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03.02.2017 14:01

Promotionskolleg Digitalisierung von Uni Würzburg, HAW Würzburg und OTH Regensburg gestartet

Dipl. Journalistin, MBA Diana Feuerer Hochschulkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg

    Die Universität Würzburg, die OTH Regensburg und die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt haben am Donnerstag, 2. Februar 2017, das gemeinsame Promotionskolleg „Digitalisierung“ mit Wirkung zum 1. Januar gestartet. Das Kolleg ist eines von insgesamt sechs, die es künftig unter Trägerschaft verschiedener Universitäten und Hochschulen in Bayern geben wird. Alle Kollegs sind unter dem Dach des Bayerischen Wissenschaftsforums (BayWISS) organisiert und werden durch das bayerische Wissenschaftsministerium gefördert. Sie etablieren das Modell der Verbundpromotion als Weiterentwicklung der kooperativen Promotion.

    Kooperativ und strukturiert: Unter diesen beiden Schlagworten haben die Universität Würzburg, die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) und die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) am Donnerstag, 2. Februar 2017, ein gemeinsames Promotionskolleg mit Wirkung zum 1. Januar gestartet. An der Universität Würzburg unterschrieben die Präsidenten der drei Hochschulen die entsprechende Geschäftsordnung.

    Ungewöhnlich und neu daran: In dem Promotionskolleg arbeiten Betreuer und Promovierende von Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Universitäten gleichberechtigt und gemeinsam an wissenschaftlichen Projekten – kooperativ eben – unter Ausschöpfung der spezifischen Kompetenzen der Partner. Die Promovierenden erfahren auf diesem Weg eine Betreuung durch ein Komitee und erhalten ein klar definiertes, strukturiertes Programm, das sie auf spätere Aufgaben in Wissenschaft und Industrie gleichermaßen vorbereitet.

    Das Kolleg ist offen für eine Beteiligung von weiteren bayerischen Hochschulen. Es stützt sich auf die Erfahrungen mit der strukturierten Promotion, die seit zehn Jahren an den Graduiertenschulen der Universität Würzburg gesammelt wurden, und wird daher an der Graduiertenschule für Wissenschaft und Technologie angesiedelt.

    Das Promotionskolleg „Digitalisierung“

    Das neue Promotionskolleg steht unter der Überschrift „Digitalisierung“ und ist damit offen für eine Vielzahl von Forschungsthemen. So können zum Beispiel Studierende der OTH Regensburg sichere Software für den Pkw der Zukunft entwickeln oder FHWS-Studierende digitale Produktion oder gesellschaftliche Aspekte der Digitalisierung erforschen genauso wie Absolventen des Studiengangs „Games Engineering“ der Universität im Verbund an ihrer Promotion arbeiten.

    Aufgenommen werden herausragende promotionsbefähigte Absolventen insbesondere der Hochschulen für angewandte Wissenschaften, die zu Themen der Digitalisierung forschen. Sie erhalten spezielle Angebote zur Förderung ihrer akademischen und berufsbezogenen Qualifikation bis hin zur Promotion. Die Betreuung teilen sich Universität und Hochschulen für angewandte Wissenschaften paritätisch.

    Stimmen der Beteiligten

    „Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften große Talente vorhanden sind. Ich bin froh darüber, dass wir diesen Talenten jetzt einen organisatorischen Pfad hin zu einer Promotion in dem weiten Sektor der Informatik bieten können.“ Mit diesen Worten begrüßte Unipräsident Professor Alfred Forchel den Start des neuen Verbundprojekts.

    Von einem „Meilenstein vor dem Hintergrund einer dynamischen Diskussion um den Zugang zur Promotion für die Absolventen von Hochschulen für angewandte Wissenschaften“ sprach Professor Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg. Das bayerische Modell vereine die Stärken beider Systeme in sich und biete die Chance, Synergieeffekte zu erzielen und Ressourcen zu konzentrieren.

    „Ein großer Schritt in die richtige Richtung“: So bezeichnete Professor Robert Grebner, Präsident der FHWS die Vertragsunterzeichnung. Er sei froh darüber, dass das Kolleg in dem Bereich der Digitalisierung angesiedelt sei. Schließlich sei dieses Thema für die Zukunft Bayerns von entscheidender Bedeutung. Nun stünden die Beteiligten in der Verantwortung, diesen Bereich „nach vorne zu bringen“, so Grebner.

    Sechs Promotionskollegs in Bayern

    Sechs solcher Promotionskollegs wird es zukünftig in Bayern zu Kernthemen der bayerischen Hochschulforschung unter Trägerschaft verschiedener Universitäten und Hochschulen geben. Alle Kollegs sind unter dem Dach des Bayerischen Wissenschaftsforums – BayWISS – organisiert und werden durch das bayerische Wissenschaftsministerium gefördert. Sie etablieren das Modell der Verbundpromotion als Weiterentwicklung der kooperativen Promotion: strukturiert, transparent, paritätisch.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    jedermann
    fachunabhängig
    überregional
    Organisatorisches, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


    Auf dem Foto (v.l.): Prof. Dr. Robert Grebner, Präsident der FHWS, Prof. Dr. Alfred Forchel, Präsident der Uni Würzburg, und Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg.


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