idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Imagefilm
Science Video Project
idw-News App:

AppStore



Teilen: 
21.09.2017 15:20

Saar-Uni punktet im Bund-Länder-Programm für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Thorsten Mohr Pressestelle der Universität des Saarlandes
Universität des Saarlandes

    Für junge Wissenschaftler ist eine Juniorprofessur der Einstieg in eine universitäre Forscherkarriere. Ein Bund-Länder-Programm will diesen Karriereweg nun ausbauen, indem Hochschulen mit überzeugenden Nachwuchs-Konzepten gefördert werden. Die Universität des Saarlandes war mit ihrem Antrag im bundesweiten Wettbewerb erfolgreich und wird in der ersten Förderphase sechs Juniorprofessuren mit perspektivischer Berufung auf eine dauerhafte Professur besetzen. Die Juniorprofessuren werden insbesondere die Forschungsschwerpunkte der Universität stärken: die Informatik, die biomedizinische Forschung mit Brücke zur Materialwissenschaft (NanoBioMed) und die Bereiche Europa und Internationales.

    Darüber hinaus werden Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler auf Karrierewegen jenseits der Professur von einem neuen Programm der Saar-Uni profitieren, das eine verlässliche und transparente Besetzung von Führungspositionen in und außerhalb der Wissenschaft zum Ziel hat. Das Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sieht vor, dass bis 2032 bundesweit rund tausend zusätzliche Tenure-Track-Professuren eingerichtet werden. Die betreffende Bund/Länder-Vereinbarung sieht hierbei vor, dass in zwei Bewilligungsrunden Bundesmittel in Höhe von insgesamt bis zu einer Milliarde Euro bereitgestellt werden und die jeweiligen Sitzländer die langfristige Finanzierung sicherstellen.

    „Tenure Track“ bezeichnet ein Verfahren zur dauerhaften Einrichtung von Professuren, das im anglo-amerikanischen Raum weit verbreitet ist. Hierbei wird herausragenden jungen Forscherinnen und Forschern schon früh auf ihrem Karriereweg eine Lebenszeit-Professur in Aussicht gestellt. Zuvor müssen sie sich in einer befristeten Qualifizierungsphase bewähren und ein wissenschaftliches Begutachtungsverfahren ihrer Leistungen durchlaufen. Die Saar-Uni hat für die Besetzung der Tenure-Track-Professuren und die Überprüfung ihrer Leistungen verbindliche Leitlinien entwickelt, um ein transparentes Verfahren zu gewährleisten. Zudem wurde ein universitäres Weiterbildungsprogramm für Tenure-Track-Professuren in der Bewährungsphase entwickelt, das den wissenschaftlichen Nachwuchs ganz gezielt auf die Übernahme einer Lebenszeitprofessur vorbereitet.

    Neben der klassischen Laufbahn zur Professur sollen junge Talente an der Saar-Uni aber auch auf alternativen Karrierewegen unterstützt werden. Hierzu hat die Universität ein neues Programm entwickelt, in dem der wissenschaftliche Nachwuchs in einer zunächst befristeten Qualifizierungsphase auf die Übernahme einer verantwortungsvollen Führungstätigkeit in der Wissenschaft oder in außeruniversitären Unternehmen und Einrichtungen aus Wirtschaft und Gesellschaft vorbereitet wird. Der neue „Führungskräfte-Track“ sieht vor, dass Nachwuchswissenschaftlern, die sich für eine Karriere jenseits der Professur entschieden haben, eine dauerhafte Führungsposition bereits bei der Einstellung in Aussicht gestellt wird. Ähnlich wie bei der Tenure-Track-Professur muss zuvor eine befristete Qualifizierungsphase erfolgreich durchlaufen werden. Dem wissenschaftlichen Nachwuchs eröffnet das neue Programm verlässliche und transparente Karriereoptionen. Auch dieses neue Programm der Saar-Uni soll durch ein spezielles Beratungs- und Weiterbildungsangebot flankiert werden.


    Weitere Informationen:

    http://www.gwk-bonn.de/fileadmin/Pressemitteilungen/pm2017-10.pdf


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    fachunabhängig
    regional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).