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08.09.2017 11:51

Bildungsgerechtigkeit und Diversity an Hochschulen

Lisa Dittrich Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Justus-Liebig-Universität Gießen

    ArbeiterKind.de und Universität Gießen laden zur 26. Jahreskonferenz des European Access Network (EAN) vom 20. bis 22. September 2017 ein – Anmeldung bis zum 13. September

    ArbeiterKind.de, Deutschlands größte gemeinnützige Organisation für Studierende der ersten Generation, richtet in Zusammenarbeit mit der Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen vom 20. bis 22. September 2017 die 26. Jahreskonferenz des European Access Network (EAN) aus. Unter dem Titel „Sharing stories of empowerment: Creating new strategies for diversity and inclusion in higher education“ finden sich – in diesem Jahr am Gründungsort von ArbeiterKind.de an der JLU Gießen – internationale Praktikerinnen und Praktiker, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie weitere Engagierte zusammen, um sich in Workshops, Vorträgen, Plenen und Open Spaces über Bildungsgerechtigkeit und Diversity an Hochschulen auszutauschen. Erwartet werden Gäste aus ganz Europa, aber auch aus den USA, Kanada und Australien.
    Keynote Speakerin ist unter anderem Prof. Eileen Drew, Trinity College Dublin. Sie stellt das Thema Gender in den Mittelpunkt und spricht in ihrem Vortrag über „Turning gaps into GEPs (gender equality plans): Lessons for equality and diversity from Trinity College Dublin“. Kees Smit, Vreije Universiteit Amsterdam, legt seinen Fokus auf Migration und referiert zu „Equal access to higher education in immigrant societies“. Diesen Schwerpunkt legt auch die gemeinnützige Organisation Kiron. Auf der EAN-Jahreskonferenz berichten die Organisatorinnen und Organisatoren über ihr Programm, das Geflüchteten ein Hochschulstudium in Deutschland ermöglicht.

    Ebenfalls zu Gast wird Prof. Dr. Andrea Bührmann sein. Seit Herbst 2013 ist sie Direktorin des neu gegründeten Instituts für Diversitätsforschung und seit 2015 Vizepräsidentin für Lehre und Studium an der Georg-August-Universität in Göttingen. In ihrem Vortrag „Making diversity happen“ geht sie auf aktuelle Herausforderungen beim Hochschulzugang und -erfolg von unterrepräsentierten Zielgruppen ein und zeigt mögliche Lösungsansätze anhand von Praxisbeispielen auf.

    Ein weiteres Highlight des interaktiven Konferenzprogramms ist die Einbindung der Teilnehmenden ins Plenum und in einen begleitenden Workshop, in dem es um die zentrale Rolle der persönlichen Ermutigung durch die eigene Bildungsgeschichte geht. Unter dem Motto „Start sharing your stories and best practices“ laden ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ArbeiterKind.de die Konferenzteilnehmenden dazu ein, ihre eigene Bildungsgeschichte zu erzählen und von ihrem Engagement zu berichten. So bietet die EAN- Jahreskonferenz einmal mehr eine internationale Plattform für den Austausch über Praxisbeispiele und das Knüpfen persönlicher Kontakte.

    European Access Network (EAN)

    Obwohl heute wesentlich mehr junge Leute studieren als früher, ist der Zugang zum Studium immer noch stark von der sozialen Herkunft und anderen Faktoren abhängig, die nichts mit der individuellen Leistungsfähigkeit zu tun haben. Im EAN-Netzwerk schließen sich seit 1991 verschiedene Akteure aus dem Bildungswesen zusammen, um sich für einen breiteren Zugang zur Hochschulbildung einzusetzen. Derzeit engagieren sich rund 130 Mitglieder in Europa und den USA.

