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30.07.2003 14:57

Infoservice zum PRESSEGESPRÄCH mit dem Uni-Gründungsbeauftragten: Zeit, Bilanz zu ziehen

Monika Roegge Pressestelle Standort Essen
Universität Essen (bis 31.12.2002)

    Zum Semesterende am 31. Juli heißt es, Bilanz zu ziehen für den Gründungsbeauftragten der Universität Duisburg-Essen, Ministerialdirigent Heiner Kleffner: Wie wurde die Zeit des Übergangs genutzt und welche Perspektiven ergeben sich für das kommende Semester.

    Heiner Kleffner in der Rückschau: "Eins der prägenden Kennzeichen des jetzt zu Ende gehenden Sommersemesters war für mich das Aufeinanderzugehen und der erkennbare Wille, die neue Hochschule auf der fachlichen Seite mit Leben zu füllen. Wir hatten zahlreiche Gespräche an beiden Standorten und haben dem künftigen Gründungsrektorat für seine notwendigen Entscheidungen gut zugearbeitet."

    Anerkannt erfolgreiche Forschung:
    - Neue DFG-Forschergruppe Empirische Bildungsforschung
    - Neuer Transregio-Sonderforschungsbereich

    Ein deutlicher Beleg dafür, dass die ausgezeichnete Forschung, die an der Uni Duisburg-Essen geleistet wird, auch auswärtige Gutachter überzeugt, ist beispielsweise die gerade erfolgte Einrichtung der "Kombi-Förderung" durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Im Rahmen der bundesweiten Förderinitiative "Forschergruppen in der Empirischen Bildungsforschung" gab es nur eine einzige Bewilligung und die wurde an die Essener Forschergruppe "Naturwissenschaftlicher Unterricht" vergeben. In der DFG-Begründung heißt es: "Die beantragte Forschergruppe erfüllt in besonderer Weise die Erwartungen der Förderinitiative. In ihr wirken Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus vier Fakultäten an einer gemeinsamen Aufgabe." Bundesweit einmalig ist die Verbindung empirisch forschender Fachdidaktiken mit der Erziehungswissenschaft und der Psychologie, so die Gutachter.

    Die Wissenschaftler befassen sich mit aktuellen Problemen des naturwissenschaftlichen Unterrichts, die sich vor allem aus den internationalen Untersuchungen wie TIMSS und PISA ergeben haben, und wollen Möglichkeiten für eine bessere Kooperation der Fächer Biologie, Chemie und Physik in den Schulen nachweisen. Ebenfalls gefördert wird die Einrichtung eines Graduiertenkollegs mit dem Schwerpunkt "Naturwissenschaftlicher Unterricht". Das Fördervolumen beträgt in den kommenden drei Jahren mehr als zwei Mio. Euro. Neben einer Stiftungsprofessur können daraus 19 weitere Stellen finanziert werden.
    Sprecher der Forschergruppe ist Prof. Hans E. Fischer, Tel: 0231/755-2988, Sprecherin des Graduiertenkollegs: Prof. Elke Sumfleth, Tel: 0201/183-3757.

    Ebenfalls im Sommersemester erhielt die Universität Duisburg-Essen von der DFG die Zusage, dass der Transregio-Sonderforschungsbereich "Symmetries and Universality in Mesoscopic Systems" genehmigt wurde. Seit dem 1. Juli beschäftigen sich jetzt theoretische Physiker und Mathematiker der Universitäten Bochum, Duisburg-Essen, Düsseldorf und Köln sowie der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau gemeinsam mit der Grundlagenforschung im Vorfeld künftiger Quantentechnologien, der Technologie von "Morgen". Sprecherhochschule ist die Universität zu Köln. Bewilligt ist der Transregio-SFB zunächst für vier Jahre, gefördert wird das Projekt mit 1,5 Millionen Euro pro Jahr. Der Transregio-SFB setzt die vom jüngst ausgelaufenen Sonderforschungsbereich "Unordnung und große Fluktuationen" begründete Tradition der Forschungskooperation von Physikern und Mathematikern an Rhein, Ruhr und Weichsel fort. 15 Jahre lang hatte dieser SFB mit außerordentlichem Erfolg gearbeitet.

