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04.09.2017 17:04

Gemeinsam und vernetzt international agieren

Anke Sobieraj Pressestelle
Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V.

    Konstituierende Sitzung des Kuratoriums für die Deutschen Häuser für Wissenschaft und Innovation

    Bonn, 04.09.2017 – Die Akteure der deutschen Wissenschafts- und Innovationslandschaft werden im Ausland künftig noch enger miteinander kooperieren. In einer gemeinsamen Initiative von Politik, Wissenschaft und forschender Wirtschaft wurde heute eine neue Trägerstruktur für die Deutschen Häuser für Wissenschaft und Innovation (DWIH) begründet.

    An der konstituierenden Sitzung des Kuratoriums nahmen auf Einladung des Auswärtigen Amts das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und seine Partner in der Allianz der Wissenschaftsorganisationen teil. Weitere Kuratoriumsmitglieder sind der Bundesverband der Deutschen Industrie und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag. Der DAAD wird das Management für alle Häuser übernehmen.

    An derzeit fünf Standorten in der Welt gibt es Deutsche Häuser für Wissenschaft und Innovation. Als „Schaufenster“ und gemeinsamer Auftritt deutscher Wissenschaftsorganisationen bewerben die DWIH in New York, Tokio, São Paulo, Neu-Delhi und Moskau den Forschungs-, Wissenschafts- und Innovationsstandort Deutschland. Daneben zählen die Förderung von Netzwerken zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie die Beratung und Unterstützung interessierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu den Aufgaben der DWIH.

    Das Auswärtige Amt fördert die DWIH künftig auf institutioneller Basis über den DAAD. Staatssekretär Walter Lindner: „Die Deutschen Häuser für Wissenschaft und Innovation sind ein unverzichtbarer Baustein unserer Science Diplomacy. In einer immer stärker vernetzen Welt im Wettbewerb um die besten Köpfe muss es darum gehen, unsere Forschungsangebote im Ausland bestmöglich sichtbar zu machen. Das geht nur durch eine enge Zusammenarbeit unserer Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen.“

    Die Präsidentin des DAAD, Professor Margret Wintermantel, erläutert: „Die Internationalisierung der Wissenschaft ist eine Querschnittsaufgabe. Die Vernetzung der internationalen Aktivitäten deutscher Hochschulen, außeruniversitärer Forschungseinrichtungen und forschender Wirtschaft an strategischen Standorten ist ein Alleinstellungsmerkmal der DWIH. Der DAAD hat die wichtige Aufgabe übernommen, dieses weltweite Netzwerk zu organisieren und mit seiner internationalen Expertise weiterzuentwickeln“.

    Professor Otmar D. Wiestler, der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft (HGF), die derzeit die Sprecherfunktion in der Allianz der Wissenschaftsorganisationen innehat, ergänzt: „Unsere Forschungsorganisationen und manche Forschungseinrichtungen sind schon jetzt mit Auslandsrepräsentanzen gut aufgestellt. Mit den DWIH wollen wir dazu beitragen, die Synergien zwischen deutschen Wissenschaftsorganisationen im Ausland zu stärken und allen interessierten deutschen Akteuren den Zugang zu internationalen Netzwerken zu ermöglichen.“

    Die Arbeit der DWIH zielt darauf ab, durch Netzwerkaktivitäten, Publikationen und Veranstaltungen themenbezogen zu informieren und interessierte Akteure aus Deutschland und dem Gastland im Bereich Forschung und Innovation miteinander zu vernetzen. Ferner sollen konkrete Vorhaben der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern aus Deutschland und dem Sitzland durch spezifische Beratungs- und Serviceleistungen unterstützt werden. Damit werden an einer Stelle gebündelt Informationen für die wissenschaftliche Zusammenarbeit vermittelt. Die DWIH können dabei ihr spezifisches Wissen über die Innovations- und Fördersysteme beider Länder zur Verfügung stellen. Sie sind ein zentrales Element der deutschen Außenwissenschaftspolitik.

    Ihre Ansprechpartnerin:

    Anke Sobieraj
    Leiterin der Pressestelle

    Tel: 0228 / 882-454
    Fax: 0228 / 882-659
    Mail: presse@daad.de
    www.daad.de
    Kennedyallee 50
    D - 53175 Bonn


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    fachunabhängig
    überregional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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