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10.03.2017 13:07

Internationale Meereis-Forschungselite berät im Deutschen Schiffahrtsmuseum

Ralf Röchert Kommunikation und Medien
Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

    Presseeinladung für Montag, den 27. März 2017

    Wissenschaftler diskutieren in Bremerhaven über bessere Vorhersagen zur Meereisentwicklung und stehen für Interviews zur Verfügung

    Bremerhaven, 10. März 2017. Jedes Jahr im März erreicht die Meereisdecke der Arktis ihre größte Ausdehnung. In diesem Jahr fiel der Flächenwert im Vormonat Februar so niedrig aus wie nie zuvor in der 38-jährigen Satellitenbeobachtung. Negativ-Rekordmeldungen kommen auch aus der Antarktis. Dort schrumpfte die Meereisdecke im Februar ebenfalls auf ein Minimum, wie es zu diesem Zeitpunkt im Jahr bisher nicht von Satelliten beobachtet wurde.

    Die Gesellschaft erwartet genaue Vorhersagen der Meereisentwicklung
    Welche Bedeutung diese Rückgänge für die langfristige Meereisentwicklung haben und wie sie sich durch Klimamodelle besser vorhersagen lassen, beraten die international führenden Meereis-Forscher vom 27. bis 30. März auf dem „Polar Prediction Workshop 2017“ im Deutschen Schiffahrtsmuseum, Bremerhaven. Das Organisationsteam vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) erwartet rund 80 Teilnehmer, die sich vor allem zu Fragen der Meereisvorhersage, zur Weiterentwicklung des Methodenwettbewerbs „Sea Ice Outlook“ und zum anstehenden "Jahr der polaren Vorhersagen" austauschen werden.

    „Sowohl die Bewohner der Arktis als auch all jene, die sie als Wasserstraße, Fischereigebiet oder Rohstoffquelle nutzen, brauchen verlässliche Vorhersagen, um sicher agieren zu können. Aus diesem Grund werden wir den Workshop intensiv nutzen, um alte und neue Vorhersagemethoden zu diskutieren, Beobachtungslücken zu identifizieren und Wege zu finden, wie wir sowohl kurzfristige als auch langfristige Meereisentwicklungen treffsicher vorhersagen können“, sagt Organisator und AWI-Klimaphysiker Dr. Helge Gößling.

    Zu den vortragenden Experten zählen u.a. die Vorhersage-Spezialistinnen Julienne Stroeve (University College London) und Cecilia Blitz (Washington University). Letztere wird am Montag, den 27. März 2017, um 10:30 Uhr die Konferenz mit der alle zwei Jahre stattfindenden Alfred Wegener Lecture eröffnen und darin die Fortschritte und Herausforderungen in der Meereis-Vorhersage vorstellen.

    Die deutsche Meereisforschung und -modellierung vertreten neben Dr. Helge Gößling unter anderem Prof. Dr. Thomas Jung (AWI), Dr. Dirk Notz (Max-Planck-Institut für Meteorologie), Prof. Dr. Lars Kaleschke (Universität Hamburg) sowie Prof. Dr. Christian Haas, Dr. Marcel Nicolaus, Dr. Frank Kauker und Dr. Monica Ionita-Scholz (alle AWI).

    Medienvertreter sind am ersten Konferenztag eingeladen

    Pressevertreter, die diesen Workshop für Interviews oder Hintergrundgespräche mit den Wissenschaftlern nutzen wollen, sind am Montag, den 27. März 2017, von 10 bis 18 Uhr ganz herzlich in das Deutsche Schiffahrtsmuseum Bremerhaven (www.dsm.museum ) eingeladen.

    Um eine Anmeldung via E-Mail (medien(at)awi.de) wird gebeten. Spezielle Interviewwünsche teilen Sie uns bitte im Vorfeld der Veranstaltung mit. Damit geben Sie uns die Chance, den entsprechenden Wissenschaftler schon einmal vorab zu informieren. Das detaillierte Workshop-Programm finden Sie hier: http://www.polarprediction.net/meetings-calendar/science-workshops/polar-prediction-workshop-2017/.

    Weiterführende Informationen für Redaktionen

    Ihre Ansprechpartnerin für Rückfragen ist Sina Löschke (AWI-Pressestelle, Tel.: 0471 4831 2008, E-Mail: medien(at)awi.de).

    Ausführliche Informationen zur aktuellen Meereis-Situation, zu den Meereis-Vorhersage-Wettbewerben des zurückliegenden Jahres sowie zum anstehenden "Jahr der polaren Vorhersagen" (Year of Polar Prediction) finden Sie über folgende Links:

    • Arktis: Rückblick auf den Winter 2016/17: http://www.meereisportal.de/archiv/2017-kurzmeldungen-gesamttexte/meereisentwicklung-winter-20162017/#c11307
    • Auswertung des Sea Ice Outlooks 2016: http://www.meereisportal.de/meereismodellierung/sea-ice-outlook-meereisvorhersage/sommer-2016/#c7266
    • Hintergrundinformationen zu den zwei AWI-Meereis-Vorhersagemethoden: http://www.meereisportal.de/archiv/2016-kurzmeldungen-gesamttexte/soi-awi-methods/#c6716
    • WMO-Initiative Year of Polar Prediction: http://www.polarprediction.net/

    Das Alfred-Wegener-Institut forscht in der Arktis, Antarktis und den Ozeanen der mittleren und hohen Breiten. Es koordiniert die Polarforschung in Deutschland und stellt wichtige Infrastruktur wie den Forschungseisbrecher Polarstern und Stationen in der Arktis und Antarktis für die internationale Wissenschaft zur Verfügung. Das Alfred-Wegener-Institut ist eines der 18 Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Geowissenschaften, Meer / Klima
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Pressetermine
    Deutsch


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