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26.04.2017 12:45

Vitamin D: Für Diabetiker wichtiger als gedacht

Janina Wetzstein Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V.

    Mannheim – Viele Jahre lang war Vitamin D nur für seine Wirkungen auf das Skelett und den Kalzium-Haushalt bekannt – immerhin wurde es vor rund 100 Jahren als Heilmittel gegen die schweren Skelettdeformationen der Rachitis entdeckt. Mittlerweile kennt die Wissenschaft jedoch viele weitere positive Eigenschaften des Vitamins. So greift es regulierend in Immunprozesse ein, steuert Zellwachstum und -differenzierung und beeinflusse den Zuckerhaushalt. Welche Rolle Vitamin D künftig in der Diabetes-Therapie spielen kann, diskutieren Experten der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) bei der Vorab-Pressekonferenz anlässlich des 123. Internistenkongresses am 27. April in Mannheim.

    Im Gegensatz zu anderen Vitaminen nehmen wir Vitamin D nicht hauptsächlich mit der Nahrung auf, sondern können – und müssen – es auch selbst herstellen. Allerdings benötigen wir hierzu das UV-Licht der Sonne, denn nur unter seinem Einfluss kann die Haut das wertvolle Vitamin produzieren. In den Wintermonaten reicht die Sonneneinstrahlung jedoch nicht aus, und auch im Sommer gehen viele Menschen nicht genug ins Freie oder schirmen das UV-Licht durch Kleidung und Sonnenschutz fast vollständig ab. Daher leiden viele Menschen unter einem Vitamin D-Mangel, ohne es überhaupt zu bemerken.

    Besonders gravierend kann dies für Menschen mit einem Diabetes mellitus sein, wie Professor Dr. Klaus Badenhoop von der Medizinischen Klinik 1 der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt betont. „Bei einem Diabetes mellitus läuft der Abbau der Knochenmasse, der jeden Menschen ab dem frühen Erwachsenenalter betrifft, deutlich schneller ab“, sagt der erfahrene Internist. Ein ausreichender Vitamin D-Spiegel könne dem entgegenwirken und so die Gefahr von Osteoporose und Knochenbrüchen senken. Vitamin D kann außerdem die Produktion und Sekretion von Insulin in der Bauchspeicheldrüse verbessern und die Wirkung des Hormons an den Muskeln erhöhen. So trägt das Vitamin unmittelbar zur Regulation des Blutzuckerspiegels bei.
    Aus wissenschaftlichen Studien ist inzwischen bekannt, wie wichtig eine gute Versorgung mit Vitamin D auch für andere Körperfunktionen ist: Sie verringert die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten, das Sturzrisiko und das Risiko für psychische Störungen wie Angstzustände oder eine Depression. „Rezeptoren für Vitamin D finden sich in fast allen Zellen des menschlichen Körpers“, erklärt Internist Badenhoop das große Wirkspektrum des Vitamins.

    Die Erkenntnis, dass Vitamin D ein physiologisches Multitalent ist, hat auch dazu geführt, dass die Empfehlungen für eine ausreichende Versorgung neu überdacht wurden. Lange Zeit galt erst ein Serumspiegel von unter 10 ng/ml als Vitamin D-Mangel und Werte über 20 ng/ml als ausreichend. Heute nimmt man an, dass optimale Werte zwischen 30 und 50 ng/ml liegen. Diesen Serumspiegel zu erreichen, ist zumindest in den Wintermonaten schwierig – hierfür müsste man große Mengen fetthaltigen Fisch, Rinderleber, Eigelb oder Pilze zu sich nehmen. Menschen, die ein Risiko für einen Vitamin D-Mangel tragen (chronisch Kranke, Ältere, ohne ausreichend Sonnenexposition, mit Malabsorption oder einer Osteoporosegefährdung u.a.), sollten daher mit ihrem Arzt über die Einnahme eines Vitamin D-Präparates sprechen.

    Über die Rolle von Vitamin D in der Diabetestherapie wird Professor Dr. Klaus Badenhoop auch auf der Pressekonferenz im Vorfeld des 123. Internistenkongresses sprechen, die am Donnerstag, den 27. April 2017 von 11:00 bis 12:00 Uhr im Dorint Kongresshotel Mannheim stattfinden wird.

