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19.05.2017 12:12

Forschung? Unbedingt! Aber bitte mit Anwendungs-Relevanz

Corinna Gruber Stabsstelle Kommunikation
Hochschule Ulm

    Erweiterung der Kooperation zwischen der Hochschule Ulm und den Stadtwerken. Ulm/Neu-Ulm. Hochschule erhält 1,74 Mio. Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

    Forschung an der Hochschule Ulm hat den Anspruch anwendungsrelevant zu sein. Sie wird in unterschiedlichen Gebieten betrieben, um Herausforderungen von Morgen praxisnah zu analysieren. Einen Einblick in das breite Spektrum der Forschung an der Hochschule bieten die neuen Forschungsseiten unter www.hs-ulm.de.
    Mit gleich drei Projekten erweitern Stadtwerke und Hochschule Ulm ihre seit 11 Jahren enge Kooperation im Themengebiet Smart-Grids. Klaus Eder, Geschäftsführer der SWU, zeigte sich bei Unterzeichnung erfreut:
    „Die Hochschule Ulm ist ein wichtiger Partner, der uns mit anwendungsorientierter Forschung dabei unterstützt, eine zunehmend intelligente und nachhaltige Energieversorgung in der Region zu etablieren. Dass wir unseren Kunden dabei maximale Datensicherheit bieten können, halte ich für enorm wichtig.“

    1) Unterzeichnung des C/sells Kooperationsvertrags
    In dieser Kooperation erhält die Hochschule über die nächsten vier Jahre eine Förderung von 1,74 Mio. EUR vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Ziel ist es, ein Energiesystem mit hohen Anteilen erneuerbarer Energie für eine klimafreundliche, effiziente und sichere Energieversorgung zu entwickeln. Die SWU sind assoziierter Partner. Inhalt des Kooperations-Projekts ist die Digitalisierung der Energiewende im „Sonnenbogen Süddeutschlands“. Zentrale Aufgabe der Forschungsgruppe ist beispielsweise die Entwicklung von Diensten für Prosumer (= Energie-Produzent und zugleich Energie-Nutzer). Das Bundeswirtschaftsministerium fördert C/sells im Rahmen der „Schaufenster intelligente Energie - Digitale Agenda für die Energiewende“ (SINTEG).

    2) Schutz sensibler Daten enorm wichtig: Unterzeichnung neuester Datenschutzbestimmungen
    Um die Stadtwerke in ihren Herausforderungen rund um die Digitalisierung der Energie mit anwendungsorientierter Forschung zu unterstützen, analysiert die Hochschule Ulm reale Daten der Ulmer Stromnetze. Die Daten werden entsprechend anonymisiert und gemäß den Anforderungen des Bundesdatenschutzgesetzes verarbeitet. Um den hochsensiblen Daten gerecht zu werden, wurde die bestehende Kooperationsvereinbarung um neueste Datenschutzbestimmungen ergänzt.

    3) Quartierspeicher Projekt genehmigt
    SWU und Hochschule Ulm arbeiten gemeinsam an der Nutzung von Speichern für Bürger im Rahmen des Quartierspeicherprojekts. Das Projekt wurde vom Ulmer Initiativkreis nachhaltige Wirtschaftsentwicklung e.V. und der Solarstiftung Ulm genehmigt. Gemeinsam werden hier mit intensiver Bürgerbeteiligung neue Produkte entwickelt und im Netz der Stadtwerke erprobt. Mit dem Projekt sollen die Chancen und Herausforderungen der Integration von Speichern für die Energiewende in Ulm untersucht werden. Die übergeordnete Fragestellung des Projekts lautet: Wie können Quartierspeicher die Energiewende in Ulm unterstützen?

    Seit Solarstrom vom Dach günstiger als der Stromeinkauf ist, suchen Prosumer Möglichkeiten, einen hohen Anteil Ihres Energiebedarfs durch die eigene Solarstromanlage zu decken. Batteriespeicher sind eine Lösung. Fast die Hälfte aller neuen Solarstromanlagen wird mit solchen Batterie- oder Heimspeichern installiert. Allerdings: Sie sind relativ teuer und können kaum an veränderte Bedürfnisse angepasst werden. Quartierspeicher hingegen, also Speicher, die von einer Vielzahl von Prosumern der Nachbarschaft genutzt werden, sind im Vergleich deutlich vorteilhafter.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Energie
    regional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


    Vorne: Rektor der Hochschule Ulm, Prof. Reuter und Geschäftsführer der SWU, Klaus Eder. Stehend v.l. Prof. Gerd Heilscher, Prof. Marianne v. Schweri


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