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03.11.2016 13:14

Was die Sprache in sozialen Medien über gesellschaftliche Entwicklungen verrät

Katja Bär Pressestelle: Kommunikation und Fundraising
Universität Mannheim

    In einem neuen DFG-geförderten Wissenschaftsnetzwerk „Diskurse digital: Theorien, Methoden, Fallstudien“ untersuchen Forscherinnen und Forscher, wie sich gesellschaftliche Entwicklungen in den Textbeiträgen sozialer Medien niederschlagen und mit welchen Methoden digitale Diskurse zukünftig erforscht werden können. Die Eröffnungstagung des Netzwerks findet vom 15.-16. November an der Universität Mannheim statt.

    Wie beeinflussen Twitter-Hashtags wie #RegrettingMotherhood die Diskussion über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Was macht Wortneubildungen wie „Flüchtlingsflut“ oder „Asylantenstrom“ zur „Hate Speech“? Und welche kulturellen Unterschiede gibt es in den verschiedenen Sprachversionen von Wikipedia-Einträgen? Mit diesen und vielen weiteren Fragen zur Kommunikation im Social Web beschäftigen sich die Sprachwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler des neuen Netzwerks „Diskurse digital: Theorien, Methoden, Fallstudien“ in ihren aktuellen Forschungsprojekten. „Digitale Plattformen wie Wikipedia und Facebook sind ein sozialer Raum, an dem gesellschaftliche Entwicklungen sprachlich beobachtbar werden oder Diskurse überhaupt erst entstehen“, erklärt die Mannheimer Sprachwissenschaftlerin und Sprecherin des Netzwerks Dr. Eva Gredel. „Solche digital geführten Diskurse aus sprachwissenschaftlicher Perspektive zu untersuchen, ist hochspannend. In der Diskurslinguistik finden Texte aus digitalen Medien aber noch kaum Beachtung.“

    Das Netzwerk „Diskurse digital“ soll deshalb Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die bereits zu digitalen Diskursen im Netz forschen, über Universitätsgrenzen hinaus zusammenbringen und ihnen eine Plattform zum Austausch bieten. Ziel des Netzwerks ist es außerdem, die Methoden der Diskurslinguistik anhand der laufenden Forschungsprojekte der Mitglieder an die Anforderungen digitaler Medien anzupassen. Gefördert wird das Netzwerk bis September 2019 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Neben der Universität Mannheim und dem Institut für Deutsche Sprache sind derzeit acht weitere Universitäten beteiligt.

    Die Eröffnungstagung findet am 15. und 16. November 2016 an der Universität Mannheim statt. Ihre Forschungsprojekte stellen die Netzwerkmitglieder bei der Poster-Präsentation am Dienstag, dem 15. November, um 16 Uhr im Ehrenhof Ost Foyer vor. Pressevertreter sind herzlich eingeladen. Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an linda.schaedler@verwaltung.uni-mannheim.de oder telefonisch unter 0621 / 181 1434. Interviews mit Referenten und Netzwerkmitgliedern können im Vorfeld vereinbart werden.

    Kontakt:
    Dr. Eva Gredel
    Sprecherin des Netzwerks
    Lehrstuhl Germanistische Linguistik
    Universität Mannheim
    Tel.: +49 (0) 621 / 181 - 2306
    eva.gredel@phil.uni-mannheim.de


    Weitere Informationen:

    http://www.uni-mannheim.de/1/presse_uni_medien/pressemitteilungen/2016/November/... Informationen zu den Forschungsprojekten der Netzwerkmitglieder
    http://www.uni-mannheim.de/diskursedigital Vollständiges Programm


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Gesellschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Sprache / Literatur
    überregional
    Forschungsprojekte, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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