    - Bei Abdruck Beleg erbeten. –

    Terminhinweis:

    Vorab-Pressekonferenz der DGIM anlässlich des 123. Internistenkongresses in Mannheim
    Diabetes als fächerübergreifende Herausforderung für Arzt und Patient
    Termin: Donnerstag, 27. April 2017, 11.00 bis 12.00 Uhr
    Ort: Dorint Kongress Hotel Mannheim (Richard Strauß)
    Anschrift: Friedrichsring 6, 68161 Mannheim

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    Übersicht über die Pressekonferenzen beim 123. Internistenkongress

    Vorab-Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) anlässlich des 123. Internistenkongresses in Mannheim

    Diabetes als fächerübergreifende Herausforderung für Arzt und Patient

    Termin: Donnerstag, 27. April 2017, 11.00 bis 12.00 Uhr
    Ort: Dorint Kongress Hotel Mannheim (Richard Strauß)
    Anschrift: Friedrichsring 6, 68161 Mannheim

    Vorläufige Themen und Referenten:

    123. Internistenkongress – Ein Ausblick
    und
    Eine Krankheit – viele Folgen: Warum wir Diabetespatienten fächerübergreifend helfen müssen
    Professor Dr. med. Petra-Maria Schumm-Draeger
    Vorsitzende der DGIM, Ärztliche Direktorin des Zentrum / Innere Medizin / Fünf Höfe, München

    Gesundheitscheck und Science Slam: Patiententag in Mannheim
    Dr. med. Norbert Schütz
    Chefarzt der Medizinischen Klinik Krankenhaus Usingen, Hochtaunus-Kliniken
    Organisationsleiter des Patiententags anlässlich des 123. Internistenkongresses

    Endstation Amputation? Wie alternative Therapien des Diabetischen Fußsyndroms viele Operationen unnötig machen
    Professor Dr. med. Ralf Lobmann Ärztlicher Direktor der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Geriatrie am Klinikum Stuttgart

    Neue Erkenntnisse zu Vitamin D: Wunderwaffe gegen Diabetes Typ 2?
    Professor Dr. med. Klaus Badenhoop Leiter des Schwerpunkts Diabetologie/Endokrinologie der Medizinischen Klinik I am Universitätsklinikum Frankfurt

    Moderation: Anne-Katrin Döbler, Pressestelle der DGIM, Stuttgart

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    Eröffnungs-Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM)

    Klinik oder Kaufhaus? Ökonomisierung im Gesundheitswesen

    Termin: Samstag, 29. April 2017, 12.45 bis 13.45 Uhr
    Ort: Dorint Kongress Hotel Mannheim, Saal 12 (Johann Sebastian Bach)
    Zugang über: Congress Center Rosengarten
    Adresse: Rosengartenplatz 2, 68161 Mannheim

    Vorläufige Themen und Referenten:

    Der Klinik-Codex der DGIM: Medizin vor Ökonomie
    Professor Dr. med. Petra-Maria Schumm-Draeger
    Vorsitzende der DGIM, Ärztliche Direktorin des Zentrums Innere Medizin / Fünf Höfe, München

    Die Klug Entscheiden-Initiative der DGIM in der Ausbildung und in der Praxis
    Professor Dr. med. Dr. h. c. Ulrich R. Fölsch
    Generalsekretär der DGIM, Kiel

    Wann ist weniger mehr? Rationaler Umgang mit Multimedikation mit Mehrfacherkrankten
    Professor Dr. med. Daniel Grandt
    Vorsitzender der DGIM-Kommission Arzneimitteltherapie-Management & Arzneimitteltherapiesicherheit, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I am Klinikum Saarbrücken

    Alt, mehrfach erkrankt und zu teuer für unser Gesundheitssystem? Welche Weichenstellungen es für eine gute Versorgung bei Multimorbidität braucht
    Professor Dr. med. Edouard Battegay
    Direktor der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin am Universitätsspital Zürich

    Klinikmanager als Sündenbock? Ökonomisierung im Gesundheitswesen aus Sicht einer kaufmännischen Klinikdirektorin
    Dipl.-Volkswirtin Irmtraut Gürkan
    Kaufmännische Direktorin, Stellvertretende Vorstandsvorsitzende am Universitätsklinikum Heidelberg

    Zuwendung aus Menschlichkeit. Ambivalenz des Fortschritts - auch in der Medizin?
    Karl Kardinal Lehmann
    Emeritierter Bischof von Mainz, ehem. Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

    Moderation: Anne-Katrin Döbler, Pressestelle der DGIM, Stuttgart

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    Mittags-Pressekonferenz der
    Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM)

    „Migrationsmedizin aktuell – was wurde erreicht?“

    Termin: Sonntag, 30. April 2016, 11.30 bis 12.30 Uhr
    Ort: Dorint Kongress Hotel Mannheim, Saal 12 (Johann Sebastian Bach)
    Zugang über: Congress Center Rosengarten
    Adresse: Rosengartenplatz 2, 68161 Mannheim

    Vorläufige Themen und Referenten:

    Rechtlicher Versorgungsrahmen der Flüchtlingsmedizin – Die Tücke liegt im Detail
    Dipl.-Med. Petra Albrecht
    Sächsische Landesärztekammer, Dresden

