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23.12.2016 10:34

Prof. Dr. Bernhard Spengler erhält Fresenius-Preis

Lisa Dittrich Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Justus-Liebig-Universität Gießen

    Gesellschaft Deutscher Chemiker würdigt mit der Medaille in Gold die hervorragenden wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der Analytischen Chemie

    Die erfreuliche Nachricht erreichte den Gießener Chemiker kurz vor Weihnachten: Prof. Dr. Bernhard Spengler vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) erhält für seine hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) den Fresenius-Preis. Die feierliche Übergabe des mit 7.500 Euro dotierten Preises soll im Rahmen der Feierlichkeiten (Wissenschaftsforum Chemie) zum 150-jährigen Bestehen der GDCh im September 2017 in Berlin stattfinden.

    Prof. Spengler, Jahrgang 1960, hat sich national und international in herausragender Weise um die Weiterentwicklung der bioanalytischen Massenspektrometrie verdient gemacht. Durch seine langjährige Mitgliedschaft im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Massenspektrometrie habe sich diese zu einer Wissenschaftsvereinigung von herausragendem internationalem Rang entwickelt, betont die Präsidentin der GDCh Prof. Dr. Thisbe K. Lindhorst in ihrer schriftlichen Würdigung.

    Der Gießener Chemiker, der seit dem Jahr 2000 an der JLU lehrt und forscht, ist jedoch nicht nur Anwender der Massenspektrometrie, sondern vor allem Methoden- und Instrumentenentwickler. Erst kürzlich hat Prof. Spengler mit einer weltweit einzigartigen, unter seiner Federführung entwickelten Untersuchungsmethode auf sich und sein Gießener Team aufmerksam gemacht. Diese Methode vereint die Vorteile von Mikroskop und Massenspektrometer: Mit einem neuen Gerät, das die Arbeitsgruppe kürzlich auch in der renommierten Fachzeitschrift „Nature Methods“ vorgestellt hat, lassen sich unzählige Stoffe dank Massenspektrometrie in biologischem Gewebe nachweisen und in ihrem chemischen Aufbau entschlüsseln. Gleichzeitig gelingt wie mit einem Mikroskop die bildliche Darstellung der Stoffe in ihrer Anordnung im Gewebe – erstmals auch innerhalb einzelner Zellen. Unterschiedliche Disziplinen innerhalb des lebenswissenschaftlichen Schwerpunkts der JLU profitieren von dieser Technik.

    Fresenius-Preis (Medaille in Gold)

    Der Fresenius-Preis wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich besondere Verdienste um die
    wissenschaftliche Entwicklung und um die Förderung der analytischen Chemie erworben
    haben. Der Preis erinnert an Carl Remigius Fresenius (1818 – 1897), der als Begründer der modernen analytischen Chemie gilt. Zur Universitätsstadt Gießen gibt es eine ganz besondere Verbindung: Als Schüler des Namensgebers der Universität, Justus Liebig, hat Fresenius in dessen Gießener Institut – in dem heute das Liebigmuseum untergebracht ist – unter anderem den sogenannten Kationen-Trennungsgang für den systematischen Nachweis von chemischen Stoffen entwickelt. Später begründete Fresenius auf seinen in Gießen gewonnenen Erkenntnissen aufbauend und nach Liebigs Vorbild das „Chemische Labororatorium Fresenius Wiesbaden“, aus dem das heutige SGS Institut Fresenius hervorgegangen ist.

    Kontakt

    Prof. Dr. Bernhard Spengler, Institut für Anorganische und Analytische Chemie der JLU
    Heinrich-Buff-Ring 17, 35392 Gießen
    Telefon: 0641 99-34800/1
    E-Mail: Bernhard.Spengler@anorg.chemie.uni-giessen.de

    Die 1607 gegründete Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ist eine traditionsreiche Forschungsuniversität, die rund 28.000 Studierende anzieht. Neben einem breiten Lehrangebot – von den klassischen Naturwissenschaften über Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Gesellschafts- und Erziehungswissenschaften bis hin zu Sprach- und Kulturwissen¬schaften – bietet sie ein lebenswissenschaftliches Fächerspektrum, das nicht nur in Hessen einmalig ist: Human- und Veterinärmedizin, Agrar-, Umwelt- und Ernährungswissenschaften sowie Lebensmittelchemie. Unter den großen Persönlichkeiten, die an der JLU geforscht und gelehrt haben, befindet sich eine Reihe von Nobelpreisträgern, unter anderem Wilhelm Conrad Röntgen (Nobelpreis für Physik 1901) und Wangari Maathai (Friedensnobelpreis 2004). Seit 2006 wird die JLU sowohl in der ersten als auch in der zweiten Förderlinie der Exzellenzinitiative gefördert (Excellence Cluster Cardio-Pulmonary System – ECCPS; International Graduate Centre for the Study of Culture – GCSC).


    Weitere Informationen:

    http://www.gdch.de/preise
    https://www.uni-giessen.de/fbz/fb08/Inst/iaac/spengler


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Chemie
    überregional
    Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


    Prof. Dr. Bernhard Spengler


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