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25.09.2017 11:44

Herzinfarkt – was ist zu tun und was folgt danach?

Pierre König Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung

    Beim Herzinfarkt sofort den Notarzt (112) alarmieren:
    Pumpkraft des Herzens erhalten

    Wer bei einem Herzinfarkt die Infarktsymptome (http://www.herzstiftung.de/Anzeichen-Herzinfarkt.html) richtig einordnet und sofort über den Notruf 112 den Rettungswagen alarmiert, kann sein Herz vor dauerhaften Schäden (Herzschwäche) bewahren. „Leider sind aber mehr als die Hälfte aller Herzinfarktsterbefälle vor Erreichen der Klinik zu beklagen, weil die Betroffenen bei Infarktverdacht zu lange vor der 112 zögern oder die Infarkt-Symptome nicht richtig zuordnen“, berichtet Prof. Dr. med. Heribert Schunkert vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung und stellv. Ärztlicher Direktor des Deutschen Herzzentrums München. Beim Herzinfarkt zählt jede Minute, weil der Infarkt jederzeit lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen (Kammerflimmern) auslösen kann und zum Untergang von Herzgewebe führt. Jedes Jahr erleiden fast 300.000 Menschen einen Herzinfarkt, über 48.000 sterben daran. „Andererseits kann bei raschem Handeln jeglicher Schaden vom Herzmuskel abgewendet und das Leben meist in unveränderter Leistungsfähigkeit fortgesetzt werden, wenn es gelingt das durch den Blutpfropf verschlossene Herzkranzgefäß wieder zu eröffnen“, so Prof. Schunkert.
    Was Herzpatienten mit KHK oder nach überstandenem Herzinfarkt für ihre Herzgesundheit tun sollten, darüber informiert der Experten-Ratgeber „Herz in Gefahr: Koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt“. Der Band (160 S.) kann unter http://www.herzstiftung.de/Koronare-Herzkrankheit-Sonderband.html (Tel. 069 955128400, E-Mail: bestellung@herzstiftung.de) kostenfrei angefordert werden.

    Expertenrat: Wie man sich vor erneutem Infarkt schützt

    Unterschätzte Nachsorge: Ist nach dem Herzinfarkt vor dem Herzinfarkt?
    Auch wenn der Infarkt unbeschadet überstanden wurde, hört die Herzinfarkt-Behandlung nicht im Katheterlabor auf: Die koronare Herzkrankheit (KHK), die den Herzinfarkt verursacht hat, besteht nämlich fort und muss dauerhaft mittels einer Dreifachtherapie behandelt werden. „Dass die KHK fortbesteht, verdrängen viele Infarktpatienten, die sich aufgrund der erfolgreichen Stent-Behandlung in Sicherheit wiegen. Wer aber weitermacht wie vor dem Infarkt ohne seine KHK zu behandeln, riskiert den erneuten Herzinfarkt“, warnt Schunkert. „Das muss aber nicht sein, sofern Herzpatienten die Rehabilitation ernst nehmen.“ Erst die Dreifachtherapie in der Nachsorge kann das Fortschreiten der KHK bremsen. Zur Therapie gehört erstens die Einnahme von Medikamenten u. a zur Verhinderung der Gerinnselbildung, zur Cholesterinsenkung sowie zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzmuskel. Nötig ist zweitens eine Lebensstiländerung mit regelmäßiger Ausdauerbewegung (am besten 5-mal die Woche je 30 Minuten) und gesunder Ernährung, wie sie die Mittelmeerküche bietet (http://www.herzstiftung.de/Rezept-Tipps-Mittelmeerkueche/). Drittens kommt es auf eine konsequente Ausschaltung aller Infarkt-Risikofaktoren wie Diabetes, Übergewicht, Rauchen und Stress an. In der Rehabilitation können Herzinfarktpatienten lernen, mit ihrer Krankheit umzugehen, machen sich mit einem gesunden Lebensstil vertraut und setzen sich mit Fragen zur beruflichen Wiedereingliederung auseinander. Nach Schätzungen entscheidet sich nur ca. die Hälfte der Herzinfarktpatienten für eine Reha. Zirka 20 bis 30 Prozent dieser Patienten benötigen eine psychologische Betreuung etwa zur Verarbeitung von Ängsten vor dem erneuten Infarkt.

    Tipps und Infos
    Weitere Infos erhalten Betroffene und Angehörige in dem Ratgeber „Herz in Gefahr – Koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt“. Der Band (160 S.) informiert über Möglichkeiten der Vorbeugung, Diagnose und Therapie der KHK/Herzinfarkt und ist kostenfrei erhältlich unter www.herzstiftung.de/khk-sonderband.html oder per Tel. unter 069 9551228400 oder per E-Mail unter bestellung@herzstiftung.de

    Das Interview „Eine Chance: Rehabilitation“ (8 Seiten) mit dem Kardiogen und Reha-Experten Prof. Dr. med. Bernhard Schwaab, Curschmann Klinik Timmendorfer Strand, kann kostenfrei bei der Deutschen Herzstiftung (Stichwort: Reha-Beitrag) per Tel. 069 955128400 oder per E-Mail unter bestellung@herzstiftung.de angefordert werden.

    Download von druckfähigem Bildmaterial unter:
    www.herzstiftung.de/presse/bildmaterial/khk-ratgeber.jpg
    www.herzstiftung.de/presse/bildmaterial/collage-reha-beitrag.jpg

    Bildnachweise:
    Cover „Herz in Gefahr“: S. Kaulitzki/Fotolia.com; Jan Neuffer
    Collage „Eine Chance: Rehabilitation“: C. Marx/DHS.
    Foto von Prof. H. Schunkert: Jörg Müller (Foto honorarfrei unter Tel. 069 955128114 oder wichert@herzstiftung.de erhältlich).

    38/2017
    Informationen:
    Deutsche Herzstiftung e.V.
    Pressestelle:
    Michael Wichert/Pierre König
    Tel. 069 955128-114/-140
    E-Mail: wichert@herzstiftung.de/
    koenig@herzstiftung.de


    Weitere Informationen:

    http://www.herzstiftung.de/Anzeichen-Herzinfarkt.html
    http://www.herzstiftung.de/Koronare-Herzkrankheit-Sonderband.html
    http://www.herzstiftung.de/Rezept-Tipps-Mittelmeerkueche/
    http://www.herzstiftung.de


    Bilder

    Prof. Dr. med. Heribert Schunkert, Mitglied im Wiss. Beirat der Deutschen Herzstiftung, stellv. Ärztlicher Direktor, Deutsches Herzzentrum München
    Prof. Dr. med. Heribert Schunkert, Mitglied im Wiss. Beirat der Deutschen Herzstiftung, stellv. Ärzt ...
    Jörg Müller
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    Eine Chance: Rehabilitation“
    Eine Chance: Rehabilitation“
    C. Marx/DHS
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    Anhang
    attachment icon Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach wie vor häufigste Todesursache

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

    Prof. Dr. med. Heribert Schunkert, Mitglied im Wiss. Beirat der Deutschen Herzstiftung, stellv. Ärztlicher Direktor, Deutsches Herzzentrum München


    Zum Download

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    Eine Chance: Rehabilitation“


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