Arbeitsmarkt-Studie der ESCP Europe: Softskills gewinnen weiter an Bedeutung

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13.12.2016 12:23

Arbeitsmarkt-Studie der ESCP Europe: Softskills gewinnen weiter an Bedeutung

Désirée Tschernatsch Hochschulkommunikation
ESCP Europe Business School Berlin

    • Studierende und Unternehmen empfinden Softskills als gleichermaßen wichtig
    • Im Vergleich zu technischen Fähigkeiten messen Studierende dem Thema jedoch geringere Bedeutung bei als Personaler
    • Unternehmen legen mehr Wert auf Teamwork, Studierende auf das Thema Kommunikation

    Softskills gewinnen auf den internationalen Arbeitsmärkten zunehmend an Bedeutung. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Talent Management Institutes der Wirtschaftshochschule ESCP Europe, die nun veröffentlicht wurde.

    Die Studie, ein Gemeinschaftsprojekt der ESCP Europe Standorte Turin und Berlin, beschäftigte sich dabei mit der Frage, was genau Softskills sind, wie sich diese einteilen lassen und welche Bedeutung sie für die heutige Arbeitswelt haben. Dazu wurde eine Befragung unter Personalern und Studierenden der ESCP Europe durchgeführt, die sich zur Relevanz sogenannter „weicher“ Faktoren im Arbeitsleben äußern sollten. Die Fragen, die dabei im Vordergrund standen: Welche Bedeutung messen Studierende und Unternehmen dem Thema Softskills bei? Und gibt es eventuell Unterschiede zwischen verschiedenen Branchen, Sektoren sowie im internationalen Vergleich?

    Studierende empfinden Softskills weniger wichtig als Unternehmen

    Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Studierende und Unternehmen Softskills als wichtig im Berufsleben wahrnehmen. So gaben 94,6 % der Studierenden an, Softskills seien in ihrem letzten Praktikum wichtig bis sehr wichtig gewesen. Im Vergleich zu anderen, eher technischen Fähigkeiten, messen Studierende dem Thema jedoch eine geringere Bedeutung bei als Personaler. So geben unter den befragten Studierenden 31 Prozent an, dass sie das Thema Softskills als wichtig empfinden. Bei den Personalern sind es zum Vergleich 47 Prozent. Sehr wichtig schätzen es dagegen nur 2 Prozent der Studierenden, jedoch 48 Prozent der Personaler ein. „Hier liegt eine große Diskrepanz in der Wahrnehmung sogenannter „weicher Faktoren“, die sich teilweise auch in den Softskill-Präferenzen der jeweils befragten Gruppen widerspiegelt“, sagt Autorin Chiara Succi, Associate Professor für Strategy, Organizational Behavior and Human Resources.

    Auf Platz eins steht bei den Studierenden das Thema Kommunikationsfähigkeit, während Personaler Teamfähigkeit die höchste Bedeutung zumessen. Signifikante Unterschiede gibt es bei den Themen Konfliktmanagement sowie der Fähigkeit zum Netzwerken, die Studierende als bedeutsamer für ihr späteres Berufsleben wahrnehmen, wohingegen Personaler berufsethisches Verhalten, hohe Anpassungsfähigkeit, Kreativität und Innovation sowie ein kunden- und nutzerorientiertes Handeln ihrer Bewerber und Mitarbeiter höher schätzen. „Insgesamt kommen wir zu dem Ergebnis, dass sich die Bedeutung von Softskills in den letzten fünf bis zehn Jahren eindeutig erhöht hat, jedoch deutlich mehr in den Fokus von Unternehmen und Studierenden gerückt werden muss“, meint Co-Autorin Michaela Wieandt, Associate Researcher am Talent Management Institut und Karrierecoach an der ESCP Europe Berlin. Hierbei stünden jedoch nicht nur die Universitäten und Hochschulen in der Pflicht, ihre Absolventen auf die heutigen Anforderungen des internationalen Arbeitsmarktes vorzubereiten, sondern auch die Unternehmen selbst.

    Informationen zur Studie
    Die Studie wurden unter 300 Befragten (169 Studierende der ESCP Europe, 131 Personaler) im Zeitraum zwischen Oktober 2015 und Februar 2016 als Online-Befragung durch das Talent Management Institute der ESCP Europe an den Standorten Berlin (Deutschland) und Turin (Italien) durchgeführt. Bei den befragten Studierenden handelte es sich um eine Gruppe von 60 Italienern, 80 Deutschen sowie 29 Studierenden aus anderen Ländern, die größtenteils bereits über mehrmonatige, internationale Berufserfahrung verfügten. Die befragten Personaler kamen hauptsächlich aus internationalen und zu einem Drittel aus Unternehmen mit über 10.000 Mitarbeitern aus den Bereichen IT, Finanzen, Versicherung und Beratung, Industrie und Produktion sowie Konsumgüterindustrie.

    Informationen zu ESCP Europe Wirtschaftshochschule Berlin
    http://www.escpeurope.eu/de

    Über die ESCP Europe
    Die ESCP Europe, die weltweit älteste Wirtschaftshochschule (est. 1819), mit ihrem seit 1973 bestehenden Multi-Campus Modell in Berlin, London, Madrid, Paris, Turin und Warschau "lebt" und fördert aktiv den europäischen Gedanken. Heute hat die ESCP Europe rund 4.000 Studierende und 5.000 Executives aus über 90 Nationen an ihren sechs europäischen Standorten. Die ESCP Europe in Berlin ist als wissenschaftliche Hochschule staatlich anerkannt und bundesweit die erste Hochschule, die von allen drei wichtigen internationalen Akkreditierungs-agenturen – AACSB, AMBA und EFMD (EQUIS) – anerkannt wurde und damit die so genannte „Triple Crown“ erhalten hat. Als solche kann sie Abschlüsse verleihen, inklusive Doktortitel. Ihr Erfolg spiegelt sich auch in Rankings wider – im FT European Business School Ranking belegt die ESCP Europe regelmäßig Spitzenplätze.

    Ihre Pressekontakte:
    Dr. Claudia Rudisch
    Communication Manager

    ESCP Europe
    Heubnerweg 8-10
    D - 14059 Berlin
    Tel: +49 30 32007 145
    E-Mail: presse@escpeurope.de
    http://www.escpeurope.eu


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Studierende, Wirtschaftsvertreter
    Wirtschaft
    überregional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


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