idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
15.04.2016 11:54

Microcebus ganzhorni: Neue Affenart nach Biologen der Universität Hamburg benannt

Birgit Kruse Referat Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Hamburg

    Für seinen jahrzehntelangen Einsatz für den Schutz der Natur- und Artenvielfalt auf der afrikanischen Insel Madagaskar ist dem Hamburger Biologen Jörg Ganzhorn eine besondere Ehre zuteil geworden: Forscherinnen und Forscher des Deutschen Primatenzentrums (DPZ), der University of Kentucky, des amerikanischen Duke Lemur Centers und der Université d’Antananarivo (Madagaskar) haben eine neu beschriebene Lemuren-Art nach dem Professor für Tierökologie der Universität Hamburg benannt.

    Bei Microcebus ganzhorni handelt es sich um eine von drei neu beschriebenen Mausmaki-Arten, die im Südosten der vor Afrika gelegenen Insel beheimatet sind. Makis sind kleine nachtaktive Affen, die zur Teilordnung der Lemuren gehören. Diese kommen ausschließlich auf Madagaskar vor, werden zu den Primaten gezählt und zeichnen sich durch eine außergewöhnliche Artenvielfalt aus.

    Mehr als 90 Prozent der Lemuren-Arten sind allerdings durch die Zerstörung ihres Lebensraums und aufgrund von Bejagung durch den Menschen vom Aussterben bedroht. Prof. Ganzhorn, der seit 1997 an der Universität Hamburg lehrt, setzt sich seit langem dafür ein, diese Primaten zu schützen. Zwischen 1993 und 1997 baute er für das Deutsche Primatenzentrum die derzeitige Feldstation auf Madagaskar auf und leitete von 1996 bis 2012 die für madagassische Primaten zuständige Gruppe der „Species Survival Commission“. Diese gehört zur „Internationalen Union zur Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen“ (IUCN) und gibt unter anderem die Rote Liste gefährdeter Arten heraus.

    Auch bei seiner Arbeit in Hamburg stehen Erforschung und Schutz von Lemuren sowie die Sensibilisierung der madagassischen Bevölkerung für die Artenvielfalt im Vordergrund. „Wir helfen auf der Insel zum Beispiel mit einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt dabei, Alternativen für die Landnutzung zu entwickeln und so das besondere Ökosystem und die Biodiversität zu erhalten“, erklärt Prof. Ganzhorn.

    Das Projekt „Partizipative Forschung zur Unterstützung von nachhaltigem Landmanagement auf dem Mahafaly-Plateau in Süd-West-Madagaskar“ (SuLaMa) ist eine Initiative, an der sich mehrere deutsche und madagassische Universitäten sowie Nichtregierungsorganisationen beteiligen und in dem neben Biologinnen und Biologen auch die Fachdisziplinen Forst-, Wirtschafts- und Agrarwissenschaften sowie die Sozial- und Kulturwissenschaften vertreten sind. Vom 21. April bis zum 30. Juni 2016 wird eine Ausstellung im Foyer des Biozentrums Grindel (Martin-Luther-King-Platz 3) Einblick in die bisherigen Ergebnisse der Arbeit geben. Der Eintritt ist frei.

    Für Rückfragen:

    Prof. Dr. Jörg Ganzhorn
    Professor für Tierökologie
    Biozentrum Grindel
    Tel.: +49 40 42838-4224
    E-Mail: ganzhorn@zoologie.uni-hamburg.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Biologie, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungsergebnisse, Personalia
    Deutsch


    Microcebus ganzhorni ist im Südosten von Madagaskar beheimatet.


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay