Wechselvolle Geschichte: die Klassik-Stiftung in Weimar

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28.04.2016 14:08

Wechselvolle Geschichte: die Klassik-Stiftung in Weimar

Thomas Richter Öffentlichkeitsarbeit
Georg-August-Universität Göttingen

    Der Germanist Prof. Dr. W. Daniel Wilson vom Royal Holloway College der University of London erhält den Reimar Lüst-Preis für internationale Wissenschafts- und Kulturvermittlung der Alexander von Humboldt-Stiftung. Die Auszeichnung ermöglicht ihm einen Forschungsaufenthalt am Seminar für Deutsche Philologie der Universität Göttingen.

    Pressemitteilung Nr. 75/2016

    Wechselvolle Geschichte: die Klassik-Stiftung in Weimar
    Auszeichnung der Humboldt-Stiftung ermöglicht Forschungsaufenthalt an der Universität Göttingen

    (pug) Der Germanist Prof. Dr. W. Daniel Wilson erhält den Reimar Lüst-Preis für internationale Wissenschafts- und Kulturvermittlung der Alexander von Humboldt-Stiftung. Prof. Wilson forscht und lehrt am Royal Holloway College der University of London. Die Auszeichnung ermöglicht ihm einen Forschungsaufenthalt am Seminar für Deutsche Philologie der Universität Göttingen. Dort wird er mit Prof. Dr. Gerhard Lauer und Dr. Paul Kahl zusammenarbeiten.

    „Daniel Wilson hat uns den kritischen Blick auf Johann Wolfgang von Goethe und die Rezeption Goethes gelehrt“, erläutert Prof. Lauer. „Seine Bücher haben das bildungsbürgerliche Bild der deutschen Literatur scharfer Kritik ausgesetzt und langanhaltende Debatten über die Bedeutung der Weimarer Klassik ausgelöst.“ Im vergangenen Jahr rekonstruierte Prof. Wilson unter anderem die Geschichte der Gleichschaltung der Goethe-Gesellschaft während des Dritten Reichs. Seine Ergebnisse erschienen damals auch in der Süddeutschen Zeitung.

    In Göttingen werden Prof. Wilson, Prof. Lauer und die Forschergruppe um Dr. Kahl die wechselvolle Geschichte der Klassik-Stiftung in Weimar im 19. und 20. Jahrhundert untersuchen. Der Übergang vom Kaiserreich zur Weimarer Republik, die Instrumentalisierung der Weimarer Klassik in den Jahren des Nationalsozialismus und die Indienstnahme während der DDR-Diktatur sind Gegenstadt eines länger angelegten Forschungsprojekts über den Zusammenhang von Politik und Kultur.

    Neben seiner Forschung war Prof. Wilson von 1994 bis 1996 Direktor des Studienzentrums der University of California in Göttingen. Mit dem Reimar Lüst-Preis ehrt die Alexander von Humboldt-Stiftung bis zu zweimal im Jahr gemeinsam mit der Fritz Thyssen Stiftung Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland, die neben ihrer herausragenden Forschung zusätzlich besondere Verdienste im wissenschaftlichen Austausch zwischen ihrem Heimatland und Deutschland erworben haben. Weitere Informationen sind im Internet unter der Adresse http://www.humboldt-foundation.de/web/luest-preis.html zu finden.

    Kontaktadresse:
    Prof. Dr. Gerhard Lauer
    Georg-August-Universität Göttingen
    Philosophische Fakultät – Seminar für Deutsche Philologie
    Käte-Hamburger-Weg 3, 37073 Göttingen
    Telefon (0551) 39-7526
    E-Mail: gerhard.lauer@phil.uni-goettingen.de
    Internet: http://www.uni-goettingen.de/de/11812.html


    Weitere Informationen:

    http://www.humboldt-foundation.de/web/luest-preis.html


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Politik, Sprache / Literatur
    überregional
    Kooperationen, Personalia
    Deutsch


    Prof. Dr. W. Daniel Wilson


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