Leopoldina beleuchtet ihre Geschichte in Kaiserreich, Nationalsozialismus und Anfangsjahren der DDR

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23.05.2016 09:20

Leopoldina beleuchtet ihre Geschichte in Kaiserreich, Nationalsozialismus und Anfangsjahren der DDR

Caroline Wichmann Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina

    Im Februar ist der Band „Die Leopoldina: Die Deutsche Akademie der Naturforscher zwischen Kaiserreich und früher DDR“ im Wissenschaftsverlag be.bra erschienen. Die Autoren um Projektleiter Prof. Dr. Rüdiger vom Bruch, Zeithistoriker an der Humboldt-Universität zu Berlin, legen damit eine Bewertung der Geschichte der Leopoldina in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vor. Um das Buch und die Ergebnisse der Arbeitsgruppe vorzustellen, veranstaltet die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle (Saale) das Symposium „Akademiengeschichte im 20. Jahrhundert“.

    Symposium
    „Akademiengeschichte im 20. Jahrhundert”
    Dienstag, 31. Mai 2016, 14:00 Uhr bis 18.00 Uhr
    Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
    Vortragssaal, Jägerberg 1, 06108 Halle (Saale)

    „Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina ist sich ihrer Verantwortung für eine historisch-kritische Aufarbeitung ihrer älteren und insbesondere ihrer jüngeren Geschichte bewusst. Das im Februar erschienene Buch liefert ein ausgewogenes Bild der Geschichte der Akademie. Mein besonderer Dank dafür gilt dem Leiter der Projektgruppe, Rüdiger vom Bruch, und dem Mitglied des Beirates Wolfgang Eckart“ sagte Leopoldina-Präsident Prof. Dr. Jörg Hacker.

    Im ersten Teil des Symposiums wird die Monografie von Rüdiger vom Bruch präsentiert. Eine Besprechung des Bandes nimmt die Zeithistorikerin Prof. Dr. Bettina Wahrig (Braunschweig) vor. Mit Vorträgen zur Geschichte der Heidelberger Akademie (Prof. Dr. Udo Wennemuth, Karlsruhe) und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Prof. Dr. Johannes Feichtinger, Wien) werden die Befunde der Arbeitsgruppe zudem in einen größeren Zusammenhang europäischer akademiengeschichtlicher Forschung gestellt.

    Im zweiten Teil des Symposiums werden zwei Mitglieder der Leopoldina neue akademiengeschichtliche Forschungsprojekte vorstellen, die am Leopoldina-Studienzentrum koordiniert werden. Die Projektbearbeiter erforschen im internationalen Vergleich die Rolle europäischer Akademien während des ersten Weltkriegs und das Engagement von Leopoldina-Mitgliedern in der NS-Diktatur (Prof. Dr. Wolfgang U. Eckart, Heidelberg). Ein von Prof. Dr. Paul J. Weindling (Oxford) geleitetes Forschungsprojekt befasst sich mit den Opfern nationalsozialistischer Zwangsforschung im Nationalsozialismus und der Wiederherstellung ihrer Identitäten. Das Vorhaben wird aus Mitteln des Anneliese-Maier-Forschungspreises der Alexander-von-Humboldt-Stiftung gefördert.

    Die Monografie „Die Leopoldina“ ist das Ergebnis einer an der Berliner Humboldt-Universität angesiedelten unabhängigen Projektgruppe, die auf Initiative der Leopoldina 2010 eingerichtet und von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung gefördert wurde. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde die Geschichte der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina im späten 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts untersucht. Schwerpunkte der Untersuchung waren die Entwicklung der Wissenschaftsakademie Leopoldina in der Weimarer Republik, im Nationalsozialismus, in der Sowjetischen Besatzungszone und der frühen DDR. Die Arbeit der Projektgruppe wurde von einem unabhängigen wissenschaftlichen Beirat begleitet.

    Das Symposium steht allen Interessierten offen. Der Eintritt ist frei. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich.


    Weitere Informationen:

    http://www.leopoldina.org/de/veranstaltungen/veranstaltung/event/2388


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    Biologie, Chemie, Geschichte / Archäologie, Gesellschaft
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


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