    Fach- und standortübergreifend:
    Neue Zentren und ihre Studiengänge

    Darüber hinaus sind in den vergangenen Monaten auch drei neue, interdisziplinär ausgerichtete, wissenschaftlichen Zentren der Hochschule erfolgreich an den Start gegangen. Sie tragen entscheidend dazu bei, international zukunftsträchtige Forschungsfelder und attraktive Studiengangsrichtungen an der Hochschule zu verankern und voranzubringen.

    Im Einzelnen sind dies:
    - Zentrum für Medizinische Biotechnologie (ZMB)
    - Zentrum für Mikroskalige Umweltsysteme (ZMU)
    - Interdisziplinäres Zentrum für Geisteswissenschaften (IZG)

    Bundesweit herausragend ist das Forschungsprofil des ZMB, das mit seinen biomedizinischen Forschungen die Medizin mit den Naturwissenschaften Biologie, Chemie und Physik vernetzt. Forschungsfelder sind etwa die experimentelle Krebsforschung, Gewebe- und Organersatz sowie die molekulare Erkennung und biologische Regelnetzwerke. Die Verfahren zur Besetzung der neu eingerichteten Professuren und der Umbau des Institutsgebäudes werden derzeit zügig vorangetrieben.
    Weitere Infos: Dr. Beate Fraß, Tel: 0201/183-3670

    Der geplante Bachelorstudiengang Medizinische Biologie soll Studierenden Kenntnisse über den Ablauf und die Funktion sowie über die medizinische Bedeutung biologischer Mechanismen vermitteln. Zum Studienstart in einem Jahr soll die Zahl der Erstsemester voraussichtlich auf 25 begrenzt werden.

    Das ZMU bündelt die besonderen Erfahrungen und Kompetenzen auf dem Gebiet der Umweltforschung an beiden Standorten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Prozessen, die in mikroskopischen Dimensionen
    stattfinden und sehr starke Auswirkungen auf der makroskopischen Ebene haben können. Besondere Bedeutung haben dabei die Wechselwirkungen zwischen lebenden Systemen und unbelebter Materie. So befasst sich das Zentrum z.B. mit der Thematik der Ultrafeinstäube und den Wechselwirkungen von Zellen mit ihrer Umgebung. Das ZMU ist die organisatorische Basis für fachübergreifende Projekte zwischen Naturwissenschaftlern, Ingenieuren, Medizinern und Ökonomen.
    Weitere Infos: Oliver Locker-Grütjen, Tel: 0201/183-3669

    Zu den umweltbezogenen Studiengängen gehört beispielsweise der bereits gut angenommene Bachelor-/Master-Studiengang Water: Chemistry, Analysis, Microbiology (Wasser: Chemie, Analytik, Mikrobiologie). In Planung sind weitere international ausgerichtete gestufte Studiengänge etwa Molecular Environmental Sciences (Molekulare Umweltwissenschaften) oder Natural Resources and Ecotechnology (Natürliche Ressourcen und Ökotechnologie).

    Das Interdisziplinäre Zentrum für Geisteswissenschaften (IZG) zielt auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Geisteswissenschaftten, der Wirtschaftswissenschaft und den technischen Wissenschaften in Forschung und Lehre. Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses stehen kulturwissenschaftliche Fragestellungen im Spannungsfeld von Wirtschaft, Technik und Gesellschaft vor dem Hintergrund regionaler, nationaler wie internationaler Entwicklungen.
    Weitere Infos: Skarlett Brune-Wawer, Tel:0203/379-3165