    Medizinische Herausforderungen in der Flüchtlingsmedizin: Zahlen, Fakten, Perspektiven – Ergebnisse erster Registerauswertungen und praktische Erfahrungen
    PD Dr. med. Joachim Seybold
    Charité–Universitätsmedizin Berlin

    Sprachbarrieren, seltene Krankheiten, Traumata: Wie kann die Versorgung von Flüchtlingen im internistischen Praxisalltag gelingen?
    Professor Dr. med. Dr. h. c. Ulrich R. Fölsch
    Generalsekretär der DGIM, Kiel

    Moderation: Dr. Adelheid Liebendörfer, Pressestelle der DGIM, Stuttgart

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    Mittags-Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) anlässlich des 123. Internistenkongresses in Mannheim

    Weiblicher und digitaler: Die Medizin von morgen

    Termin: Montag, 1. Mai 2017, 12.45 bis 13.45 Uhr
    Ort: Dorint Kongress Hotel Mannheim, Saal 12 (Johann Sebastian Bach)
    Zugang über: Congress Center Rosengarten
    Adresse: Rosengartenplatz 2, 68161 Mannheim

    Vorläufige Themen und Referenten:

    Chancen und Risiken neuer digitaler Anwendungen für die Versorgung in der ärztlichen Praxis
    Professor Dr. med. Petra-Maria Schumm-Draeger
    Vorsitzende der DGIM, Ärztliche Direktorin des Zentrums Innere Medizin / Fünf Höfe, München

    Zehntausende Gesundheits-Apps überschwemmen den Markt – Welche davon sind empfehlenswert und wie können wir das herausfinden?
    Professor Dr. med. Dr. h.c. Ulrich R. Fölsch
    Generalsekretär der DGIM, Kiel

    Bei Nachwuchssorgen und Landarztmangel: Warum gehen so viele Frauen auf dem Weg vom Studium zum Chefarztposten verloren?
    PD Dr. Sarah Schott
    Sektionsleiterin Translationale Frauenheilkunde in der Klinik für Allgemeine Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Universitätsklinikum Heidelberg, Mitglied im Bündnis Junge Ärzte

    Direkter Draht zum Blutdruck-Patienten: Was telemedizinische Versorgung leisten kann
    Professor Dr. med. Martin Middeke
    Direktor des Hypertoniezentrums München und Mitglied sowie der Kommission Telemedizin der DGIM der Kommission Telemedizin und eHealth der Deutschen Hochdruckliga

    Erfolgreich an der Universität und in der Wissenschaft: Ist es für Frauen schwerer?
    Professor Dr. med. Alexandra Kautzky-Willer
    Professorin für Gendermedizin, Leiterin der Diabetesambulanz, Lipidambulanz und Adipositasambulanz an der Universitätsklinik für Innere Medizin III in Wien

    Moderation: Anne-Katrin Döbler, Pressestelle der DGIM, Stuttgart

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    Mittags-Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) anlässlich des 123. Internistenkongresses in Mannheim

    Der doch nicht so kleine Unterschied: Gendermedizin

    Termin: Dienstag, 2. Mai 2017, 12.30 bis 13.30 Uhr
    Ort: Dorint Kongress Hotel Mannheim, Saal 12 (Johann Sebastian Bach)
    Zugang über: Congress Center Rosengarten
    Adresse: Rosengartenplatz 2, 68161 Mannheim

    Vorläufige Themen und Referenten:

    Fazit zum 123. Internistenkongress
    und
    Hormone oder eher Psyche? Warum Frauen mit Diabetes stärker unter der Erkrankung leiden als Männer
    Professor Dr. med. Petra-Maria Schumm-Draeger
    Vorsitzende der DGIM, Ärztliche Direktorin des Zentrums Innere Medizin / Fünf Höfe, München

    Geschlechterunterschiede bei Herzschwäche und was wir aus ihnen lernen können
    Professor Dr. med. Vera Regitz-Zagrosek
    Direktorin des Institute for Gender Medicine an der Charité – Universitätsmedizin Berlin

    Gender in der Prävention
    Professor Dr. med. Elisabeth Zemp Stutz
    Stv. Direktorin des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Basel

    Ausblick auf den 124. Internistenkongress
    Professor Dr. med. Cornel C. Sieber
    Vorsitzender der DGIM 2017/2018, Chefarzt der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Geriatrie am Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg, Direktor des Instituts für Biomedizin des Alterns

    Moderation: Anne-Katrin Döbler, Pressestelle der DGIM, Stuttgart

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    Kontakt für Journalisten:
    Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
    Pressestelle
    Janina Wetzstein
    Postfach 30 11 20
    70451 Stuttgart
    Tel.: 0711 8931-457
    Fax: 0711 8931-167
    wetzstein@medizinkommunikation.org


    Weitere Informationen:

    http://www.dgim2017.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


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