Skulptur „Lampedusa I“ der Bildhauerwerkstatt Gallus geht an Hochschule Darmstadt

idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
09.11.2016 15:00

Skulptur „Lampedusa I“ der Bildhauerwerkstatt Gallus geht an Hochschule Darmstadt

Nico Damm Hochschulkommunikation
Hochschule Darmstadt

    Darmstadt. Die Skulptur „Lampedusa I“ ist der künstlerische Beitrag von straffällig gewordenen Jugendlichen aus der Frankfurter Bildhauerwerkstatt Gallus zum Fluchtdrama im Mittelmeer. Zu sehen ist die Skulptur künftig im Café „Cafete“ am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit der Hochschule Darmstadt (h_da) (Gebäude E 10, Adelungstraße 51-53, Obergeschoss).

    Im Rahmen einer Exkursion vor gut einem halben Jahr zur Bildhauerwerkstatt Gallus stießen die h_da-Professorinnen Lisa Niederreiter, Julika Bürgin und deren Studierende auf die dort ausgestellten Kunstwerke. Statt Sozialstunden zu leisten, arbeiten in der Werkstatt straffällig gewordene Jugendliche mit schwerem Gerät an Metall, Stein und Holz, um gemeinsam und unter professioneller künstlerischer Anleitung Skulpturen und Plastiken entstehen zu lassen. Mit dem Verkauf der Skulpturen tragen die Jugendlichen selbst zur Finanzierung der Bildhauerwerkstatt bei.

    „Lampedusa I“ entstand als Gemeinschaftsarbeit von vier Jugendlichen, die mit Klüpfel und Schnitzeisen einen Baumstamm zum Holzboot formten und aus Blechen mit dem Schweißbrenner die Silhouetten von Menschen entstehen ließen. Die Skulptur ist ihr Beitrag zur Fluchtkatastrophe im Mittelmeer, der Name des Kunstwerks bezieht sich auf die Insel, die Anlaufziel für viele Geflüchtete ist.

    „Als wir die Skulptur entdeckten, kam uns eine doppelte Idee“, sagt Prof. Dr. Lisa Niederreiter. „Wir wollten Kunst an unseren Fachbereich holen und damit potenzielle Adressatinnen und Adressaten Sozialer Arbeit finanziell unterstützen. Zugleich war es uns wichtig, ein Zeichen zu setzen gegen die tödlichen Folgen der Festung Europa und für die Aufnahme von Menschen auf der Flucht.“

    Die Anschaffungskosten von 800 Euro für die Skulptur sollen nun mit Spenden refinanziert werden. Hierfür kann Geld in den Sockel der Skulptur eingeworfen werden. Überschüssige Beträge werden an das Netzwerk „Watch the Med“ gegeben. Weitere Informationen zu Spendemöglichkeiten für die Skulptur „Lampedusa I“ finden sich hier:
    https://sozarb.h-da.de/studium/praxisprojekte/lampedusa/


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Gesellschaft, Pädagogik / Bildung
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Kooperationen
    Deutsch


    Prof. Dr. Julika Bürgin im Gespräch mit der h_da-Studierenden Sandra Mosebach und Petra Väth, Leiterin der Jugendkulturwerkstatt Frankenheim Gallus sowie Prof. Dr. Lisa Niederreiter (v.l.n.r.)


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay