politik stehe aber auch in der Verantwortung, Flucht verursachende Entscheidungen und Handlungen zu beenden und eine insgesamt „friedenslogische Politik“ zu entwickeln. Die Überwindung von Ursachen, die Menschen zwingen, ihren Ort zu verlassen, kann nur dann gelingen, wenn auch europäische Politik, die Flucht verursacht, verändert wird.
    Dr. Wolfgang Heinrich hat über 30 Jahre lang in der Entwicklungszusammenarbeit vor allem für deutsche und skandinavische, kirchliche Nichtregierungsorganisationen (NRO) gearbeitet. Bereits mit Beginn seiner Tätigkeit geriet er selbst in den Kontext gewaltsam ausgetragener innergesellschaftlicher Konflikte und befasst sich seither mit Fragen der Gewaltprävention und Konflikttransformation in der Entwicklungszusammenarbeit. Seine regionalen Schwerpunkte sind das Horn von Afrika und die Länder in Südasien, wo er lokale zivilgesellschaftliche Organisationen berät und begleitet.


    Weitere Informationen:

    http://www.hochschule-biberach.de


    Bilder

    Dr. Wolfgang Heinrich hält unter dem Titel "Fluchtverursachungen" einen Vortrag  innerhalb der Ringvorlesung  "Offene Gesellschaft" an der Hochschule Biberach.
    Dr. Wolfgang Heinrich hält unter dem Titel "Fluchtverursachungen" einen Vortrag innerhalb der Ringv ...
    Foto: privat
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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    jedermann
    fachunabhängig
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

    Dr. Wolfgang Heinrich hält unter dem Titel "Fluchtverursachungen" einen Vortrag innerhalb der Ringvorlesung "Offene Gesellschaft" an der Hochschule Biberach.


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