idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
05.09.2017 10:27

Kompetenzen für Industrie 4.0 sind erkennbar

Juliane Segedi Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

    Im Projekt »FutureKomp 4.0« entwickelte das Fraunhofer IAO gemeinsam mit dem Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart einen Leitfaden, mit dessen Hilfe zukunftsfähige Kompetenzanforderungen, welche im Zuge der Industrie 4.0 entstehen, frühzeitig ermittelt werden können. Der Leitfaden dient außerdem als Basis für eine arbeitsprozessorientierte Kompetenzentwicklung.

    Das Projekt »FutureKomp 4.0 – Kompetenzen der Zukunft in der Industrie 4.0« behandelt zwei wesentliche Fragen der Industrie 4.0: Wie können zukunftsfähige Kompetenzen für die Industrie 4.0 von inner- wie außerbetrieblichen Akteuren frühzeitig identifiziert werden? Und wie kann eine entsprechende Weiterbildung durch arbeitsprozessorientierte Kompetenzentwicklung erfolgen? Das Team von »FutureKomp 4.0« präsentiert als Ergebnis ihrer Forschungsarbeit den Leitfaden »Basiskonzept Kompetenzentwicklung Industrie 4.0«. Dieser unterstützt bei der Identifikation und Entwicklung von Kompetenzen, die sich am organisatorisch-technischen Kontext des Betriebs orientieren und auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) schrittweise umsetzbar sind.

    Mithilfe des Leitfadens können Soll-Kompetenzprofile von Beschäftigten oder Beschäftigtengruppen für konkrete Industrie 4.0-Fälle ermittelt werden. Hierzu enthält der Leitfaden unter anderem ein Raster mit Industrie 4.0-spezifischen, technisch-fachlichen, sozialen, methodischen und personalen Kompetenzen für produktionsnahe Arbeit ¬– allesamt differenziert nach unterschiedlichen Niveaus. Diese Soll-Kompetenzprofile bilden die umfassenden und gleichzeitig differenzierten Anforderungen an die Beschäftigten ab.

    Ein Abgleich der erarbeiteten Soll-Kompetenzprofile mit den bestehenden Kompetenzen der Beschäftigten zeigt die Kompetenzlücken, die durch die Einführung der Industrie 4.0-Elemente entstehen. Daraus lässt sich ableiten, welche inner- wie außerbetriebliche Weiterbildungsformate zur Schließung dieser Lücken bzw. zur Erschließung neuer Potenziale in Frage kommen. Der Bezug der Soll-Kompetenzprofile zu den tatsächlichen betrieblichen Arbeitsprozessen trägt dazu bei, dass die Weiterbildung den Anforderungen nach einer arbeitsprozessorientierten Kompetenzentwicklung entspricht. Zu den neueren Weiterbildungsformaten gehören unter anderem Industrie 4.0-Lernfabriken, mit denen auch Mitarbeiter ohne Vorerfahrung mit digitalen Tools und virtuellen Umgebungen an die Industrie 4.0 herangeführt werden können.

    Der Leitfaden ist offen gestaltet, sodass die weitere Entwicklung der Industrie 4.0 und daraus abgeleitete neue Kompetenzen bzw. Kompetenzfelder aufgenommen werden können.

    Das Projekt »FutureKomp 4.0 – Kompetenzen der Zukunft in der Industrie 4.0« ist abgeschlossen. Gefördert wurde das Projekt vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg.

    Kontakt

    Bernd Dworschak
    Teamleiter Kompetenzmanagement
    Fraunhofer IAO
    Nobelstraße 12
    70569 Stuttgart
    Telefon +49 711 970-2042
    Mail bernd.dworschak@iao.fraunhofer.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Informationstechnik, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).