    Dem IZG angeschlossen ist der neue Bachelor-/ Masterstudiengang Kulturwirt, der gerade außerordentlich erfolgreich begutachtet wurde und großes Interesse bei den Studierenden findet. Das produktive Zusammenspiel zwischen den Geistes- und Wirtschaftswissenschaften, das sich im Studiengang widerspiegelt, wurde ermöglicht durch die Neuorientierung der Geisteswissenschaften und den Wandel ihres Selbstverständnisses hin zu den Kulturwissenschaften. Zugleich werden die Tendenzen der Wirtschaftswissenschaft einbezogen, auf die Herausforderungen der Internationalisierung mit der Vermittlung kulturwissenschaftlicher und kommunikationspraktischer Kompetenzen in der Lehre zu antworten.

    Eine weiteres wegweisendes neues Institut an der Hochschule ist das Zentrum für Brennstoffzellentechnik ZBT, dessen Institutsgebäude am 17. Oktober feierlich eröffnet wird. Auch hier ist transdisziplinäres Arbeiten zwischen dem Maschinenbau und der Elektrotechnik entscheidende Voraussetzung für den Erfolg. Das ZBT arbeitet als Entwickler und Systemintegrator für Brennstoffzellensysteme unterschiedlicher Leistungs- und Anwendungsbereiche sowie als Koordinator für ihre Einbindung in die Strom- und Wärmeversorgung.
    Weitere Infos: Prof. Dr. Angelika Heinzel, Tel: 0203/379-4225, -4368

    Neue Studiengänge zum kommenden Semester

    Am Standort Duisburg starten zum kommenden Wintersemester drei
    neue interdisziplinäre Masterstudiengänge, die die Bereiche Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften miteinander verzahnen. Zwei sind auf das zukunftsträchtige Berufsfeld Logistik und Verkehr zuge-schnitten, um dem wachsenden Bedarf an Fach- und Führungskräften in diesem Bereich gerecht zu werden.

    Logistik-Management (Abschluss: Master of Science, M.Sc.)
    Die Studenten des viersemestrigen Masterstudiengangs Logistik-Management erwerben Kenntnisse in Logistik und Verkehrsbetriebslehre sowie in Wirtschafts- und Verkehrsgeographie. Außerdem können sie in ihrem Studium schwerpunktmäßig die folgenden Bereiche vertiefen: Technische Logistik, Physik von Transport und Verkehr, Verkehrstechnik, Wirtschaftsinformatik/Operations Research oder Industrie/ Produktion. Studienvoraussetzung ist ein einschlägiger Bachelor- oder Diplom-Abschluss einer Universität oder Fachhochschule mit der Ausrichtung Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsgeographie oder Wirtschaftsingenieurwesen. (Einschreibung vom 18.8.-20.10.)
    Weitere Infos: Prof. Dr. Wolfgang Stölzle, Tel. 0203/379-2638

    Technische Logistik (Abschluss: Master of Engineering, M.E.)
    Der vier Semester umfassende internationale Studiengang Technische Logistik (Logistics and Traffic Engineering) hat die Schwerpunkte Informationslogistik, intermodale Transportketten, Fabrikplanung, Wirtschafts- und Verkehrsgeographie sowie Verkehrsplanung. Zu den Wahlpflichtfächern gehören auch Schlüsselqualifikationen wie Führungstechnik, Projektmanagement sowie Transport- und Verkehrsrecht. Mit Abschluss einer Vertiefungsrichtung erhält der Absolvent eine wissenschaftliche Qualifikation, mit der ihm die wissenschaftliche Laufbahn genauso offen steht wie eine Karriere als Führungskraft in Industrie, Handel oder Dienstleistungsgewerbe. Studienvoraussetzung ist ein entsprechender Bachelor-Abschluss oder ein als gleichwertig anerkannter in- oder ausländischer Bildungsabschluss. (Einschreibung: 18.8.-20.10.)
    Weitere Infos: Prof. Dr. Bernd Noche, Tel. 0203/379-2785

