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06.07.2017 12:42

Die neue Landlust: Bauernhof statt Altenheim

Simone Helck Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit
Kuratorium Deutsche Altershilfe - Wilhelmine Lübke Stiftung e. V.

    In der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins ProAlter werden innovative Bauernhof-Projekte vorgestellt sowie Chancen für Landwirte – und Kommunen diskutiert.

    Köln, 6. Juli 2017. Trotz zunehmender Verstädterung wünschen sich viele Menschen raus aufs Land. Auch in der Altenpflege arbeiten Pioniergeister bereits an der Realisierung dieses Traums: Unter dem Sammelbegriff „Green Care“ werden Aktivitäten und Interaktionen zwischen Mensch, Tier und Natur zusammengefasst, die je nach Kontext gesundheitsfördernde, pädagogische oder soziale Ziele für unterschiedliche Zielgruppen verfolgen. „Die ,grüne Arena‘ eines Bauernhofes, mit ihren Tieren, dem Wald, der Natur und der Ruhe, kann hilfreich sein“, schreibt Nicole Prop in ihrem Essay zur neuen Landlust: Bauernhof statt Altenheim. Prop ist Geschäftsführerin des Vereins Green Care Österreich und weiß aus eigener Erfahrung, dass viele Landwirte auf der Suche nach neuen Einkommensmöglichkeiten das Potenzial innovativer Green Care-Angebote für sich entdeckt haben.

    In Österreich und in Deutschland befindet sich vieles noch im Aufbau, wie unsere Praxisbeispiele aus Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und Thüringen zeigen. Die bisherigen Seniorenangebote auf landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland seien derzeit noch etwas für Menschen mit Pioniergeist, sagt Claudia Busch vom Zukunftszentrum Holzminden-Höxter, die in einer interdisziplinären Studie den „Lebensabend im Dorf. Seniorenangebote auf landwirtschaftlichen Betrieben“ untersucht.

    In anderen Ländern sind Green Care-Angebote bereits etabliert: So blicken beispielsweise die Niederlande und auch Norwegen mit aktuell jeweils über 1.000 Betrieben auf eine langjährige Green Care-Praxis mit Angeboten für alte Menschen mit und ohne Demenz zurück. Einerseits gäbe es eine hohe Nachfrage nach solchen Angeboten, andererseits erfordere es aber auch eine Fülle von Arbeit, Mut und Ausdauer von den Initiatoren, sagt Hilde Verbeek von der Universität Maastricht. Diese sollten sehr gut wissen, was sie tun, und hundertprozentig davon überzeugt sein, ihre Pläne zu einem Erfolg machen zu können.

    Weitere Informationen zu Themen und Texten unter www.kda.de/proalter.html

    Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA)
    Das KDA gestaltet die Gesellschaft des langen und selbstbestimmten Lebens aktiv mit und stärkt durch seine Arbeit das wertschätzende Zusammenleben Menschen jeden Alters. Als Ideengeber und Vorreiter für innovative Lösungsansätze leistet das KDA wertvolle Dienste für das Gemeinwesen. Der demografische Wandel wird dabei ausdrücklich als Chance verstanden. Alle Facetten des Alters finden in der Arbeit des KDA Berücksichtigung. Alte Menschen sind aktiv – ob im Ehrenamt oder noch im Beruf. Manche leben in einer Phase, in der sie der besonderen Sorge und Pflege bedürfen.
    ProAlter, das unabhängige Fachmagazin des KDA, bietet allen, die sich beruflich, ehrenamtlich oder privat mit Fragen des Älterwerdens beschäftigen, wertvolle Anregungen und Impulse für ihre Arbeit. Ein Abonnement kostet 30,90 Euro, ein Einzelheft 6,90 Euro.

    Ansprechpartnerin: Simone Helck / Telefon +49 221 931847 10/ presse@kda.de


    Weitere Informationen:

    http://www.kda.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Bauwesen / Architektur, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Tier / Land / Forst
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


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