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15.06.2016 14:17

Kompetenzzentrum will Wirkung von Pilzen für die Lebensmittelindustrie nutzbar machen

Dr. Christian Sonntag Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule Niederrhein - University of Applied Sciences

    Pilze gelten als Lebensmittel der Zukunft – weil sie neben der Nahrung einen gesundheitlichen Zusatznutzen bieten. Die sich daraus ergebenden Chancen für die Lebensmittelindustrie auszuloten, ist Aufgabe des heute an der Hochschule Niederrhein eröffneten Kompetenzzentrums für Angewandte Mykologie und Umweltstudien (KAMU). „Ich wünsche mir, dass im neuen Kompetenzzentrum die Probleme der Unternehmen gelöst werden und dass die Studierenden des Fachbereichs darin einbezogen werden“, sagte Hochschulpräsident Prof. Dr. Hans-Hennig von Grünberg in Mönchengladbach zur Eröffnung.

    Neue Erkenntnisse zum gesundheitlichen Nutzen von Heil- und Speisepilzen, der Wunsch der Verbraucher nach mehr Genussvielfalt im Angebot an Speisepilzen sowie die ökologische Bedeutung von Nutzpilzen für geschlossene Stoffkreisläufe bieten der Branche Wachstumschancen. „Der alte Gedanke, nachdem Nahrungsmittel auch Heilmittel sein sollen, ist heute besonders aktuell“, sagte Prof. Dr. Reinhard Hambitzer, der das Kompetenzzentrum leitet.

    Der Professor für industrielle Lebensmittelverarbeitung und Produktentwicklung am Fachbereich Oecotrophologie forscht und entwickelt bereits seit Jahren an Innovationen für die Lebensmittelindustrie, um die gesundheitliche Wirkung von Pilzen nutzbar zu machen. Diese ist unbestritten:
    In China beispielsweise werden Extrakte aus Pilzen in der Naturheilkunde bei der Krebstherapie eingesetzt. Pilze liefern wichtige Nährstoffe und sind kalorienarm. Sie werden aber nur in geringen Mengen verzehrt.

    Eine Chance für die Lebensmittelindustrie und eine Chance für die Region, meinen Hambitzer und seine Kollegen Prof. Dr. Dr. Alexander Prange und Prof. Dr. Sabine Ellinger. Denn der Pilzanbau hat am Niederrhein und in den angrenzenden Niederlanden Tradition. Das gilt auch für die wissenschaftliche Kompetenz auf diesem Fachgebiet. So hat die Gesellschaft für Angewandte Mykologie und Umweltstudien (GAMU) ihren Sitz in Krefeld, die durch Prof. Dr. Dr. Jan Lelley ebenfalls im Kompetenzzentrum vertreten ist.

    Um dieses Potential zu bündeln und in nachhaltige Ergebnisse
    für Wissenschaft und Praxis umzusetzen, ist eine effziente und flexible Organisationsstruktur nötig. Hierbei soll das Kompetenzzentrum entscheidende Hilfe leisten. KAMU soll die Fachgebiete Mykologie der Nutzpilze (Makromyceten) und Mikrobiologie mit dem Schwerpunkt auf Schimmelpilze (Mikromyceten) zusammenführen. Es soll eine leistungsfähige Netzwerkgruppe mit Experten aus Hochschulen, Universitäten, Unternehmen und Verbänden entstehen und graduierte und post-graduierte Ausbildungsoptionen bieten.

    Um das generierte Wissen in die Praxis zu bringen, will KAMU Kooperationspartner für Speisepilzerzeuger im Erwerbsanbau, für Lebensmittelunternehmen im Geschäftsfeld „Gesunde Ernährung“, für Biotechnologieunternehmen im Bereich Naturstoffe sowie für Unternehmen mit Aufgaben zur Verwertung von organischen Reststoffen im Sinne von geschlossenen Kreisläufen sein.

    FORSCHENDE
    Prof. Dr. Sabine Ellinger (Ernährungswissenschaft),
    Prof. Dr. Reinhard Hambitzer (Industrielle Lebensmittelverarbeitung und Produktentwicklung),
    Prof. Dr. Dr. Jan I. Lelley (GAMU GmbH),
    Prof. Dr. Dr. Dr. Alexander Prange (Mikrobiologie und Lebensmittelhygiene)

    PARTNER
    Amycel B.V. (NL-Ittervoort),
    Christiaens Group (NLHorst),
    Gesellschaft für Angewandte Mykologie und Umweltstudien (Krefeld),
    Rheinische Pilzzentrale GmbH (Geldern),
    Verstappen Verpakkingen B.V. (NL-Horst)

    Pressekontakt: Dr. Christian Sonntag, Referat Hochschulkommunikation, Tel.: 02151 822-3610, E-Mail: christian.sonntag@hs-niederrhein.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege
    regional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Organisatorisches
    Deutsch


    Von links: Doktorandin Miriam Sari neben den Professoren Sabine Ellinger, Reinhard Hambitzer, François Krier, Alexander Prange, Jan I. Lelley, Hans-Hennig von Grünberg und Georg Wittic


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