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14.09.2017 17:14

Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz fördert deutschlandweite VeChi-Studie

Franziska Pollei Hochschulmarketing
Fachhochschule des Mittelstands (FHM)

    Die in Berlin ansässige Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz fördert die deutschlandweite VeChi-Ernährungsstudie der Fachhochschule des Mittelstands (FHM), der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und des Instituts für alternative und nachhaltige Ernährung (IFANE). Die Studie ist bereits seit Februar dieses Jahres in Vorbereitung. Nun hat die renommierte Tierschutzstiftung ein Förderbudget von rund 100.000 Euro zugesagt. Hans-Georg Kluge, stellvertretender Vorsitzender der Erna-Graff-Stiftung, übergab jüngst die Forschungsförderung in Berlin an die Hochschulleitung der FHM.

    Die zentrale Fragestellung der VeChi-Studie (Vegetarian and vegan Children Study) lautet: Was essen vegetarisch, vegan und mit Mischkost ernährte Kinder in Deutschland und wie ist ihre Nährstoffzufuhr?
    Immer mehr Erwachsene, Jugendliche und auch Kinder ernähren sich vegetarisch oder vegan. Bisher gibt es weltweit jedoch nur wenige Studien, die sich mit der fleischlosen Ernährung von Kindern befasst haben. Daher erheben die FHM, die Universität Bonn sowie das Institut IFANE seit Anfang 2017 bundesweit das Ernährungsverhalten und die Nährstoffzufuhr bei Kleinkindern mit unterschiedlichen Ernährungsweisen.

    „Für uns ist dieses Forschungsprojekt thematisch äußerst relevant und somit prädestiniert für eine Förderung. Die Frage nach Erkenntnissen rund um ausgewogene, gesunde Formen der Ernährung, mit einem besonderen Augenmerk auf Veganismus, speziell in der (früh-) kindlichen Entwicklung sind mehr als zeitgemäß. Wir halten wissenschaftlich gestützte Ernährungsempfehlungen als unerlässlich", so der stellvertretende Vorsitzende der Stiftung, Rechtsanwalt Hans-Georg Kluge.

    „Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) und die Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz arbeiten bereits partnerschaftlich im Bachelor Studiengang Vegan Food Management zusammen. So wurden beispielsweise Studieninhalte zum Thema Tierschutz gemeinsam entwickelt und curricular verankert. Da lag es nah, auch Anknüpfungspunkte in diesem Forschungsprojekt zu erörtern“, erläutert Dr. Markus Keller, Hochschullehrer für vegane Ernährung an der FHM.

    Ziel der VeChi-Studie ist es, mindestens 450 Kinder in ihrem Ernährungsverhalten zu analysieren. 300 Familien mit Kindern im Alter von einem bis drei Jahren nehmen bereits an der Studie teil – weitere in dieser Altersgruppe werden derzeit noch gesucht. Alle Teilnehmer erhalten im Anschluss eine detaillierte Auswertung der Nährstoffzufuhr ihrer Kinder sowie individuell angepasste Ernährungstipps.

    Ist die Teilnahme an dieser Studie kompliziert und aufwändig? Die teilnehmenden Familien sind gebeten, drei Tage lang alle Lebensmittel und Getränke zu wiegen und deren Verzehr zu protokollieren. Außerdem werden Körpergröße und Körpergewicht des Kindes sowie Daten zur Gesundheit erfragt. Aufgerufen sind explizit nicht nur Eltern, die ihr Kind vegetarisch oder vegan ernähren: Die Wissenschaftler sind besonders auch an Familien mit Kindern, die Fleisch essen, interessiert, um die Ernährung dieser drei Gruppen vergleichen zu können.


    Weitere Informationen:

    http://www.vechi-studie.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Ernährung / Gesundheit / Pflege
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsprojekte
    Deutsch


    v.l.n.r.: Prof. Dr. Volker Wittberg (Prorektor FHM), Prof. Dr. Anne Dreier (Rektorin FHM), Hans-Georg Kluge (EGS), Dr. Norbert Röttgen, Prof. Dr. Richard Merk (Geschäftsführer FHM)


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