    Wirtschaftsingenieurwesen (Abschluss: Master of Science, M.Sc.)
    Im Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen werden in vier Semestern vertiefte Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt, um an der Schnittstelle zwischen technischem und kaufmännischem Bereich künftige Technologiepotenziale zu erkennen und in neue Produktionsverfahren, Produkte und Dienstleistungen überführen zu können. Die wirtschafts- und ingenieurwissenschaftlichen Studienanteile sind gleichgewichtig. Im ingenieurwissenschaftlichen Teil kann sich der Student entweder für die Verknüpfung mit der Elektrotechnik ("Energie und Wirtschaft") oder dem Maschinenbau entscheiden ("Maschinenbau und Wirtschaft"). Während des Studiums werden ingenieurwissenschaftliche Laborpraktika durchgeführt. Studienvoraussetzung ist ein einschlägiger Bachelorabschluss. (Einschreibung vom 18.8.-20.10.)
    Weitere Infos: Prof. Dr. Rainer Leisten, Tel: 0203/379-2863, Prof. Dr. Heinrich Brakelmann, Tel: 0203/379-3375, Prof. Dr. Johannes Wortberg, Tel: 0203/379-3936

    Zusätzlich zum bereits bestehenden Bachelor-Studiengang wird am Standort Duisburg zum kommenden Wintersemester auch der 30 Studienplätze umfassende Master-Studiengang Angewandte Kommunikations- und Medienwissenschaft (Kommedia) (Abschluss: Master of Science, M.Sc.) eingeführt. Das projekt- und anwendungsorientierte Studium vernetzt die Bereiche Informatik, Psychologie, Sozialwissenschaften miteinander und bezieht auch Inhalte aus der Angewandte Literaturwissenschaft und Gestaltung mit ein. Innovativ ist die Integration von informatisch-technischen mit human- und kulturwissenschaftlichen Aspekten (Keine Einschreibungen mehr möglich).
    Weitere Infos: Prof. Dr. Edgar Heineken, Tel: 0203/379-2541

    Am Standort Essen startet mit Beginn des Wintersemesters der Master-Studiengang der Volkswirtschaftslehre/Master of Arts in Economics (M.A.). Schwerpunkt des deutschsprachigen Studiengangs ist die empirische Wirtschaftsforschung. Das Angebot richtet sich vorrangig an Studierende mit einem Bachelor-Abschluss in den Wirtschaftswissenschaften. In vier Semestern werden den Studierenden die theoretischen Kenntnisse und ökonomischen Techniken vermittelt, die für eigenständige empirische Wirtschaftsforschung benötigt werden. In ausgewählten volks- und betriebswirtschaftlichen Gebieten wird die Anwendung dieser Methoden anhand computergestützter Veranstaltungen vertieft.
    Bewerbungen von Studieninteressenten müssen bis zum 20. August - Ausschlussfrist - beim Fachbereich Wirtschaftswissenschaften am Standort Essen der Universität Duisburg-Essen, 45117 Essen, vorliegen.
    Weitere Infos: Prof. Dr. Volker Clausen, Tel.: 0201/183-3655

    Nachdem sich zum Wintersemester 2002/03 in Essen die ersten Bachelor-Studenten für den Studiengang Medizin-Management eingeschrieben haben, geht das Fach zum Wintersemester 2003/2004 in eine nächste "Ausbaustufe". Studierende der Betriebswirtschaft, die das Grundstudium abgeschlossen haben, können sich im Hauptstudium auf das Medizinmanagement spezialisieren. Sie erwerben Kompetenzen im Krankenhausmanagement und im Management von Arztnetzen. Im Zentrum steht die Verknüpfung wirtschaftswissenschaftlicher und medizinischer Kenntnisse.
    Mehr Infos: Prof. Dr. Jürgen Wasem, Tel.: 0201/183-4283


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    regional
    Forschungsprojekte, Studium und Lehre
    Deutsch


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