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28.10.2016 12:07

Krankenhauslandschaft Saarland – Gutachten zur Weiterentwicklung der stationären Versorgung

Jörg Schäfer Kommunikation
RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

    Gemeinsame Pressemitteilung von AOK, vdek, IKK Südwest, BKK Landesverband Mitte, SVLFG - Landwirtschaftliche Krankenkassen, Knappschaft, hcb und RWI:
    Patienten werden in saarländischen Krankenhäusern gut versorgt. Dies ist das Ergebnis eines Gutachtens des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) und des Institute for Health Care Business GmbH (hcb), das die gesetzlichen Krankenkassen im Land in Auftrag gegeben hatten.

    Patienten werden in saarländischen Krankenhäusern gut versorgt. Dies ist das Ergebnis eines Gutachtens des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) und des Institute for Health Care Business GmbH (hcb), das die gesetzlichen Krankenkassen im Land in Auftrag gegeben hatten und das heute in Saarbrücken präsentiert wurde. Die Erkenntnisse dieser Analysen sollen den Dialog – auch im Zusammenhang mit dem in diesem Jahr in Kraft getretenen Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) – zwischen allen Partnern fördern und eine wissenschaftlich fundierte Basis schaffen.

    Das RWI stellt fest:

    • Die Kliniken in Saarland schneiden im Bundesschnitt bei der messbaren Qualität und der Patientenzufriedenheit gut ab. Zudem sind sie gut erreichbar und bieten eine breite Grundversorgung. Die Ausbildungsaktivitäten der Krankenhäuser im Saarland sind die höchsten im Bundesvergleich.

    • Die hohe Krankenhausdichte und viele kleine Standorte wirken sich jedoch negativ auf die wirtschaftliche Situation der Kliniken im Saarland aus. Viele Krankenhäuser haben einen niedrigen Spezialisierungsgrad. Es gibt einige Doppelstrukturen, wie beispielsweise im Regionalverband Saarbrücken.

    • Saarländer nehmen im Vergleich zu anderen Bundesländern überdurchschnittlich häufig eine Krankenhausbehandlung in Anspruch. Es werden überdurchschnittlich viele Operationen durchgeführt. Die ambulante Versorgung ist gut ausgeprägt, dennoch ist der Anteil ambulant-sensitiver, d.h. vermeidbarer stationärer Krankenhausfälle, hoch.

    • Das Saarland hat das bundesweit zweithöchste Preisniveau der Krankenhäuser und einen überdurchschnittlich hohen Personaleinsatz, der rund 8 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegt. Die hohen Ausbildungsaktivitäten werden ebenfalls von den Krankenkassen mitfinanziert.

    • Die vom Saarland zur Verfügung gestellten Investitionsfördermittel sinken kontinuierlich. Gemeinsam mit Rheinland-Pfalz landet das Saarland beim Kapitaleinsatz, gemessen als Sachanlagevermögen in Relation zu den Gesamterlösen, bundesweit auf dem vorletzten Platz.

    Die gesetzlichen Krankenkassen wollen mit den Partnern im Gesundheitswesen für die Menschen im Saarland die Krankenhausversorgung zukunftssicher gestalten. Die Menschen im Saarland müssen sich auch in Zukunft auf eine qualitativ hochwertige und zugleich bezahlbare, wirtschaftliche stationäre Versorgung im Land verlassen können. Das heißt konkret:

    • Das Saarland muss seiner Finanzierungsverantwortung für die stationäre Versorgung trotz Schuldenbremse in höherem Umfang gerecht werden.

    • Durch mehr Arbeitsteilung in der stationären Versorgung und mehr Spezialisierung der Krankenhäuser lassen sich Doppelstrukturen vermeiden und soll zudem die notwendige strukturelle Konsolidierung in der Krankenhauslandschaft vorangetrieben werden.

    • Auch im Saarland kann durch mehr Kooperation und Spezialisierung die Qualität der Krankenhausversorgung noch erheblich gesteigert werden.

    • Eine bessere Vernetzung der ambulanten und der stationären Versorgung stärkt ein patientenfreundliches Angebot und sichert die ländliche Versorgung.

    Die gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen vertreten rund 90 Prozent der Menschen im Saarland, wenn es um deren Betreuung im Krankheits- und Pflegefall sowie um die Gesundheit und deren Förderung geht. Unser zentrales Anliegen ist es, dass die Menschen im Saarland auch zukünftig qualitativ hochwertige medizinische und pflegerische Leistungen unabhängig von Alter, Wohnort und sozialer Herkunft zu bezahlbaren Preisen in Anspruch nehmen können.

    Folgende Ansprechpartner für die Presse:

    AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse
    Jan Rößler
    Direktion
    Virchowstraße 30
    67304 Eisenberg
    Telefon 06351 403-419
    Telefax 06351 403-701
    E-Mail: jan.roessler@rps.aok.de

    vdek-Landesvertretung Saarland
    Axel Mittelbach
    Referatsleiter Grundsatzfragen/ Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
    Landesvertretung Saarland
    Talstr. 30
    66119 Saarbrücken
    Tel.: 06 81 / 92 67 1 - 17
    Fax: 06 81 / 92 67 1 – 28
    E-Mail: axel.mittelbach@vdek.com

    IKK Südwest
    Martin Reinicke
    Referatsleiter Unternehmenskommunikation / Pressesprecher
    Tel.: 06 81/9 36 96-3031
    E-Mail: martin.reinicke@ikk-sw.de
    Berliner Promenade 1
    66111 Saarbrücken
    Fax: 06 81/9 36 96-3015

    BKK Landesverband Mitte
    Angelika Christ
    Geschäftsbereich Versorgung und Politik
    angelika.christ@bkkmitte.de

    Essenheimer Straße 126, 55128 Mainz
    Telefon (06131) 33 05 - 22
    Telefax (06131) 33 05 - 72

    RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung
    Sabine Weiler
    Pressesprecherin
    Telefon 0201/8149-213
    E-Mail: sabine.weiler@rwi-essen.de


    Anhang
    attachment icon Pressemitteilung (pdf)

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


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