25 Jahre Licht als Werkzeug

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30.01.2017 08:56

25 Jahre Licht als Werkzeug

Britta Opfer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Photonische Technologien e. V.

    Gemeinsam mit Gästen aus Forschung, Wirtschaft und Politik feierte das Leibniz-Institut für Photonische Technologien (IPHT) am Freitag (27. Januar) sein 25-jähriges Institutsjubiläum mit einem Festakt im Volksbad Jena. Das IPHT, am 01.01.1992 zunächst unter dem Namen Institut für Physikalische Hochtechnologie gegründet, übernimmt heute auf nationaler und internationaler Ebene eine zentrale Rolle bei der Erforschung von photonischen Lösungen für Fragestellungen aus den Bereichen Gesundheit, Medizin, Umwelt und Sicherheit.

    „Mit unserem Profil „Photonics for Life“ betreiben wir Forschung von den Grundlagen bis hin zu Verfahren und Systemen mit Anwendungsperspektive.“ so Prof. Jürgen Popp, Leibniz-Direktor des IPHT. „Indem wir Licht als Werkzeug benutzen, haben wir die Möglichkeit scheinbar Unsichtbares sichtbar zu machen, es zu analysieren und zu visualisieren. Aus diesem Erkenntnisprozess erhalten wir wichtige Impulse für unsere Forschung sowie für die daraus resultierenden Licht-basierten Lösungsansätze, die das Leben sicherer und gesünder machen.“

    In seinem Grußwort würdigte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow das Leibniz-IPHT als Inkubator für Ideen und Fortschritt. Zu den wissenschaftlichen Erfolgen des Instituts zählen zum Beispiel hochempfindliche Sensoren, die die Oberflächentemperatur des Mars messen und die Etablierung spektroskopischer Verfahren zur schnellen Vor-Ort Infektionsdiagnostik. „Die Licht-basierten Verfahren, die wir zusammen mit dem IPHT erforschen, sind von ausschlaggebender Bedeutung für die Verbesserung der Infektionsdiagnostik.“ erläutert Prof. Michael Bauer, Direktor der Klinik Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Jena, das Anwendungspotential der Technologie. Der langjährige Kooperationspartner des Leibniz-IPHT betont das große Potential photonischer Infektionsdiagnostik: “Spektroskopische Verfahren haben gegenüber den üblichen Kultur-basierten Verfahren einen großen Vorteil: Mit ihnen erhalten wir die benötigten Informationen über die Erreger viel schneller als bisher. Damit gewinnen wir einen entscheidenden Zeitvorteil, der zum Beispiel Sepsis-Patienten das Leben retten kann.“
    Popp, der das Institut seit 2006 leitet, bekräftigt: „Unsere Erfolge verdanken wir sowohl der herausragenden technologischen Ausstattung, vor allem der modernen Fasertechnologie und Mikro/Nanotechnologie, als auch der wissenschaftlichen Expertise der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts. Ihre Motivation und ihr Engagement machen das IPHT auch in Zukunft zu einem Ort, an dem Ideen geboren werden.“
    Seine persönlichen Glückwünsche zum 25. Geburtstag des Instituts überbrachte Prof. Matthias Kleiner. Der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, der das IPHT seit 2014 angehört, blickt mit Neugier in die Zukunft des Instituts. „Das IPHT besitzt Vorbildfunktion für die gesamte Leibniz-Gemeinschaft. Es arbeitet hochgradig interdisziplinär, kooperiert mit zahlreichen akademischen Einrichtungen und Partnern aus der Wirtschaft und kombiniert in idealer Weise erkenntnisorientierte Grundlagenforschung mit dem Anspruch zur Anwendung. Damit sehe ich das Institut für die Herausforderungen der Zukunft hervorragend aufgestellt.“
    Zur Veranstaltung im Volkshaus kamen 300 Gäste, darunter zahlreiche Vertreter aus Forschung, Wirtschaft und Politik wie der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow und Jenas Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter. Institutsdirektor Popp nutzte den feierlichen Rahmen, um ein neues Institutslogo sowie den neuen Internetauftritt des Leibniz-IPHT vorzustellen.


    Weitere Informationen:

    http://www.leibniz-ipht.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Biologie, Chemie, Energie, Medizin, Physik / Astronomie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Organisatorisches
    Deutsch


    Moderator Andreas Fritsch (MDR) im Gespräch mit Prof. Michael Bauer, Dr. Bernd Ebersold, Prof. Jürgen Popp, Prof. Matthias Kleiner und Klaus Berka (v.l.n.r.).


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