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10.02.2017 11:29

Arbeiten in der Wolke: Die Plattformökonomie und ihre Folgen für das Arbeits- und Sozialrecht

Frank Seiß Öffentlichkeitsarbeit
ISF München - Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V.

    Über AirBnB ein Zimmer buchen, über Uber ein Taxi bestellen oder über Spotify Musik hören: Plattformen bilden ein zentrales Moment der digitalen Ökonomie. Aber sie revolutionieren nicht nur die klassischen Geschäftsmodelle, sondern zunehmend auch die Organisation von Arbeit und Wertschöpfung. Die Veranstaltung „Arbeiten in der Wolke – Arbeits- und sozialrechtliche Implikationen der Plattformökonomie“ greift die Folgen dieser Entwicklung auf. Zum Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion am 16. Februar 2017 laden wir Sie ab 18.00 herzlich nach München in die Bayerische Akademie der Wissenschaften, Alfons-Goppel-Straße 11, ein.

    Plattformen wie Upwork, clickworker oder Amazon Mechanical Turk ermöglichen Unternehmen, über die Cloud unterschiedlichste Arbeitsaufträge flexibel und „on demand“ an Freelancer oder eine unbestimmte Menge von Internetnutzern, die Crowd, zu vergeben und in ihre Wertschöpfungsprozesse zu integrieren. Die ausgeschriebenen Tätigkeiten bilden ein breites Spektrum ab und reichen von kleinteiligen Unterstützungsaufgaben bis hin zu hochqualifizierten Spezialistentätigkeiten. Ein klassisches Beschäftigungsverhältnis müssen die Unternehmen hierfür nicht eingehen.

    Diese Neuorganisation von Arbeit über digitale Plattformen birgt disruptives Potenzial, weil sie die grundlegenden Regulationen des Arbeits- und Sozialrechts, auf die man sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland verständigt hat, tangiert. Der Arbeitnehmerstatus und seine Schutzrechte kommen auf den Prüfstand. Über die gesamtgesellschaftliche Brisanz dieser Entwicklung, die Folgen für unser Sozialsystem und die Möglichkeiten, auch in der „Gig Economy“ Arbeit im Sinne der Menschen zu gestalten, wollen wir im Rahmen dieser Veranstaltung mit Ihnen diskutieren.

    Die Keynote wird Univ.-Prof. Mag. Dr. Martin Risak vom Institut für Arbeits- und Sozialrecht an der Universität Wien halten. Auf dem Podium diskutieren neben Prof. Dr. Risak Vanessa Barth, Bereichsleiterin FB Zielgruppen und Gleichstellung, IG Metall Vorstand, Victoria Ringleb, Geschäftsführerin Allianz deutscher Designer (AGD) e.V., und Markus Steinhauser, Head of Operations, Testbirds GmbH. M.A. Elisabeth Vogl, Wissenschaftlerin am ISF München, führt in das Thema „Arbeiten auf digitalen Plattformen“ ein. Moderiert wird die Veranstaltung von PD Dr. Andreas Boes, Vorstandsmitglied des Instituts für Sozialwissenschaftliche Forschung (ISF München) e.V. und Mitglied des MCIR-Board.

    Anmeldung
    http://mcir.digital/events/arbeiten-in-der-wolke-arbeits-und-sozialrechtliche-im...

    Kontakt
    Dr. Markus Anding, Munich Center for Internet Research, Bayerische Akademie der Wissenschaften, Alfons-Goppel-Straße 11, +49 (0)177 5630950, anding@mcir.digital

    Ansprechpartner für die Presse
    Frank Seiß, ISF München, +49 (0)89 272921-78, frank.seiss@isf-muenchen.de, http://www.isf-muenchen.de
    Dr. Isabel Leicht, Bayerische Akademie der Wissenschaften, Pressestelle, +49 (0)89 230311336, leicht@badw.de
    Dr. Jutta Witte, Journalistenbüro Surpress GbR, +49 (0)7472 9487769, jmlwitte@aol.com, http://www.surpress.org

    Zum MCIR
    Das Munich Center for Internet Research (MCIR) ist ein interdisziplinäres Forschungszentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und untersucht die Auswirkungen des Internet auf Gesellschaft und Wirtschaftsleben. Initiatoren des MCIR sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Angewandte und Integrierte Sicherheit, des Instituts für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V. (ISF München), der LMU München, des Max-Planck-Instituts für Innovation und Wettbewerb, der TU München und der Universität der Bundeswehr München.

    Das MCIR führt die Veranstaltungsreihe „Internet und Gesellschaft“ durch, in der internationale Expertinnen und Experten im Monatsturnus verschiedene Aspekte des Zusammenspiels von Digitalisierung und Gesellschaft thematisieren. Das ISF München ist durch PD Dr. Andreas Boes im Board vertreten und an den Forschungsprojekten am MCIR beteiligt.


    Weitere Informationen:

    http://www.isf-muenchen.de Das ISF München
    http://mcir.digital/ Das Munich Center for Internet Research (MCIR)
    http://www.badw.de/die-akademie.html Die Bayerische Akademie der Wissenschaften


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Gesellschaft, Informationstechnik, Politik, Recht, Wirtschaft
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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