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13.09.2017 16:48

7. Mainzer Namentagung. Toponyme - eine Standortbestimmung

Petra Plättner Öffentlichkeitsarbeit
Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz

    18. & 19. September 2017, Beginn jeweils 9.15 Uhr,
    Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Plenarsaal
    Geschwister-Scholl-Straße 2
    55131 Mainz

    Bereits im sechsten Jahr in Folge findet in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur eine Namentagung statt. Die diesjährige Ausgabe am 18. und 19. September bereichert das Themenspektrum dieser Reihe um ein wichtiges und lange zurückreichendes Forschungsfeld, die Toponyme.

    Darunter sind Namen aller kartographisch erfassbaren und ortsfesten Objekte zu verstehen, beispielsweise Siedlungs- und Flurnamen, Straßen- oder Gebäudenamen. Solche Ortsnamen sind im Alltag überaus präsent, da wir uns mit ihrer Hilfe orientieren und im Gespräch auf eine bestimmte Örtlichkeit Bezug nehmen können. Darüber hinaus können Toponyme auch gesellschaftspolitische Relevanz aufweisen, was sich beispielsweise bei politisch motivierter Namengebung oder den Diskussionen über Umbenennungen von Straßen zeigt.
    Die Erforschung der Ortsnamen weist eine traditionsreiche Geschichte auf. Lange konzentrierte sich die Forschung vor allem auf historisch gewachsene Toponyme wie Siedlungs- und Flurnamen sowie deren Herkunft. In den letzten Jahrzehnten jedoch spielte diese Disziplin an den meisten deutschen Universitäten sowohl in der Forschung als auch in der Lehre kaum noch eine Rolle. Dabei ergeben sich in Hinblick sowohl auf die gut erforschten als auch die bisher vernachlässigten Namengruppen immer wieder neue Fragestellungen.
    Vor diesem Hintergrund will die Tagung die Frage beleuchten, welche Zukunft die Toponomastik haben kann. Der Schwerpunkt liegt auf der Eröffnung neuer Perspektiven sowie auf der Diskussion innovativer Methoden und Fragestellungen. Darüber hinaus soll die Tagung zu interdisziplinärem Austausch anregen, da Berührungspunkte mit Nachbardisziplinen (etwa Dialektologie, Geschichts- und historische Hilfswissenschaften, Geographie, Archäologie oder Digital Humanities) bestehen.
    Die Referentinnen und Referenten aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Kanada beschäftigen sich unter anderem mit den wenig erforschten inoffiziellen Ortsnamen, mit Benennungsstrategien und Orientierungssystemen in der modernen Großstadt (Namen von U-Bahn-Stationen in Toronto) oder in der Wüste (Toponyme der Tuareg). Namengrammatische Themen kommen ebenso zur Sprache wie der Zeugniswert von Ortsnamen für die Siedlungsgeschichte oder die Strategien kolonialzeitlicher Namengebung. Es werden nicht nur verschiedene Ortsnamenprojekte vorgestellt, sondern auch konzeptionelle Überlegungen für die künftige Ortsnamenforschung präsentiert. Chancen bieten vor allem die Digitalisierung und Visualisierung von Daten.

    Näheres zur Tagung sowie das Programm finden Sie unter: http://www.namenforschung.net/tagungen/toponyme/

    Organisation: Kathrin Dräger (Mainz), Rita Heuser (Mainz), Michael Prinz (Zürich)
    Anmeldung unter: toponyme@adwmainz.de

    Kontakt:
    Dr. Rita Heuser/Dr. Kathrin Dräger, Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands (DFD)
    Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Geschwister-Scholl-Str. 2, 55131 Mainz
    Tel.: 06131 577 253, E-Mail: dfd@adwmainz.de
    Dr. Michael Prinz, Deutsches Seminar, Universität Zürich, Schönberggasse 2, 8001 Zürich
    Tel.: 044 634 51 24, E-Mail: michael.prinz@ds.uzh.ch

    Der Eintritt ist frei. Wir bitten um einen Terminhinweis. Über eine Berichterstattung würden wir uns freuen.


    Anhang
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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Sprache / Literatur
    überregional
    Pressetermine, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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