idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
17.07.2017 15:32

Hochmodernes Forschungsflugzeug fliegt zurzeit über Europa

Angelika Rockel Pressestelle
Universität Bremen

    Unter der Leitung der Universität Bremen untersucht ein internationales Projekt die Auswirkungen der Luftverschmutzung in europäischen und asiatischen Ballungszentren auf die Erdatmosphäre

    Ein hochmodernes Forschungsflugzeug wird bis Ende Juli über europäische Ballungszentren hinweg fliegen. Die Strecke führt von London bis Rom und von Madrid bis Berlin. Hintergrund ist ein internationales Forschungsprojekt. Hier wollen Atmosphärenphysiker und -Chemiker die Auswirkungen der Luftverschmutzung in europäischen und asiatischen Ballungszentren auf die Erdatmosphäre besser verstehen und voraussagen. „Bis Ende Juli werden wir mehrere Flüge mit insgesamt 52 Flugstunden über so genannte MPCs – Major Population Centers – starten“, sagt der Leiter des Projekts, Professor John P. Burrows vom Institut für Umweltphysik der Universität Bremen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nutzen dafür das Forschungsflugzeug HALO des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die Abkürzung HALO steht für „High Altitude and Long Range Research Aircraft“ (übersetzt: Hochfliegendes Forschungsflugzeug mit langer Reichweite).

    Ergänzende Messungen über ganz Europa

    Das Flugzeug ist mit den modernsten Instrumenten ausgestattet, um Gas und Partikelemissionen aus den europäischen Ballungszentren zu erfassen und ihre fotochemische Umwandlung in der Atmosphäre genauestens zu analysieren. Parallel zur ersten Phase des Projekts werden über ganz Europa ergänzende Messungen von anderen Flugzeugplattformen aus sowie von bodengestützten Netzwerken durchgeführt und für die Planung und Auswertung genutzt.

    Projekt wird mit rund 6 Millionen Euro gefördert

    Weitere Projektpartner sind das Max-Planck-Institut für Chemie, die Universitäten Mainz, Heidelberg und die Bergische Universität Wuppertal sowie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und das Forschungszentrum Jülich. Das Projekt mit der Abkürzung EMeRGe (Effect of Megacities on the transport and transformation of pollutants on the Regional and Global scales) wird mit rund sechs Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und dem DLR bis April 2018 finanziert.

    Forschungsflugzeug HALO ist eine Gemeinschaftsinitiative

    Das Forschungsflugzeug HALO ist eine Gemeinschaftsinitiative deutscher Umwelt- und Klimaforschungseinrichtungen. HALO wurde aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Helmholtz-Gemeinschaft und der Max-Planck -Gesellschaft beschafft. Der Betrieb von HALO wird von der DFG, der Max-Planck -Gesellschaft, dem Forschungszentrum Jülich, dem Karlsruher Institut für Technologie, dem Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ in Potsdam und dem Leibniz-Institut für Troposphärenforschung in Leipzig (TROPOS) getragen. Das DLR ist zugleich Eigner und Betreiber des Flugzeugs.

    Achtung Redaktionen: Unter diesem Link finden Sie Fotos vom Forschungsflugzeug HALO: https://seafile.zfn.uni-bremen.de/d/e8868281bf1d472a8f8c/


    Weitere Informationen:

    http://www.halo.dlr.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Chemie, Gesellschaft, Physik / Astronomie, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


    Die Fotos zeigen das Forschungsflugzeug HALO vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).


    Zum Download

    x


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).