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04.09.2017 17:24

anthropoSCENE: Film and Climate Justice in Asia and Africa - Filmfestival, 21. bis 24.09.2017

Yasser Mehanna Leibniz-Zentrum Moderner Orient (ZMO)
Geisteswissenschaftliche Zentren Berlin e.V. (GWZ)

    Flutkatastrophen, Wirbelstürme, Tornados, Dürreperioden: Die Folgen des Klimawandels treffen die Entwicklungsländer häufig am schwersten. Dennoch werden Stimmen aus diesen Ländern oft nicht berücksichtigt. Schlimmer noch: Seit den US-Wahlen im letzten Jahr hat die Leugnung des Klimawandels Eingang in die höchsten Kreise der Politik gefunden, während Stimmen aus betroffenen Ländern weiterhin nicht gehört werden. Das Filmfestival "anthropoSCENE: Film and Climate Justice in Asia and Africa" gibt diesen Stimmen eine Plattform. Gezeigt werden Filme aus Afrika, Asien und dem Nahen Osten, die alle ein Ziel verbindet: Die Auswirkungen des Klimawandels in den Ländern des globalen Südens aufzuzeigen.

    Ein Geschäftsmann in feinem Anzug schwimmt am Minarett einer im See versunkenen Moschee vorbei. Ein Bagger hebt betende Menschen in seiner Schaufel zum Himmel empor. Demonstranten, von Südafrika bis Pakistan, protestieren, singen und rufen ihre Parolen gegen die Gleichgültigkeit von Unternehmen und Staaten gegenüber ihrem Schicksal. Diese Ausschnitte bieten einen kleinen Einblick in die filmische Rezeption ökologischer Krisen aus Afrika und Asien, die vom 21. bis zum 24. September im Moviemento in Berlin-Kreuzberg gezeigt wird.

    “anthropoSCENE” – Zum Titel des Filmfestivals
    Das Festival trägt den Titel anthropoSCENE: Film and Climate Justice in Asia and Africa. Abgeleitet wird der Titel aus einem Begriff, den der Atmosphärenchemiker Paul Crutzen in den frühen 2000er Jahren prägte und der akademische Forschungsdebatten und die Kunstwelt maßgeblich beeinflusst hat: Das Anthropozän bezeichnet die derzeitige geologische Epoche, die beginnend mit dem Zeitalter der Industrialisierung den Menschen als Hauptursache der gegenwärtigen ökologischen und klimatischen Veränderungen der Erde begreift, die jetzt in immer größeren Teilen sichtbar werden und bleibende Auswirkungen in der Entwicklung der Erde haben wird.

    Inhalte und Programm
    Das Festival anthropoSCENE erörtert die Relevanz dieser Entwicklungen in den Ländern des globalen Südens, in denen die Mehrheit der Weltbevölkerung lebt und in denen die Auswirkungen des Klimawandels auch am deutlichsten zu spüren sind. Finanziert und organisiert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung und das Leibniz-Zentrum Moderner Orient, soll das Programm inmitten kontroverser öffentlicher Debatten aus einer nicht-europäischen Sichtweise zum Klimawandel informieren. Dies geschieht vor allem in Hinblick auf die nächste UN-Klimakonferenz, die vom 6. bis zum 17. November 2017 unter dem Vorsitz der Regierung der Fidschi-Inseln in Bonn stattfinden wird. AntropoScene wird eröffnet mit einer Podiumsdiskussion zwischen der Wissenschaftlerin Berin Golonu aus den Vereinigten Staaten und dem bekannten indischen Filmemacher Sanjay Kak. Moderiert wird die Diskussion vom Referenten für Klimagerechtigkeit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Tadzio Müller. Direkt im Anschluss beginnt das Filmfestival mit dem Film „Thank You for the Rain“, einem filmischen Experiment der norwegischen Regisseurin Julia Dahr und dem kenianischen Bauern Kisilu Musya. Der Film zeigt die Entwicklung Musyas zu einem Umweltaktivisten, der an vorderster Stelle, die UN-Botschafter*innen auf dem Pariser Welt-Klimagipfel von 2015 auf die erschütternden Auswirkungen des Klimawandels auf sein Heimatdorf aufmerksam macht. Der letzte Festivaltag fällt mit der Bundestagswahl 2017 zusammen. Aus Sicht der Festivalveranstalter*innen ein sehr geeignetes Datum, um den Stimmen aus Afrika und Asien zum Klimawandel Gehör zu verschaffen und sie in den Fokus der Politik zu rücken.

    Ein breites Spektrum preisgekrönter Doku-Dramen, Beiträgen von investigativem Journalismus, Filmprojekten von Klimaaktivist*innen sowie Kunst- und ethnographischen Filmen aus Asien, Afrika und dem Nahen Osten findet sich in dem viertägigen Programm. Drei Hauptstränge lassen sich im Programm ausmachen: Filme, die sich direkt mit den Folgen des Klimawandels für Einzelne und ganze Gemeinschaften beschäftigen. Filme, die sich mit den langfristigen Auswirkungen der globalen Erderwärmung auseinandersetzen und die alternative Energiequellen als Gegenspieler zu fossilen Brennstoffen einbringen und schließlich Filme, die die Geschichte und aktuelle Realität der Rohstoffgewinnung im Kontext eines weltweiten Kampfes gegen die globale Klimakrise und für eine „Klimagerechtigkeit“ im globalen Süden beleuchten.

    Nach diversen Vorführungen wird es die Möglichkeit geben, mit den Filmemacher*innen zu diskutieren. AnthropoSCENE eröffnet damit einem interessierten Publikum die seltene Gelegenheit, sich mit dem wohl dringendsten Problem unserer Zeit aus der Perspektive afrikanischer und asiatischer Länder auseinanderzusetzen.

    Für Interviewanfragen mit den Organisator*Innen, Filmemacher*Innen und sonstige Presseanfragen:

    Yasser Mehanna (ZMO), Öffentlichkeitsarbeit, +49 (0)30. 80 307-224, yasser.mehanna@zmo.de

    Ali Nobil Ahmad (ZMO), Organisator, +49 (0)157. 32 89 16 29 oder +92 (0)331. 475 6771, alinobil@gmail.com

    Jannine Hamilton (Rosa-Luxemburg-Stiftung), Presse, +49 (0)30. 43310-479, jannine.hamilton@rosalux.org

    Katja Voigt (Rosa-Luxemburg-Stiftung), Projektmanagement, +49 (0)30. 44310-489, katja.voigt@rosalux.org


    Weitere Informationen:


    https://www.zmo.de/anthroposcene.pdf
    https://www.zmo.de/index.html
    https://www.rosalux.de/
    http://moviemento.de/


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, jedermann
    Energie, Gesellschaft, Meer / Klima, Politik, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


    www.zmo.de


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    www.zmo.de/anthroposcene.pdf


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