idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Imagefilm
Science Video Project



Teilen: 
30.06.2016 14:47

Eine Million Euro für die Erforschung von Proteinstrukturen

Dr. Franziska Ahnert Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Heinrich-Pette-Institut – Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie

    Heinrich-Pette-Institut, Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald & European XFEL:
    BMBF-Verbundprojekt zur Analyse von Proteinstrukturen am European XFEL.

    Hamburg/Greifswald. Für das gemeinsame Projekt „VISAVIX“ zur Erforschung der Strukturdynamik von Proteinen am neuen Röntgen-Freie-Elektronen-Laser European XFEL erhalten das Heinrich-Pette-Institut, Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie (HPI) und das Institut für Physik der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald rund eine Million Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Etwa die Hälfte davon geht an das HPI.

    Das Projekt wird im Rahmen der Verbundforschung des BMBF gefördert. Die Verbundforschung bindet Universitäten in der Entwicklung und dem Aufbau innovativer Methoden und Instrumente für große Forschungseinrichtungen ein. Sie ermöglicht auf diese Weise die Verknüpfung der herausragenden Kompetenzen der Hochschulen mit denen der Forschungseinrichtungen und steigert damit deren Leistungsfähigkeit und das Nutzungsspektrum.

    Für die Entwicklung neuer Impfstoffe und Medikamente gegen Infektionskrankheiten muss nicht nur die zugrunde liegende Struktur der beteiligten Biomoleküle verstanden werden, sondern auch ihre Dynamik. Die Einzelpartikelabbildung an Freie-Elektronen-Lasern wie dem European XFEL in der Region Hamburg bietet die Möglichkeit, Momentaufnahmen von verschiedenen Protein-Strukturen zu einer Art „molekularen Film“ zusammenzusetzen. Häufig ist dabei jedoch der Probenverbrauch hoch, es gibt lange Datenverarbeitungszeiten und eine hohe Hintergrundstreuung.

    Die beiden Forschungsteams aus Hamburg und Greifswald wollen nun im Zuge des gerade bewilligten BMBF-Projekts „VISAVIX“ den Freie-Elektronen-Laser European XFEL um ein dediziertes, Ionenfallen-basiertes Massenspektrometer (X-MS) für die Probenzufuhr erweitern und so die Einzelpartikelabbildung am European XFEL effektiv nutzbar machen. „Durch die Kombination von Ionenspeicherung, Massenspektrometrie und dem Röntgenlaser European XFEL lassen sich komplett neue Ansätze für die Strukturforschung erschließen. Das Vorhaben hat unter anderem ein enormes Entwicklungspotential für die Pharmaindustrie. So soll es zum Beispiel die Charakterisierung viraler Strukturen und Übergangszustände für die Wirkstoffentwicklung vereinfachen“, erklärt die Projektkoordinatorin und HPI-Abteilungsleiterin Dr. Charlotte Uetrecht die Zielstellung des Projektes.

    Die dreijährige Laufzeit des BMBF-Projekts „VISAVIX: Virale Strukturanalyse via intensiver Röntgenpulse“ (Förderkennzeichen 05K16BH1 [HPI] und 05K16HG1 [Universität Greifswald]) beginnt am 1. Juli 2016.

    Rückfragen:

    Dr. Charlotte Uetrecht: charlotte.uetrecht@hpi.uni-hamburg.de
    Heinrich-Pette-Institut, Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie,
    Hamburg

    Prof. Dr. Lutz Schweikhard: lschweik@physik.uni-greifswald.de
    Institut für Physik, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald


    Weitere Informationen:

    http://www.hpi-hamburg.de/de/aktuelles/presse/einzelansicht/archive/2016/juni/ar... PM auf der HPI-Homepage
    http://www.hpi-hamburg.de/ Webseite des HPI


    Anhang
    attachment icon PDF der Pressemitteilung

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Biologie, Chemie, Medizin, Physik / Astronomie
    überregional
    Forschungsprojekte, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).