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30.03.2017 15:01

YOUMIG-Projekt zur Untersuchung und Steuerung der Migration junger Menschen im Donauraum

Petra Preß Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung Regensburg (IOS)

    Am 1. Januar 2017 startete das aus Mitteln der Europäischen Union geförderte internationale Verbundprojekt „YOUMIG. Improving institutional capacities and fostering cooperation to tackle the impacts of transnational youth migration“, an dem sich das IOS Regensburg beteiligt. Das Projekt wird im Rahmen des INTERREG Danube Transnational Programme durchgeführt und vom Ungarischen Statistischen Zentralamt koordiniert. YOUMIG bringt Forschungseinrichtungen und Stadtgemeinden zusammen, mit dem Ziel, einerseits die Dynamiken der Migration junger Menschen im Donauraum besser zu verstehen und andererseits neue Instrumentarien für Städte zu entwickeln, sich an die Wanderungsbewegung anzupassen.

    Nach Schätzungen der Vereinten Nationen gab es im Jahr 2013 circa 232 Millionen internationale Migranten (rund 3,2 Prozent der Weltbevölkerung). 35 Millionen von ihnen waren unter 20 Jahre alt, weitere 40 Millionen zwischen 20 und 29 Jahre; junge Menschen machen also fast ein Drittel aller Migranten weltweit aus; die Hälfte von ihnen sind Frauen.
    In den letzten Jahren hat sich in Europa der Donauraum als Region intensiver Migration, gerade auch von jungen Menschen etabliert. Aus den EU-Mitgliedsländern sowie aus Serbien am Unterlauf der Donau wandern immer mehr Menschen nach Westeuropa aus, v.a. nach Deutschland und Österreich. Darin spiegeln sich die großen Lohnunterschiede wieder, aber auch die relativ geringen Distanzen sowie die Erfahrung vorhergehender Migrationsbewegungen.
    Im YOUMIG-Projekt wird das Migrationsgeschehen junger Menschen vor allem auf der kommunalen Ebene untersucht, um für Städte Empfehlungen auszuarbeiten. In den Blick genommen werden sowohl Auswanderungs- als auch Einwanderungsgemeinden, wobei die meisten Kommunen beides sind. Die Folgen starker Ab- und Zuwanderung machen sich auf kommunaler Ebene besonders rasch und stark bemerkbar. Während die einen Kindergärten und Schulen aufgrund der Abwanderung schließen müssen, sehen die anderen entsprechende Kapazitäten aufgrund von Zuwandern knapp werden. Auch in Bezug auf den lokalen Arbeitsmarkt hat die Migration junger Menschen gravierende Folgen. Wenn diese Prozesse völlig ungesteuert ablaufen, können soziale Spannungen entstehen.
    YOUMIG bringt Forscher und Kommunen aus acht Ländern zusammen. Die Aufgabe der Forschung ist, Dimension und Folgen der Migrationsbewegung zu analysieren und auf dieser Basis gemeinsam mit Vertretern der Kommunen Strategien zur besseren Anpassung an die Migration zu entwickeln. So wissen Stadtverwaltungen oftmals gar nicht über die Dimension der Abwanderung Bescheid. Die innovative Natur von YOUMIG liegt in dem transnationalen Charakter des Projekts, das Migration von beiden Seiten (Aus- und Einwanderung) betrachtet. YOUMIG wird den Erfahrungs- und Informationsaustausch zwischen Kommunen ebenso wie zwischen Stadtpolitik und Forschung intensivieren und damit institutionelle Kapazitäten stärken.
    Mehr Informationen zum Projekt siehe: http://www.interreg-danube.eu/approved-projects/youmig
    Kontakt am IOS: Dr. Ekaterina Skoglund (youmig@ios-regensburg.de)


    Anhang
    attachment icon YOUMIG Kick-off meeting in Budapest am 2./3. März 2017

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Geschichte / Archäologie, Politik, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch



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    Projektgruppe Regensburg


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