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23.02.2017 15:16

Das Bundesinstitut für Risikobewertung - Eine vertrauensvolle Instanz

Dr. Suzan Fiack Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

    Das Bundesinstitut für Risikobewertung - Eine vertrauensvolle Instanz des gesundheitlichen Verbraucherschutzes

    Ergebnisse der 4. BfR-Stakeholder- und Bevölkerungsbefragung zum gesundheitlichen Verbraucherschutz in Deutschland

    15 Jahre nach seiner Gründung ist das Bundesinstitut für Risikobewertung im Bewusstsein der Fachwelt fest verankert. Und in der Bevölkerung werden das Institut und seine Arbeit ebenfalls immer bekannter. Das belegt die 2016 durchgeführte 4. Evaluation zum gesundheitlichen Verbraucherschutz in Deutschland. So kennt ein Drittel der Bevölkerung das BfR dem Namen nach, 87 Prozent der befragten Expertinnen und Experten aus den Bereichen Politik, Wissenschaft, Medien sowie den Wirtschafts- und Verbraucherverbänden ist der Name BfR vertraut. „Was uns aber besonders freut: Die meisten Fachleute und Bürger, die uns kennen, schätzen unser Haus“, kommentierte BfR Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel die Umfrageergebnisse. “Unsere Arbeit wird von der großen Mehrheit der Experten als gesellschaftlich relevant betrachtet. Die Fachleute bewerten unsere Arbeit als wissenschaftlich unabhängig und stufen unsere Ergebnisse und Informationen als vertrauenswürdig ein.“ Seit seiner Gründung befragt das BfR in einem vierjährigen Rhythmus rund 1000 repräsentativ ausgewählte deutschsprachige Personen und 400 Expertinnen und Experten zu allgemeinen Themen des gesundheitlichen Verbraucherschutzes sowie zur Arbeit des BfR.

    Die Umfrage von 2016 richtete sich verstärkt auf Fragen zum Informationsverhalten und zur Einschätzung von Informationsquellen. Dabei stellte sich heraus, dass die Bevölkerung durchaus interessiert ist an Informationen zu gesundheitlichen Risiken von Lebensmitteln, rund 45 Prozent sucht häufig aktiv danach. Produktinformationen auf Verpackungen und in Gebrauchsanweisungen werden von fast drei Vierteln der Befragten zumindest gelegentlich gelesen. Mehr als die Hälfte stört sich gelegentlich oder häufig an der medialen Übertreibung von Gesundheitsgefahren, die von Lebensmittel ausgehen können. Insgesamt werden Medien in der Bevölkerung im Vergleich zu anderen Informationsquellen, wie beispielsweise Ärzten, als wenig vertrauenswürdig eingeschätzt.

    Gleichwohl hinterlässt die oft negative Berichterstattung über die Sicherheit von Lebensmitteln ihre Spuren im Bewusstsein der Bevölkerung. So werden Lebensmittel von Bürgerinnen und Bürgern am zweithäufigsten bei der Frage nach den größten gesundheitlichen Risiken für den Verbraucher genannt. In einer ungesunden Lebensweise sehen nur knapp 17 Prozent ein ernstzunehmendes gesundheitliches Risiko. Anders bei den Fachleuten: Eine ungesunde Lebensweise wird von ihnen am häufigsten als eines der größten gesundheitlichen Risiken aufgeführt, gefolgt von Umweltverschmutzung und Klimawandel. Aber auch fast 30 Prozent der 400 befragten Expertinnen und Experten zählen Lebensmittel zu den größten gesundheitlichen Risiken. Aufgeteilt nach Expertengruppen zeigt sich, dass Fachleute aus dem Bereich Politik Lebensmittel besonders häufig zu den größten Risiken zählen (41 Prozent), gefolgt von den Vertreterinnen und Vertretern der Verbraucherverbände (32 Prozent) und der Medien (25 Prozent).

    Ein weiterer Aspekt der Befragung von Bevölkerung wie Expertinnen und Experten war die Erinnerung an zentrale Themen des gesundheitlichen Verbrauchschutzes der letzten Jahre. An Aluminium in Körperpflegeprodukten und den Pflanzenschutzmittelwirkstoff Glyphosat erinnerten sich gut drei Viertel der Befragten aus der Bevölkerung und 99 Prozent der Expertinnen und Experten. Das Thema Arsen in Reis und Reisprodukten war hingegen weniger präsent. Die Bevölkerung wurde zudem zur gefühlten Bedrohung und Verhaltensänderungen im Zusammenhang mit diesen Themen befragt. Nur ein Teil der Befragten, der sich an das jeweilige Thema erinnern konnte (ein Fünftel bei Arsen in Reis, ein Viertel bei Glyphosat, ein Drittel bei Aluminium in Körperpflegemitteln) fühlte sich dadurch stark oder sehr stark in seiner Gesundheit bedroht. Von allen Befragten, die sich durch Aluminium in Körperpflegeprodukten bedroht fühlten, änderten 89 Prozent als Reaktion ihr Verhalten. Im Falle von Reis und Arsen änderten rund zwei Drittel derer, die sich dadurch bedroht fühlten, ihr Verhalten, bei Glyphosat war es knapp die Hälfte.

    Die 4. BfR-Stakeholder- und Bevölkerungsbefragung ist unter dem Titel „BfR-Stakeholder- und Bevölkerungsbefragung: Vierte Evaluation zum gesundheitlichen Verbraucherschutz in Deutschland“ DOI 10.17590/20170202-135216 in der Reihe BfR-Wissenschaft erschienen.

    Über das BfR

    Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.

    In diesem Jahr feiert das BfR sein 15-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass hat das BfR eine Jubiläumsbroschüre herausgegeben, die unter http://www.bfr.bund.de/de/publikation/broschueren-660.html kostenlos heruntergeladen oder bestellt werden kann.

    06/2017, ende bfr-p


    Weitere Informationen:

    http://www.bfr.bund.de/cm/350/bfr-stakeholder-und-bevoelkerungsbefragung-vierte-... BfR-Wissenschaft 01/2017


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


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