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27.06.2016 09:58

Digitalisierung der Hochschullehre: Viel wird getan, viel bleibt zu tun

Susanne Schilden Pressestelle
Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

    Die deutschen Hochschulen setzen sich aktiv mit dem Thema Digitalisierung der Hochschullehre auseinander. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des HIS-Instituts für Hochschulentwicklung im Auftrag des Hochschulforums Digitalisierung. Sie wird heute im Rahmen des E-Learning-Tags Rheinland-Pfalz in Koblenz präsentiert. Befragt wurden alle staatlichen und privaten Hochschulen in Deutschland.

    Die deutschen Hochschulen setzen sich aktiv mit dem Thema Digitalisierung der Hochschullehre auseinander. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des HIS-Instituts für Hochschulentwicklung im Auftrag des Hochschulforums Digitalisierung. Sie wird heute im Rahmen des E-Learning-Tags Rheinland-Pfalz in Koblenz präsentiert. Befragt wurden alle staatlichen und privaten Hochschulen in Deutschland.

    Fast drei Viertel (73 Prozent) der Hochschulen verfolgen ein Konzept der Anreicherung ihrer Lehre durch digitale Elemente. Über ein Drittel (36 Prozent) nennen einen Blended-Learning-Ansatz als Leitidee, also die didaktisch konzipierte Integration von Präsenzveranstaltungen und E-Learning-Angeboten. Digitale Lehre betrachten 42 Prozent der Hochschulen als ein Instrument, um ihr Studienangebot zu verbessern mit dem Ziel, den Studienerfolg, die Qualität der Lehre oder die Vereinbarkeit von Familie und Studium zu erhöhen. Auf der anderen Seite verzichten lediglich zwei Prozent der befragten Hochschulen gänzlich auf digitale Elemente in der Lehre, nur 15 Prozent sehen in der digitalen Lehre kein strategisches Ziel.

    „Die deutschen Hochschulen haben die Bedeutung der Digitalisierung erkannt und nutzen sie aktiv in der Lehre. Gleichwohl sind mangelnde personelle und finanzielle Ressourcen oftmals ein Hindernis für Ausbau und Weiterentwicklung digitaler Lehre. Auch das zeigt die Studie“, so der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Horst Hippler. „Personalressourcen werden dabei von 70 Prozent, das Budget von der Hälfte der befragten Hochschulen als größte Herausforderungen genannt.“

    Prof. Dr. Michael Jäckel, Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Governance & Policies“ im Hochschulforum Digitalisierung und Präsident der Universität Trier: „Die Momentaufnahme zeigt, dass das Thema in den Hochschulen angekommen ist, in der unmittelbaren Lehre gleichwohl deutlich weniger als in den Infrastrukturen wie Campus-Management und Lernplattformen. Deutlich wird auch, dass es an Signalen innerhalb der Hochschulen und verantwortlichen Ministerien für eine nachhaltige digitale ‚Anreicherung‘ der Lehre fehlt. Die vielen Initiativen dürfen nicht als temporäre Impulse im Hochschulalltag verpuffen.“

    Hochschulübergreifende Verbünde und Konsortien sind im Bereich digitaler Lehre weit verbreitet. So kooperieren 70 Prozent der staatlichen Hochschulen mit mindestens einer weiteren Hochschule. Die Hochschulen wollen diese Kooperationen ausweiten und ihre Potenziale stärker nutzen: Über die Hälfte wünscht sich ein hochschulübergreifendes Netzwerk von Kolleginnen und Kollegen. Circa 40 Prozent wünschen sich die Entwicklung eines Modells für den Austausch digitaler Lehrleistungen.

    Die Studie wurde als quantitative Studie im Auftrag der Themengruppe „Governance & Policies“ des Hochschulforums Digitalisierung durchgeführt. Im Erhebungszeitraum März/April 2016 beteiligten sich insgesamt 200 Hochschulen an der Befragung. Die Studie wird in Kürze veröffentlicht, die Ergebnisse können bereits jetzt unter dem unten angegebenen Link eingesehen werden.


    Weitere Informationen:

    https://hochschulforumdigitalisierung.de/organisationsstand-digital


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    fachunabhängig
    überregional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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