Förderbekanntmachung HERA: 20 Millionen Euro für Forschungsprojekte in den Geisteswissenschaften

idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
28.08.2017 13:33

Förderbekanntmachung HERA: 20 Millionen Euro für Forschungsprojekte in den Geisteswissenschaften

Petra Richter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
DLR Projektträger

    Kultur und Integration im öffentlichen Raum sind das Thema der neuen HERA-Förderbekanntmachung, in deren Rahmen geisteswissenschaftliche Forscher/innen aus 24 europäischen Ländern eingeladen sind, Projektvorschläge einzureichen. HERA steht für „Humanities in the European Research Area“ und ist ein Netzwerk von Forschungsförderern der Geisteswissenschaften im Europäischen Forschungsraum.

    Im Einzelnen sollen sich die eingereichten Projektvorschläge mit folgenden Fragen auseinandersetzen: Wie erwirken oder manifestieren öffentliche Räume integrative bzw. desintegrative Strukturen und Dynamiken, etwa vor dem Hintergrund grenzüberschreitender Makroprozesse wie Migration, Globalisierung und Digitalisierung? Welche Rolle spielen kulturelle Praktiken im Hinblick auf die räumlichen Phänomene? Unter welchen Bedingungen gelingt Integration, wo zeigen sich auch negative Auswirkungen?

    Die multi- und interdisziplinär ausgerichteten Projekte sollen ihren Schwerpunkt in den Geisteswissenschaften haben, innovative und exzellente Forschungsansätze einbringen sowie Strategien für den Wissenstransfer aufweisen. Antragsberechtigt sind promovierte Wissenschaftler/innen an Universitäten und Fachhochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie Museen, Bibliotheken und Archiven. Die maximale Projektlaufzeit beträgt drei Jahre, der vorgesehene Beginn liegt im Mai 2019, das maximale Fördervolumen beträgt 1 Mio. € pro Projekt.

    Bis zum 24.10.2017 (14:00 MEZ) können Anträge zur ersten Auswahlstufe eingereicht werden. Voraussetzung ist ein Team aus mindestens vier „principal investigators“ aus mindestens vier der beteiligten Länder. Neben Deutschland sind dies Belgien (Wallonie), Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, die Schweiz, Slowenien, Spanien, die Tschechische Republik und das Vereinigte Königreich. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Forschungsförderer aus diesen weiteren 23 europäischen Ländern sowie die Europäische Kommission stellen über HERA ein Fördervolumen von etwa 20 Mio. € zur Verfügung. Der DLR Projektträger wurde vom BMBF beauftragt, die Bekanntmachung „Public Spaces“ für deutsche Antragstellende zu betreuen und das HERA-Netzwerk zu begleiten.

    Die neue HERA-Bekanntmachung lädt Wissenschaftler/innen ein, sich mit der Konzeptualisierung von „öffentlichem Raum“ sowie seinen strukturellen und prozeduralen Formationen zu befassen und dabei die möglichen Auswirkungen auf beispielsweise Integration, Fragmentierung oder Ausgrenzungen aufzeigen. Der Begriff „Öffentlicher Raum“ ist dabei breit gefasst: Einerseits schließt er materielle, räumliche und institutionelle Dimensionen ein, andererseits bezieht er sich aber auch auf Räume, die über Symbole und Praktiken konstituiert werden. Die Untersuchungen können sich sowohl historischen als auch zeitgenössischen Phänomenen widmen. Wichtig ist, dass die Frage der Interdependenz von öffentlichem Raum und kulturellen bzw. Integrationsprozessen in Hinsicht auf europäischen und nicht rein nationalen Mehrwert bearbeitet wird.

    Es können europäische wie auch nicht-europäische bzw. globale Untersuchungsproblematiken im Fokus stehen – zentral ist dabei jedoch, dass stets ein direkter Bezug zu historischen oder gegenwärtigen Debatten innerhalb Europas oder eine vergleichende Perspektive hergestellt wird.

    Die multi- und interdisziplinär ausgerichteten Projekte sollen ihren Schwerpunkt in den Geisteswissenschaften haben, innovative und exzellente Forschungsansätze einbringen sowie Strategien für den Wissenstransfer aufweisen. Die Zusammenarbeit mit weiteren Disziplinbereichen, ist, wo fachlich erforderlich, möglich; des Weiteren erwünscht ist die Kooperation mit Partnern aus den Medien, der Kreativindustrie und dem Kulturerbe-Sektor.

    Bewerbungsverfahren
    Das Bewerbungsverfahren ist zweistufig angelegt. Ein internationales Gremium wird zunächst die eingegangenen Projektskizzen begutachten (1. Auswahlstufe). Danach werden die als besonders geeignet eingeschätzten Vorhaben zu einem Vollantrag aufgefordert (2. Auswahlstufe), die dann erneut kompetitiv begutachtet werden. Die Deadline zur Einreichung für die Vollanträge wird im Mai 2018 liegen. Für die Förderung der antragstellenden Einrichtungen gelten die Regelungen der HERA-Ausschreibung sowie die Richtlinien der jeweiligen Partnerländer.

    Die online-Einreichung der Projektskizzen ist voraussichtlich ab Kalenderwoche 36 möglich; um möglichst frühe Registrierung und Einreichung wird gebeten.

    Weitere Vorgaben:
    Laufzeit: mindestens 2/maximal 3 Jahre; Beginn: Mai 2019
    Maximales Fördervolumen: 1 Mio. € pro Projekt
    Antragstellung über: http://heranet.info/hera-jrp-iv-public-spaces-culture-and-integration-europe

    Beratung
    Interessent/innen aus Deutschland können bei Fragen zu den nationalen Förderbedingungen ihrer Anträge (BMBF-Richtlinien) gerne die deutsche Anlaufstelle für HERA beim DLR Projektträger (DLR PT) kontaktieren:
    Christa Engel, Tel.: +49 (0) 228 / 3821-1695, E-Mail: hera-up@dlr.de
    Dr. Christopher Wertz, Tel.: +49 (0) 228 / 3821-1577, E-Mail: hera-up@dlr.de

    Weitere Informationen zu HERA sind über die Nationale Kontaktstelle HERA beim DLR Projektträger erhältlich (http://www.nks-swg.de/de/projekte-hera.php) sowie über die BMBF-Seite https://www.bmbf.de/de/geistes-und-sozialwissenschaften-weltweit-744.html.

    Über den DLR Projektträger

    Der DLR Projektträger betreut im Auftrag des BMBF das BMBF-Rahmenprogramm „Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften“. Der DLR Projektträger hat sich auf Dienstleistungen zur Förderung von Forschung, Innovation und Bildung spezialisiert und unterstützt Bundesministerien bei der Umsetzung von Forschungsförderprogrammen. Das Spektrum seiner Themen reicht von Umwelt, Kultur, Nachhaltigkeit über Gesundheit, Bildung, Schlüsseltechnologien bis hin zu Innovation und Forschungstransfer.


    Weitere Informationen:

    http://www.heranet.info (offizielle Bekanntmachung zu „Public Spaces“ und alle notwendigen Dokumente)


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Wissenschaftler
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Kunst / Design, Sprache / Literatur
    überregional
    Wettbewerbe / Auszeichnungen, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay