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02.10.2017 13:15

Aus dem Weltraum nach Jena

Juliane Dölitzsch Stabsstelle Kommunikation/Pressestelle
Friedrich-Schiller-Universität Jena

    Universität Jena und die japanische Raumfahrtbehörde JAXA vertiefen wissenschaftliche Kooperation auf Delegationsreise in Tokio

    „Viele Asteroiden unseres Sonnensystems bestehen aus recht trockenen Silicaten“, berichtet Prof. Dr. Falko Langenhorst von der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU), „doch anhand winziger Staubpartikel vom Asteroiden Itokawa haben wir herausgefunden, dass diese mit heißer methanreicher Flüssigkeit im Kontakt standen.“ Herausragende Forschungsergebnisse wie dieses zur Weltraummission Hayabusa 1 sind der Grund, warum die japanische Raumfahrtbehörde JAXA die Kooperation mit der FSU nun vertieft. Auf einer thüringischen Delegationsreise in Tokio unterzeichneten Uni-Präsident Prof. Dr. Walter Rosenthal und Dr. Saku Tsuneta, Generaldirektor der JAXA, heute (2.10.) die entsprechende Vereinbarung. Die Delegation wird angeführt von Wolfgang Tiefensee, Thüringens Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft.

    Initiator für die Intensivierung der Zusammenarbeit ist Prof. Langenhorst, der an der FSU den Lehrstuhl für Analytische Mineralogie der Mikro- und Nanostrukturen innehat. Sein Ziel ist es, vor allem auf Ausbildungs- und Forschungsebene noch enger mit den Wissenschaftlern der JAXA zu kooperieren. „Was die japanische Raumfahrt leistet, ist enorm“, betont der Jenaer Geowissenschaftler zudem, „dass ihr Missionen wie die Hayabusa 1 gelingen und sie einzigartige Proben aus dem Weltraum zurück auf die Erde bringt, damit sie hier mit Hochleistungsgeräten untersucht werden können, ist eine Glanzleistung der Forschung.“

    Von der engeren Zusammenarbeit verspricht er sich daher neben dem Austausch von Jenaer und japanischen Doktoranden und Post-Docs auch weitere Synergien. Momentan laufe bereits die nächste Weltraummission, Hayabusa 2. Auch deren Proben als eine der ersten Forschungseinrichtungen analysieren zu können, wäre eine Auszeichnung für die FSU, sei aber an ein komplexes Vergabeverfahren gekoppelt. „Allein wissenschaftliche Qualität zählt dabei“, erklärt Langenhorst.

    Prof. Rosenthal ist überzeugt, mit dieser punkten zu können: „Oft kooperieren Raumfahrtbehörden vor allem untereinander – dass die JAXA die Verbindung mit der FSU vertiefen möchte, begreifen wir als eine große und außergewöhnliche Ehre für die Universität Jena und unsere Wissenschaftler vor Ort.“

    Zur Delegation gehören etwa 50 Größen der Thüringer Industrie und Forschung. Von der FSU begleitet neben Rosenthal und Langenhorst Dr. Claudia Hillinger aus dem Internationalen Büro die Reise. Die Uni Jena kooperiert in Japan außer mit der JAXA noch mit elf Universitäten.

    Hayabusa 1 war die vierte Weltraummission überhaupt, die mit Proben aus dem Weltraum auf die Erde zurückkehrte. Dies war zuvor nur Apollo, dem russischen Luna-Programm und der Stardust-Mission der NASA gelungen. Die Friedrich-Schiller-Universität gehörte 2012 zu den ersten zwei Forschungsinstitutionen in Europa, welche die Proben von der Hayabusa-Mission untersuchen durften.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Falko Langenhorst
    Analytische Mineralogie der Mikro- und Nanostrukturen
    Institut für Geowissenschaften der Universität Jena
    Carl-Zeiss-Promenade 10, 07745 Jena
    Tel.: 03641 / 948730, 03641 / 948710 (Sekr.)
    E-Mail: falko.langenhorst[at]uni-jena.de

    Dr. Claudia Hillinger
    Internationales Büro der Universität Jena
    Fürstengraben 1, 07743 Jena
    Tel.: 03641 / 931160
    E-Mail: claudia.hillinger[at]uni-jena.de


    Weitere Informationen:

    http://www.uni-jena.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Geowissenschaften, Werkstoffwissenschaften
    regional
    Kooperationen
    Deutsch


    FSU-Präsident Prof. Dr. Walter Rosenthal (v.l.) und JAXA-Generaldirektor Dr. Saku Tsuneta (v.r.) unterzeichnen im Beisein von Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee die Vereinbarung.


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