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08.03.2017 17:42

"Menschenschmuggel zwischen Pakistan und Europa": Interviewangebot mit Ali Nobil Ahmad (ZMO)

Yasser Mehanna Leibniz-Zentrum Moderner Orient (ZMO)
Geisteswissenschaftliche Zentren Berlin e.V. (GWZ)

    Ali Nobil Ahmad stellt die These in Frage, Migration sei in erster Linie durch ökonomische Überlegungen motiviert, sondern untersucht auch die Rolle von Maskulinität, Irrationalität und Sexualität. Soeben hat Dr. Ahmad, Mitarbeiter am Leibniz-Zentrum Moderner Orient (ZMO), den German Peace Prize des Karachi Literature Festivals für sein Buch „Masculinity, Sexuality and Illegal Migration. Human Smuggling from Pakistan to Europe“ erhalten. Auf Grundlage zahlreicher Interviews mit pakistanischen Einwanderern in Großbritannien und Italien analysiert Ahmad hier das Phänomen illegaler Migration zwischen Pakistan und Europa.

    Die größten pakistanischen Gemeinden in Europa sind jene in Großbritannien und Italien. Auf der Grundlage von insgesamt 56 Interviews mit hauptsächlich männnlichen Migranten aus beiden Gemeinden und einer weitreichenden Feldforschung untersucht ZMO-Mitarbeiter Dr. Ali Nobil Ahmad in seinem Buch „Masculinity, Sexuality and Illegal Migration. Human Smuggling from Pakistan to Europe“ die Motivationsfaktoren hinter der Arbeitsmigration von Pakistanis von den 1960er Jahren bis zur Jahrhundertwende. Ahmad argumentiert, dass die wissenschaftliche Forschung es bislang versäumt hat, auch andere Motivationsfaktoren hinter der Immigration von Pakistanis nach Europa, jenseits von rationalen ökonomischen Überlegungen und konfliktbedingten Bedrohungen, zu berücksichtigen. In seinem Buch zeichnet Ahmad eine komplexere Lage von Migrationsmotiven, die nicht in der Asylgesetzgebung verschiedener EU-Länder wiederzufinden ist. Ahmad stützt sich dazu auf die psychoanalytische Soziologie und untersucht hier die Rolle von Maskulinität, Irrationalität und die Suche bzw. den Wunsch nach sexueller Erfüllung und Abenteuer als mögliche Einflussfaktoren.

    Für seine Forschungsarbeit erhielt Dr. Ali Nobil Ahmad im Februar 2017 den dritten Platz des Karachi Literature Festival German Peace Prize. Der KLF German Peace Prize ist Teil des gleichnamigen jährlichen Literaturfestivals und wird gemeinsam vom deutschen Generalkonsulat in Karachi und der Deutschen Botschaft in Islamabad verliehen. Ausgezeichnet werden AutorInnen aus Pakistan, die mit ihrer Roman- oder Sachliteratur zu Frieden, Toleranz und Völkerverständigung beitragen.

    Dr. Ali Nobil Ahmad ist Journalist und Wissenschaftler zum Spezialgebiet Pakistan und pakistanische Diaspora. Am Leibniz-Zentrum Moderner Orient verfolgt er im Bereich „Ressourcenpolitik“ sein Forschungsprojekt „Ideologie und Ökologie in Pakistan“.

    Ali Nobil Ahmad steht für Interviews auf Englisch zur Verfügung. Für Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an yasser.mehanna@zmo.de.


    Weitere Informationen:

    http://www.karachiliteraturefestival.org/peaceprize
    https://www.routledge.com/Masculinity-Sexuality-and-Illegal-Migration-Human-Smug...
    https://www.zmo.de/forschung/projekte_2014_2019/ahmad_pakistan.html
    https://www.zmo.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Philosophie / Ethik, Verkehr / Transport, Wirtschaft
    überregional
    Wettbewerbe / Auszeichnungen, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


    www.zmo.de


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