Verstädterung ist ähnlich gesundheitsrelevant wie Klimawandel

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31.10.2016 09:00

Verstädterung ist ähnlich gesundheitsrelevant wie Klimawandel

Katharina Hajek Kommunikation
Theodor Fliedner Stiftung

    Stress and the City: „Wir brauchen Neurourbanistik als neues Forschungsfeld!“

    Über die Hälfte der Weltbevölkerung lebt derzeit in Städten – Tendenz steigend. Die Auswirkungen dieser Entwicklung sind in höchstem Maße gesundheitsrelevant, insbesondere für die Psyche. Deshalb hat PD Dr. Mazda Adli, Chefarzt der Fliedner Klinik Berlin und Stressforscher an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, gemeinsam mit der Alfred-Herrhausen Gesellschaft und führenden Berliner Wissenschaftlern aus Architektur und Stadtplanung eine neue Forschungsdisziplin gegründet. Ihr Ansatz zur „Neurourbanistik“ wird nun in der renommierten Fachzeitschrift „The Lancet Psychiatry“ veröffentlicht.

    „Psychische Erkrankungen, für die eine stressabhängige Entstehung angenommen werden kann, kommen in der Stadt häufiger vor, als auf dem Land“, erklären die Stadtplaner, Architekten, Sozialwissenschaftler und Neurowissenschaftler des interdisziplinären Forums Neurourbanistik. Ob es „Stadtstress“ wirklich gibt, wie wir ihn messen können und wie er unsere Gesundheit beeinflusst stehen für Adli und seine Forschergruppe im Zentrum des Interesses. „Die Verstädterung der Welt ist eine der folgenreichsten Veränderungen unseres Planeten in den kommenden Jahrzehnten. Für unsere Gesundheit ist sie mindestens so relevant wie der globale Klimawandel.“, so Adli.

    Die Forscher richten ihr Augenmerk vor allem auf sozialen Stress. Er entsteht dort, wo soziale Dichte und soziale Isolation zusammenfallen und für den einzelnen unkontrollierbar werden. Für den Psychiater und Stressforscher Adli war von Beginn an klar: „Es ist höchste Zeit zu verstehen, wie Stadtleben sich auf unsere Psyche auswirkt und wie wir Städte besser machen können. Das geht nur wenn wir Hirnforschung und Stadtforschung miteinander verknüpfen.“ Dafür wurde in der aktuellen Publikation im „Lancet Psychiatry“ der Begriff „Neurourbanistik“ auch wissenschaftlich eingeführt.
    Ziel ist es, Ergebnisse zu erlangen, die Stadtplanung und Politik unmittelbar helfen, gesunde Städte zu schaffen. Die Berliner Neurourbanistik-Gruppe ist das weltweit erste interdisziplinäre Forum seiner Art.

    Zum Herausgeber:

    Die Fliedner Klinik Berlin ist spezialisiert auf die Behandlung und Prävention von psychischen Störungen, welche heute zu den großen Volkskrankheiten gehören: Depressionen, Angsterkrankungen sowie die Vielzahl an psychiatrischen und psychosomatischen Erkrankungen, die Stress als Ursache haben können. Psychische Gesundheit für die urbane Bevölkerung ist dabei das zentrale Thema der Fliedner Klinik Berlin. Denn unter anderem Depressionen und Angsterkrankungen kommen in städtischen Ballungsgebieten gehäuft vor. Als Tagesklinik und Ambulanz bieten wir eine wirksame, störungsspezifische und individualisierte Therapie für das gesamte Spektrum psychischer Erkrankungen.


    Weitere Informationen:

    http://bit.ly/28VBF75 (Interdisziplinäres Forum Neurourbanistik)
    http://www.mazda-adli.de (Zur Person)
    http://www.fliednerklinikberlin.de (Herausgeber)


    Anhang
    attachment icon PM Tag der Städte - Neurourbanistik

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Bauwesen / Architektur, Gesellschaft, Medizin, Politik, Psychologie
    überregional
    Forschungsprojekte, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


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