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16.06.2016 13:37

Wie Stahl sich in die Natur integriert

Axel Burchardt Stabsstelle Kommunikation/Pressestelle
Friedrich-Schiller-Universität Jena

    „Stahlplastiken“ von Willi Weiner ab 18. Juni 2016 im Botanischen Garten der Universität Jena zu sehen

    Stahl gilt gemeinhin als kalt und hart. Dass Stahl allerdings völlig anders erscheinen kann, das führen Werke von Willi Weiner vor Augen. Der Stuttgarter Bildhauer präsentiert vom 18. Juni bis 30. September 2016 „Stahlplastiken“ in einer Sonderausstellung im Botanischen Garten der Universität Jena. Damit wird der sommerliche Ausstellungszyklus „Skulpturen im Botanischen Garten“ des Jenaer Kunstvereins in sein fünftes Jahr geführt.

    Die zehn Objekte schlagen einerseits durch ihren „Rost-Mantel“ assoziative Brücken zu anderen bekannten Jenaer Kunstwerken. Die Stahlplastiken fügen sich außerdem durch die rostbraune Färbung organisch ins natürliche Ambiente des Botanischen Gartens ein. Denn der 1954 geborene Weiner baut seine Arbeiten aus dünnen Stahlblechen zusammen, für die er Cortenstahl nutzt – einen witterungsbeständigen Baustahl, der mit der Zeit eine charakteristische Rostschicht entwickelt. Diese überzieht der Künstler zuweilen mit einer kräftigen Lackfarbe. So wirken die Kunstwerke wie Naturelemente, erinnern durch Farbe und Form an hölzerne, mineralogische oder andere natürliche Gebilde.

    Antike Formen verbinden Vergangenheit und Gegenwart

    Oder sie verführen dazu, Moderne und Vergangenheit zu verbinden, wenn manche Arbeiten wie antike Skulpturen aufscheinen und dadurch an die Schätze etwa der Antikensammlungen der Jenaer Universität erinnern. Weiners zusammengeschweißte, dünnwandige Hohlkörper bilden Gefäße, wie Amphoren oder Vasen, oder architektonische Objekte, wie Säulen oder Kristalle. Weiner betont allerdings: „Ich bin gegenständlich, aber nicht figürlich“. Diese Formen entspringen oftmals seinen Beschäftigungen mit der ägyptischen und griechischen Hochkultur. Daraus entstehen Werke mit klassischen Zügen, die durch den Stahl und seine Schweißnähte in die Moderne überführt werden und dadurch eine doppelte Zeitlosigkeit erhalten.

    Die im Botanischen Garten präsentierten Werke deuten zudem auf Weiners architektonische Ordnungsprinzipien hin, die sich aus den Perspektiven und den Gewichtsverhältnissen der Objekte ergeben – und vom Betrachter je nach Standpunkt unterschiedlich wahrgenommen werden können.

    Zur Ausstellung, die Kunstverein und Botanischer Garten gemeinsam präsentieren, erscheint ein Katalog.

    Zu sehen ist die Schau täglich von 10-19 Uhr im Botanischen Garten Jena (Fürstengraben 26); Eintritt: 4 Euro, ermäßigt 2,50 Euro.

    Zur Vernissage der Ausstellung am 17. Juni um 19 Uhr ist die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen. Die Einführung hält Dr. Angelika Steinmetz-Oppelland in Anwesenheit des Künstlers.

    Die Ausstellung wird gefördert von der Thüringer Staatskanzlei, JenaKultur und der Sparkasse Jena-Saale-Holzland.


    Weitere Informationen:

    http://www.jenaer-kunstverein.de/ - weitere Informationen zur Ausstellung


    Bilder

    Der Künstler Willi Weiner, dessen neue Ausstellung vom 18. Juni bis 30. September 2016 in Jena zu sehen ist, bei seinem Werk "Gefäß für Paula Becker“.
    Der Künstler Willi Weiner, dessen neue Ausstellung vom 18. Juni bis 30. September 2016 in Jena zu se ...
    Foto: Anne Günther/FSU
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    Die an Minerale erinnernde Skulptur "Bescheidene Kräfte" von Willi Weiner, die in der neuen Ausstellung im Botanischen Garten der Uni Jena zu sehen ist.
    Die an Minerale erinnernde Skulptur "Bescheidene Kräfte" von Willi Weiner, die in der neuen Ausstell ...
    Foto: Anne Günther/FSU
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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Kunst / Design
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

    Der Künstler Willi Weiner, dessen neue Ausstellung vom 18. Juni bis 30. September 2016 in Jena zu sehen ist, bei seinem Werk "Gefäß für Paula Becker“.


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    Die an Minerale erinnernde Skulptur "Bescheidene Kräfte" von Willi Weiner, die in der neuen Ausstellung im Botanischen Garten der Uni Jena zu sehen ist.


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