idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
25.11.2016 10:18

Tagung: Wissenschaftler aus ganz Europa diskutieren über die europäische „Generation Z“

Gerhild Sieber Pressestelle der Universität des Saarlandes
Universität des Saarlandes

    „Die Generation Z in Europa“ lautet der Titel einer internationalen und interdisziplinären Tagung am 28. und 29. November, die das Europa-Kolleg CEUS, der Saarbrücker BWL-Lehrstuhl von Professor Christian Scholz und das Europainstitut (Sektion Wirtschaftswissenschaft) der Universität des Saarlandes in der Saarbrücker Villa Lessing veranstalten. Dabei werden Wirtschaftswissenschaftler, Soziologen, Marketing- und Generationenforscher sowie Psychologen aus ganz Europa über diese Generation der etwa ab 1990 Geborenen diskutieren und wissenschaftlich zu ergründen versuchen, ob es eine „europäische Generation Z“ gibt.

    Die Tagungsergebnisse werden bei einer öffentlichen Podiumsdiskussion am 29. November um 19 Uhr in der Saarbrücker Villa Lessing vorgestellt.

    Die Generation Z (etwa ab 1990/95) ist in unsichere Zeiten hineingeboren und kann sich eine Welt ohne Terrorismus und Krisen nicht vorstellen. Ebenso ist eine Welt ohne Internet, WLAN, Informationsbeschaffung und Kommunikation in Echtzeit für sie nicht denkbar. Zugleich wird sie als desillusionierte Generation beschrieben, „denn sie hat miterlebt, dass die Pläne ihrer Vorgängergeneration – der nach Work-Life-Balance strebenden Workaholics der Generation Y – nicht funktioniert haben“, sagt Christian Scholz, Professor für BWL, insb. Organisation, Personal- und Informationsmanagement, der die Generation Z seit Längerem erforscht. Die Konsequenz daraus sei eine realistische Sicht der Dinge, eine ausgeprägte Ich-Bezogenheit sowie die strikte Trennung von Privatleben und Beruf.

    Für viele ist die Generation Z ein weltweites Phänomen mit ähnlichen Merkmalen. Trotzdem gibt es landesspezifische Besonderheiten, beispielsweise ein stark ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis in Deutschland oder ein spezieller Umgang mit Jugendarbeitslosigkeit in Portugal und Spanien. Schließlich ist zu vermuten, dass auch Europa die Jugendlichen beeinflusst. Welche Einflüsse das sein könnten, und durch welche Merkmale sich die „Generation Z in Europa“ auszeichnet, will die Saarbrücker Tagung herausfinden. Wissenschaftler aus Deutschland, Bulgarien, Serbien, Großbritannien, Spanien, Portugal, der Schweiz, Russland und den Niederlanden werden dabei unter anderem folgende Fragen diskutieren: Inwiefern beeinflusst das (soziale/familiäre/wirtschaftliche etc.) Umfeld die Bildung bestimmter Wertemuster bei der Generation Z? Und, mit Blick auf die Zukunft in einer globalisierten Welt: Vor welchen Herausforderungen steht die Arbeitswelt mit dem Eintritt der Generation Z in das Berufsleben? Wie lassen sich in divers aufgestellten Unternehmen gegebenenfalls länderspezifische Generationsunterschiede besser nutzen (Stichwort „Diversity Management“)? Was müssen Unternehmen künftig tun, um möglichst effektiv auf den Generationenwechsel im Berufsleben zu antworten?

    Eine öffentliche Podiumsdiskussion findet am Dienstag, 29. November 2016, um 19 Uhr im Rahmen der Tagung statt (Villa Lessing, Lessingstr. 10, 66121 Saarbrücken). Dabei werden die Tagungsergebnisse vorgestellt. Diskussionsteilnehmer sind neben Prof. Christian Scholz und den Tagungsteilnehmern Dr. Aart Bontekoning (Haaren, NL), Daria Vyugina (Moskau) und Mariya Karaivanova (Sofia) der persönliche Referent des IHK-Hauptgeschäftsführers Christian Düppre sowie Jürgen Lenhof (Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, Leiter der Abteilung Mittelstand, Wirtschaftsförderung). Moderiert wird die Veranstaltung von dem Wirtschaftsjournalisten Wolfgang Wirtz-Nentwig. Alle Interessierten sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei. Um Anmeldung an veranstaltungen(at)villa-lessing.de wird gebeten.

    Die Tagung „Die Generation Z in Europa/The Generation Z in Europe“ wird mit Unterstützung der Villa Lessing – Liberale Stiftung Saar sowie mit Unterstützung des Internationalisierungsfonds der Universität durchgeführt.

    Kontakt:
    Anne Rennig
    Europa-Kolleg CEUS
    Tel.: 0681 302-4041
    E-Mail: ceus@uni-saarland.de
    http://www.uni-saarland.de/einrichtung/ceus.html


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
    Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Wirtschaft
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).