    Seit 2011 ist ArbeiterKind.de-Gründerin und -Geschäftsführerin Katja Urbatsch im Vorstand des European Access Network aktiv. „Wer studieren möchte, sollte auch die Chance dazu haben“, betont Urbatsch: „Das ist die Vision von ArbeiterKind.de, und daher engagiere ich mich bei der EAN. Ich freue mich sehr darüber, Veranstalterin der diesjährigen Jahreskonferenz zu sein und das wichtige und notwendige Thema Diversität und Inklusion an Hochschulen in den Mittelpunkt zu rücken.“

    Die JLU ist Kooperationspartner der EAN-Jahreskonferenz 2017; JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee betont: „Das Ziel, den Zugang benachteiligter Gruppen zum Studium zu fördern, liegt uns an der Justus-Liebig-Universität Gießen sehr am Herzen. Wir sind davon überzeugt, dass Bildung und Karriere nicht von sozialer Herkunft abhängig sein dürfen.“ Prof. Mukherjee wird die Konferenzteilnehmer am 20. September feierlich begrüßen.

    Die 26. EAN-Jahreskonferenz wird u.a. vom Bildungsgerechtigkeitsfonds der Studienförderung der Friedrich-Ebert-Stiftung, dem Bildungs- und Förderungswerk der GEW im DGB e.V. , der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der Sparkasse Gießen gefördert.

    Über ArbeiterKind.de

    ArbeiterKind.de ist Deutschlands größte zivilgesellschaftliche Organisation für alle, die als Erste in ihrer Familie studieren. Bundesweit engagieren sich rund 6.000 Ehrenamtliche in 75 lokalen Gruppen. Sie informieren über die Möglichkeit eines Studiums, ermutigen und begleiten Studierende der ersten Generation auf ihrem Weg vom Studieneinstieg bis zum erfolgreichen Studienabschluss und Berufseinstieg. Rund 38.000 Schülerinnen und Schüler wurden 2016 über Informationsveranstaltungen von ArbeiterKind.de erreicht.

    ArbeiterKind.de ist vielfach ausgezeichnet und hat u.a. im Frühjahr 2016 den IQ-Preis des Vereins Mensa in Deutschland in der Kategorie “Hochbegabung in der Öffentlichkeit“ erhalten. Im Mai 2017 wurde ArbeiterKind.de Nordrhein-Westfalen als „Ort des Fortschritts” ausgezeichnet. Der Erfolg des Ansatzes wurde jüngst in einer Langzeitstudie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) belegt. Danach entscheiden sich gerade Kinder aus Nicht-Akademikerfamilien nach einer Informationsveranstaltung in der Schule häufiger für ein Studium.

    Termin

    26. EAN-Jahreskonferenz: 20. bis 22. September 2017
    Veranstaltungsort: JLU Gießen, Aula, Uni-Hauptgebäude, Ludwigstraße 23, 35390 Gießen

    Eine Anmeldung zur Teilnahme an der 26. EAN-Jahreskonferenz in Gießen ist bis zum 15. September 2017 möglich.
    http://www.arbeiterkind.de/ean

    Kontakt

    Julia Dolscheid
    ArbeiterKind.de-Büro in der Justus-Liebig-Universität Gießen
    Telefon: 0641 - 9912097
    E-Mail: dolscheid@arbeiterkind.de

    Julia Kreutziger
    Telefon: 030 68320430
    E-Mail: presse@arbeiterkind.de

    Die 1607 gegründete Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ist eine traditionsreiche Forschungsuniversität, die über 28.000 Studierende anzieht. Neben einem breiten Lehrangebot – von den klassischen Naturwissenschaften über Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Gesellschafts- und Erziehungswissenschaften bis hin zu Sprach- und Kulturwissenschaften – bietet sie ein lebenswissenschaftliches Fächerspektrum, das nicht nur in Hessen einmalig ist: Human- und Veterinärmedizin, Agrar-, Umwelt- und Ernährungswissenschaften sowie Lebensmittelchemie. Unter den großen Persönlichkeiten, die an der JLU geforscht und gelehrt haben, befindet sich eine Reihe von Nobelpreisträgern, unter anderem Wilhelm Conrad Röntgen (Nobelpreis für Physik 1901) und Wangari Maathai (Friedensnobelpreis 2004). Seit 2006 wird die JLU sowohl in der ersten als auch in der zweiten Förderlinie der Exzellenzinitiative gefördert (Excellence Cluster Cardio-Pulmonary System – ECCPS; International Graduate Centre for the Study of Culture – GCSC).


    Weitere Informationen:

    http://www.arbeiterkind.de
    http://www.ersteanderuni.de
    http://www.ean-edu.org/annual-conference-2017.html


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    fachunabhängig
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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