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14.12.2016 14:05

Ein Zeitzeuge par excellence

Stephan Laudien Stabsstelle Kommunikation/Pressestelle
Friedrich-Schiller-Universität Jena

    Historiker der Universität Jena gibt Buch über den Hochschulpolitiker Walter Rüegg mit heraus

    „Seit Wissenschaft zur zukunftsichernden und zukunftgefährdenden Großmacht modernen Lebens geworden ist, wird ihr Stammsitz, die Universität, mit wechselnden Kritiken und Reformbemühungen bombardiert.“ – Immer wieder hat sich Walter Rüegg engagiert und streitbar in die Diskussionen um die Ausrichtung der deutschen und europäischen Universitäten eingemischt. Der 1918 in Zürich geborene Altphilologe und Soziologe lehrte ab 1961 als ordentlicher Professor Soziologie in Frankfurt/M. und stand der Frankfurter Universität zwischen 1965 und 1970 als Rektor vor. 1967/68 war Rüegg Präsident der Westdeutschen Rektorenkonferenz. Einen Namen machte sich Rüegg zudem, als er nach seiner Emeritierung eine vierbändige „Geschichte der Universität in Europa“ herausgab.

    „Walter Rüegg hat sich wissenschaftlich und bildungspolitisch wie kaum ein anderer für die Entwicklung der europäischen Universität eingesetzt“, sagt Prof. Dr. Joachim Bauer von der Universität Jena. Gemeinsam mit der langjährigen Mitarbeiterin Walter Rüeggs, der Schweizer Soziologin Ruth Meyer Schweizer, und unterstützt von Andreas Neumann, hat Bauer das Buch „Zwischen Hochschule und Öffentlichkeit“ herausgegeben. Es trägt den Untertitel „Beiträge aus 50 Jahren Universitätsgeschichte und Hochschulpolitik“ und vermittelt Einblicke in das Schaffen Walter Rüeggs ebenso wie in die Entwicklung der europäischen Universitäten in den letzten 50 Jahren.

    Wie Joachim Bauer, der Leiter des Universitätsarchivs Jena, sagt, könne Rüegg als Zeitzeuge par excellence angesehen werden, da er die hochschulpolitischen Debatten der Jahrzehnte nach Kriegsende mit geführt und nicht selten mit geprägt hat.

    In den Texten des neuen Buches geht es um Hochschulpolitik und Hochschulreform sowie Universitätsgeschichte. Dabei werden der „Mythos der Humboldtschen Universität“ und die „Studentische Revolte 1968“ ebenso verhandelt wie die Zukunftsvision des Wissenschaftsrates. Letzteres hat Rüegg ironisch „Des Kaisers neue Kleider“ überschrieben.

    Ein Kapitel des Buches behandelt dezidiert die Auswahl der vorliegenden Texte. Das Besondere daran: Walter Rüegg war selbst beteiligt, das vorhandene Material zu sichten und für die Publikation auszuwählen. Das Buch selbst konnte Rüegg nicht mehr in Augenschein nehmen: Der engagierte Hochschulpolitiker und Wissenschaftler starb im April 2015 in der Schweiz.

    Bibliografische Angaben:
    Joachim Bauer, Ruth Meyer Schweizer (Hg.) „Zwischen Hochschule und Öffentlichkeit. Beiträge aus 50 Jahren Universitätsgeschichte und Hochschulpolitik von Walter Rüegg“, Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2016, 333 Seiten, 59 Euro, ISBN: 978-3-515-11500-1

    Kontakt:
    apl. Prof. Dr. Joachim Bauer
    Archiv der Friedrich-Schiller-Universität Jena
    Bibliotheksplatz 2, 07743 Jena
    Tel.: 03641 / 940090
    E-Mail: joachim.bauer[at]uni-jena.de


    Weitere Informationen:

    http://www.uni-jena.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Geschichte / Archäologie, Politik
    überregional
    Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


    Das Cover der neuen Publikation.


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