idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
12.10.2017 09:37

Bakteriophagen: Wissenschaftler gründen Netzwerk für Forschung und Anwendung

Florian Klebs Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Hohenheim

    „Nationales Forum Phagen“ bei Konferenz an Uni Hohenheim beschlossen / Ziel: Deutsche Phagenforschung stärken, Forscher und Institutionen national und international vernetzen

    Sie gelten als mögliche Alternative zu Antibiotika: Bakteriophagen genannte Viren, die in Bakterien eindringen und die Erreger abtöten. In Deutschland wurde die Forschung zu den Bakterienkillern lange vernachlässigt. Ein neues bundesweites Netzwerk soll dies ändern: Das beschlossen Wissenschaftler und Vertreter von Pharma-Unternehmen aus ganz Deutschland im Rahmen einer internationalen Konferenz zur Bakteriophagenforschung an der Universität Hohenheim in Stuttgart.

    Über 100 Teilnehmer des 1. Deutschen Bakteriophagen-Symposiums beschlossen die Gründung des neuen Forums am gestrigen Mittwochvormittag. Kontaktstelle für das neue Forum ist das Forschungszentrum für Gesundheitswissenschaften der Universität Hohenheim.

    Inhalte und Aufgaben sollen sein:

    • Verschiedene Disziplinen in Natur- und Umweltwissenschaften, Gesundheitswesen, Medizin, Pharmazie, Landwirtschaft, Ernährungs- und Wirtschaftswissenschaften vernetzen

    • Bedarfsträger, Forschung, Wirtschaft, Zulassungsbehörden, Fördermittelgeber und gesellschaftliche Akteure miteinander ins Gespräch bringen, um mithilfe von Bakteriophagen neue Lösungen zu entwickeln für human- und veterinärmedizinische Therapien, Lebensmittelhygiene und Umweltsanierung. Auch die Anwendung in kosmetischen Produkten und in möglichen weiteren Anwendungsfeldern soll gefördert werden.

    • Deutsche Phagenforschung in bereits bestehende internationale Netzwerke einbinden und produktive Partnerschaften fördern

    • Eine Übersicht aller relevanten Akteure in Deutschland mit Kontaktdetails anbieten

    • Wissenschaftlichen Nachwuchs fördern

    • Forschungsaktivitäten anbahnen

    Interessierte Wissenschaftler und Fachleute auf dem Gebiet der Phagenforschung und –anwendung können sich ab sofort mit dem Forschungszentrum für Gesundheitswissenschaften in Verbindung setzen: https://health.uni-hohenheim.de/phagen

    HINTERGRUND: Phagenforschung & Forschungszentrum für Gesundheitswissenschaften

    Organisiert wurde das erste Deutsche Phagen-Symposium durch das Forschungszentrum für Gesundheitswissenschaften (FZG) der Universität Hohenheim. Das FZG bietet eine dynamische Plattform für alle Akteure, die an Themen und gemeinsamen Projekten im Bereich Lebenswissenschaften und Gesundheitsforschung interessiert sind. Es fördert interdisziplinäre Spitzenforschung und ihre Anwendung im Sinne des "One Health"-Konzeptes, verlinkt institutsübergreifend Expertise in verschiedenen Themenfeldern, z. B. Biologie, Immunologie, Gesundheitswesen, Medizin, Landwirtschaft, Ernährungs-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und stärkt die Brücken zwischen Forschung und Anwendung, z. B. zwischen Labor, Klinik, Wirtschaft und gesellschaftlichen Akteuren. Im Bereich der Phagenforschung bietet das FZG an, als die nationale Kontaktstelle für Phagenforschung und deren Anwendung zu fungieren.

    Kontakt für Medien
    PD Dr. Wolfgang Beyer, Institut für Infektions- und Umwelthygiene bei Nutztieren, Universität Hohenheim; Wissenschaftlicher Sprecher Nationales Forum Phagen (interim)
    T 711 459 22429, E Wolfgang.Beyer@uni-hohenheim.de

    Katerina Potapova, Forschungszentrum für Gesundheitswissenschaften, Universität Hohenheim
    T 0711 459 24615, E katerina.potapova@uni-hohenheim.de


    Weitere Informationen:

    https://health.uni-hohenheim.de/phagen


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Biologie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Tier- / Agrar- / Forstwissenschaften, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Kooperationen, wissenschaftliche Weiterbildung
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).