Forschungsallianz: Digitale Transformation im Fokus

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04.07.2016 10:34

Forschungsallianz: Digitale Transformation im Fokus

Katja Bär Pressestelle: Kommunikation und Fundraising
Universität Mannheim

    ForDigital: Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Universität Mannheim untersuchen und gestalten die Digitalisierung – Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst fördert mit 900 000 Euro über drei Jahre

    Industrie 4.0, Cloud Computing und Soziale Medien zeigen: Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) entwickeln sich rasend schnell. Wie sich das auf Wirtschaft, Gesellschaft und den Einzelnen auswirkt, ist Gegenstand der Forschungsallianz „Digitalisierung: Transformation sozio-ökonomischer Prozesse“, kurz ForDigital, des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Universität Mannheim. Ziel ist es, die Mechanismen der digitalen Transformation besser zu verstehen und innovative IKT-Lösungen zu gestalten. Die vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) des Landes Baden-Württemberg geförderte Initiative vernetzt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beider Einrichtungen sowie weiterer Partner. ForDigital startet am 5. Juli 2016 offiziell mit einer Kick-Off-Veranstaltung.

    „Die Digitalisierung eröffnet vielfältige neue Möglichkeiten für Wirtschaft und Gesellschaft, für unser Arbeitsleben genauso wie für unser privates Umfeld. Um ihre Potenziale voll entfalten zu können, müssen wir die Digitalisierung aus unterschiedlichen Perspektiven erforschen und gestalten. In ForDigital verbinden die Partner soziale, ökonomische und technologische Forschungsfragen geradezu ideal“, sagt Professor Oliver Kraft, Vizepräsident des KIT für Forschung. Professorin Rosemarie Tracy, Prorektorin für Forschung, Chancengleichheit und wissenschaftlichen Nachwuchs der Universität Mannheim, erklärt: „Durch die gemeinsame Forschungsarbeit sollen hochwertige Publikationen entstehen, an beiden Standorten die Kompetenzbereiche gestärkt und der wissenschaftliche Nachwuchs gefördert werden.“

    Dabei nimmt die Allianz Chancen wie Risiken in den Blick: „Ein unbegrenztes Angebot von Information in Echtzeit und zunehmende Flexibilität durch moderne Informations- und Kommunikationstechnologien zählen zu den großen Vorteilen der Digitalisierung. Gleichzeitig gilt es, Herausforderungen zu erkennen und mögliche Gefahren zu verstehen“, sagt Wirtschaftsinformatikprofessor Alexander Mädche, Sprecher der Allianz von Seiten des KIT. Professor Armin Heinzl, Sprecher von Seiten der Universität Mannheim, ergänzt: „Wir möchten in der Allianz einen Beitrag leisten, den Übergang von der analogen in die digitale Welt für Wirtschaft und Gesellschaft zu unterstützen, ohne grundlegende Phänomene wie Privatheit, Datensicherheit oder Technostress außer Acht zu lassen.“ Weitere Sprecher der Allianz sind Professor Christof Weinhardt vom KIT und Professor Florian Stahl von der Universität Mannheim.
    Ein zentrales Thema von ForDigital ist die digitale Transformation der Wirtschaft. Dabei geht es unter anderem um digitale Infrastrukturen sowie um die Digitalisierung von Geschäftsprozessen, Produkten und Dienstleistungen. Ebenfalls im Fokus stehen Individuum und Gesellschaft, beispielsweise mit den Potenzialen und Veränderungen hinsichtlich Gesundheit und Wohlbefinden, der Gestaltung positiver Nutzungserlebnisse (User Experience), rechtlichen Aspekten sowie volkswirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen.

    Mit dem einrichtungsübergreifenden wissenschaftlichen Austausch will ForDigital den Grundstein für die längerfristige Zusammenarbeit und einen leistungsstarken Forschungsschwerpunkt in der Region legen. Ziel der Forschungsallianz ist es auch, standortübergreifende Drittmittel zu akquirieren. Assoziierte Partner des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Universität Mannheim sind das Zent-rum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), das Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften (GESIS), das Zentrum für Seelische Gesundheit (ZI), das FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur, das Forschungszentrum Informatik (FZI) und das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB).

    ForDigital ist eine offene Forschungsplattform. Neben den in der Antragsstellung Beteiligten ist es grundsätzlich allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern am KIT und der Universität Mannheim sowie der assoziierten Forschungseinrichtungen möglich, standort-übergreifende Kooperationsvorschläge einzureichen.

    Das MWK unterstützt ForDigital mit einer Förderung von 300 000 Euro im Jahr mit einer Laufzeit von drei Jahren. Die Partner tragen finanziell jährlich insgesamt 200 000 Euro bei und bringen Infrastrukturen ein.

    Profiliert, forschungsstark, international: Die Universität Mannheim ist eine der besten Universitäten in Deutschland. Marken-zeichen ist ihr klares Profil: Es ist geprägt von renommierten Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und ihrer Vernetzung mit leistungsstarken Geistes- und Kulturwissenschaften, der Rechtswissenschaft sowie Mathematik und Informatik.

    Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) verbindet seine drei Kernaufgaben Forschung, Lehre und Innovation zu einer Mission. Mit rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie 25 000 Studierenden ist das KIT eine der großen natur- und ingenieurwissenschaftlichen Forschungs- und Lehreinrichtungen Europas.
    KIT – Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft

    Link zur Projektseite: http://www.fordigital.org/

    Kontakt:
    Liane Weitert
    Kommunikation und Unternehmenskooperationen
    Fakultät Betriebswirtschaftslehre
    Universität Mannheim
    Tel.: +49 621 181-3657
    E-Mail: presse@bwl.uni-mannheim.de

    Margarete Lehné
    Pressereferentin KIT
    Tel.: +49 721 608-48121
    Fax: +49 721 608-43658
    E-Mail: margarete.lehne@kit.edu

    Katja Bär
    Leitung Kommunikation und Fundraising
    Pressesprecherin
    Universität Mannheim
    Tel. +49 (0) 621 / 181-1013
    E-Mail: baer@uni-mannheim.de


    Weitere Informationen:

    http://www.fordigital.org/


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Gesellschaft, Informationstechnik, Medien- und Kommunikationswissenschaften
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


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