UW/H-Forscher sucht für Studie Familien, in denen ein Mitglied eine schwere Sepsis überlebt hat

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06.10.2016 09:51

UW/H-Forscher sucht für Studie Familien, in denen ein Mitglied eine schwere Sepsis überlebt hat

Jan Vestweber Pressestelle
Universität Witten/Herdecke

    Riccardo Keßler schreibt seine Doktorarbeit über den Umgang in der Familie mit den Folgen einer schweren Vergiftungsreaktion

    Der Wittener Sozialwissenschaftler Riccardo Keßler schreibt seine Doktorarbeit über die Frage, wie Familien mit einer schweren Sepsis eines Familienmitglieds umgehen können. Jährlich erkranken ca. 175.000 Menschen in Deutschland an einer solchen Sepsis. Das ist eine äußerst heftige Reaktion des Körpers auf Bakterien oder Gifte, die zum Versagen mehrerer Organe führen kann. Ein Drittel der Patienten stirbt an den Folgen, Überlebende haben in der Regel jahrelang mit gesundheitlichen Schäden und Folgeerkrankungen zu kämpfen. „Dabei interessiere ich mich weniger für die Krankheit an sich, sondern mir geht es um die Frage, wie Familien damit umgehen. Denn auch nach der Entlassung von der Intensivstation stehen ja viele Fragen an: Wer pflegt den Patienten? Wie geht es mit dem Geld weiter? Wo kriegen wir Unterstützung her?“ Dazu möchte Riccardo Keßler Familien interviewen.

    Der Ablauf der Studie besteht idealerweise aus zwei getrennten Gesprächen. In einem ersten soll die Familie zu Ihren Erfahrungen interviewt werden. Im zweiten Gespräch soll gemeinsam mit der Familie ein Genogramm, eine Art Familienstammbaum, erstellt werden. Die Gespräche finden an einem Ort statt, den die Familie wählt. Der zeitliche Umfang der Interviews entspricht ca. zwei Stunden. Die Gespräche werden per Tonbandgerät aufgezeichnet und anschließend wörtlich in ein schriftliches Protokoll übertragen. Die Teilnahme an den Gesprächen ist freiwillig. Die Teilnehmer können die Gespräche jederzeit abbrechen. Alle geäußerten Informationen werden streng vertraulich und unter geltenden Datenschutzbestimmungen behandelt. Beispielsweise werden die persönlichen Daten nach den Interviews pseudonymisiert, um Rückschlüsse auf die Person auszuschließen. Die Daten werden ausschließlich zu Forschungszwecken verwendet.

    Die Studie entsteht im Rahmen des durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten kooperativen Forschungskollegs „FamiLe – Familiengesundheit im Lebensverlauf“. Das kooperative Forschungskolleg „FamiLe – Familiengesundheit im Lebensverlauf“ der Hochschule Osnabrück und der Universität Witten/Herdecke verfolgt das Ziel, vertiefende Erkenntnisse zur Rolle der Familien für die Förderung von Gesundheit sowie die Bewältigung von Krankheit und Pflegebedürftigkeit zu gewinnen.

    Weitere Informationen und Anmeldungen bei Riccardo Keßler, 02302/926-292 oder Riccardo.Kessler@uni-wh.de

    Über uns:
    Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.300 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

    Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Organisatorisches
    Deutsch


    Riccardo Keßler


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