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04.05.2017 12:41

„Europa-Idee“ statt „Europa ade“

Klaus P. Prem Presse - Öffentlichkeitsarbeit - Information
Universität Augsburg

    Eine neue Anthologie beschäftigt sich mit der Europa-Idee im Zeitalter der Aufklärung

    Präsidentschaftswahl in Frankreich, des Brexits sowie angesichts aufstrebender Populisten in nahezu ganz Europa haben sich europäische Forscherinnen, unter ihnen die Augsburger Romanistik-Professorin Rotraud von Kulessa, zusammengeschlossen und eine Anthologie zur Europa-Idee in der Literatur des 18. Jahrhunderts zusammengestellt.

    Pünktlich zur Präsidentschaftswahl in Frankreich, die mit ihrer politischen Brisanz nach Trump, Brexit und Co. einmal mehr für (An-)Spannung sorgt, erscheint der Sammelband L'idée de l'Europe au Siècle des Lumières (2017), herausgegeben von Frau Prof. Dr. Rotraud von Kulessa (Universität Augsburg) und Frau Prof. Dr. Catriona Seth (University of Oxford). Die für das Buchprojekt ausgewählten Texte stammen von namhaften Autoren und Denkern des 18. Jahrhunderts und werden in einer Zeit, in der europäische Länder mit weitreichenden politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen konfrontiert sind, wieder besonders aktuell. Gerade in der Diskussion um den Wert der europäischen Gemeinschaft wird oft vergessen, dass nicht wirtschaftliche Belange, sondern der Friedensgedanke im Mittelpunkt der Europa-Idee steht: Nicht ohne Grund befindet sich Europa in der längsten Friedensperiode seiner Geschichte.

    Große Vielfalt, starke Einheit – Europa im 18. und 21. Jahrhundert

    Einflussreiche Denker wie Rousseau, Montesquieu, Voltaire, Kant, Hume oder Staël sowie viele weitere Autoren des 18. Jahrhunderts haben sich mit der Zukunft des Kontinents und der Hoffnung auf ein friedliches, vereintes und vielfältiges Europa beschäftigt. Aufgrund der großen Relevanz ihrer Überlegungen für die heutige europäische Gemeinschaft verdienen sie daher wieder verstärkt Aufmerksamkeit.

    Die Texte der Anthologie befassen sich mit der Anerkennung gemeinsamer europäischer Werte sowie dem historischen Hintergrund und den Wurzeln der Europa-Idee im 18. Jahrhundert. Sie widmen sich Fragen etwa nach den Verbindungen des Kontinents zum Maghreb und der Türkei, den Anfängen des europäischen Wirtschaftsraums und den Herausforderungen durch historische Krisensituationen. Gleichzeitig verweisen die Texte auf die Hoffnung, dass auch zukünftige Generationen von der Gemeinschaft profitieren und ein friedliches Zusammenleben gewährleistet ist.
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    Zum Anthologie-Projekt

    Herausgeberinnen und Initiatorinnen der Anthologie sind Catriona Seth (University of Oxford) und Rotraud von Kulessa (Universität Augsburg). Das Buchprojekt wurde in Zusammenarbeit mit und mit der finanziellen Unterstützung der Société Française d'Etudes du Dix-Huitième Siècle (SFEDS) sowie der University of Oxford und der Universität Augsburg durchgeführt.

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    Link zur frei zugänglichen Publikation: http://www.openbookpublishers.com/product/610
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    Ansprechpartnerinnen:

    Prof. Dr. Rotraud von Kulessa
    rotraud.kulessa@philhist.uni-augsburg.de

    Prof. Dr. Catriona Seth
    catriona.seth@mod-langs.ox.ac.uk


    Weitere Informationen:

    http://www.openbookpublishers.com/product/610


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Politik, Sprache / Literatur
    überregional
    Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


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