Wissenschaftler vom Leibniz-IPHT für Hochtemperatur-Fasersensorik ausgezeichnet

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28.06.2017 10:35

Wissenschaftler vom Leibniz-IPHT für Hochtemperatur-Fasersensorik ausgezeichnet

Dr. Anja Schulz Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Photonische Technologien e. V.

    Tino Elsmann vom Leibniz-Institut für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) wurde mit dem diesjährigen Green Photonics Nachwuchspreis der Fraunhofer-Gesellschaft geehrt. Der Physiker erhielt für seine herausragenden Arbeiten zur Hochtemperatur-Fasersensorik den „Sonderpreis Thüringen (Dissertation)“ auf der Messe LASER World of Photonics in München.

    Der gezielte Einsatz von Licht kann zu mehr Energie- und Ressourceneffizienz, einem verbesserten Umwelt- und Klimaschutz und einem nachhaltigen Wirtschaften beisteuern. Zur wissenschaftlichen Weiterentwicklung dieses Zukunftsthemas würdigt die Fraunhofer-Gesellschaft jedes Jahr herausragende, akademische Arbeiten mit dem Nachwuchspreis Green Photonics. Die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) vergibt den Green Photonics Sonderpreis Thüringen. Mit diesem Preis werden Wissenschaftler und Absolventen von Thüringer Hochschulen geehrt, die sich in ihren Abschlussarbeiten mit der nachhaltigen Nutzung von Licht befassen.
    Der Preisträger Tino Elsmann schloss im vergangenen Jahr seine Dissertation zum Thema „Faser-Bragg-Gitter für die Hochtemperaturanwendung“ am Leibniz-IPHT und der Friedrich-Schiller-Universität Jena ab. Er trägt mit seinen Forschungsarbeiten dazu bei, Hochtemperaturprozesse und anlagen wie Schmelzöfen, Kristallzuchtanlagen, Brenner und Turbinen energieeffizienter zu steuern. „Stabile und kostengünstige Temperaturmessung für diese Prozesse und Anlagen sind bisher nur sehr beschränkt möglich. Mit hochtemperaturstabilen Saphirfasern, in die wir Faser-Bragg-Gitter, also mikrostrukturierte Interferenzmuster, einschreiben, können wir in chemisch aggressiven Umgebungen bis 1900°C die Temperatur sehr genau messen. Anhand dieser Messdaten haben wir neue Erkenntnisse über die Hochtemperaturprozesse gewonnen und können damit einen wesentlichen Beitrag zu deren Verbesserungen und einem geringeren Ressourcenverbrauch leisten.“, so der Physiker.
    Neben Elsmann zeichnete die Fraunhofer-Gesellschaft sechs weitere Nachwuchsforscherinnen und -forscher für ihre Beiträge zu „grünen“ optischen und photonischen Technologien aus. Über die Preisträger entschied eine Jury aus Vertretern von Industrie, Wissenschaft und Politik. Sie bewerten die Arbeiten nach Originalität, Innovationsgrad, Marktwert bzw. wirtschaftliches Potenzial sowie dem Beitrag zu den Zielen von Green Photonics. Die Preisverleihung fand am Dienstag den 27. Juni im Rahmen der Messe LASER World of Photonics in München statt.

    Über den Nachwuchspreis Green Photonics:
    Bereits zum siebenten Mal verlieh die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung die Green Photonics Nachwuchspreise an junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. Der Preis wird in zwei Kategorien für jeweils mehrere Themenfelder vergeben. Dabei werden sowohl neue Technologien, Techniken, Prozesse als auch Verfahren und Ansätze ausgezeichnet. Der Innovationscluster Green Photonics bündelt in Public-Private-Partnership die Kräfte von Wirtschaft, Wissenschaft, Bund und Freistaat Thüringen mit dem Ziel, Beiträge zur Lösung drängender Zukunftsfragen unter Anwendung von Licht zu entwickeln. Die Auslobung des Preisgeldes erfolgt derzeit mit finanzieller Unterstützung der Robert Bosch GmbH und dem VDI Technologiezentrum.


    Weitere Informationen:

    http://www.greenphotonics.de/de/nachwuchspreis-green-photonics.html


    Anhang
    attachment icon Pressemitteilung

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Chemie, Physik / Astronomie
    überregional
    Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


    Preisträger des Green Photonics Nachwuchspreises. Dritter von links: Tino Elsmann


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