idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
12.10.2017 11:09

Diskurs: Wie lässt sich durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Produktion Energie sparen?

Sabine Nollmann Öffentlichkeitsarbeit
BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik

    Workshop des Forschungsprojektes KIPro „Digitalisierung in der Produktion zur Steigerung der Energieeffizienz – Anwendung von KI“ | BMWi-Themenverbund diskutiert bei Arbeitstreffen an der Universität Bremen über Bedarfe und technische Möglichkeiten

    Wie lässt sich mithilfe Künstlicher Intelligenz künftig in der Produktion mehr Energie sparen? Das diskutieren Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung am 11. und 12. Oktober 2017 an der Universität Bremen. Die Wissenschaftler des Instituts für integrierte Produktentwicklung (BIK) und des BIBA – Bremer Institut für Produktion und Logistik sehen hier große Potenziale. Im Rahmen des Forschungsprojektes „KI unterstützte Plattform zur Assistenz von Produktionssteuerung zur Verbesserung der Energieeffizienz“ (KIPro) haben sie Experten aus ganz Deutschland zu einem gemeinsamen Austausch über dieses Zukunftsthema eingeladen.

    Das Projekt KIPro läuft seit September 2015 und zählt zu den vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten und im thematischen Verbund "Energieeffizienz durch KI-Technologien" gebündelten Projekten. Der Workshop „Digitalisierung in der Produktion zur Steigerung der Energieeffizienz – Anwendung von KI“ an der Universität Bremen richtet sich an Akteure in diesem Themenverbund und hat zum Ziel, sich auszutauschen, die Entwicklung voranzutreiben und Weichen für künftige Forschungen auf diesem Gebiet zu stellen. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem BMWi und dem Projektträger Jülich (PTJ) statt. Entsprechend hochkarätig ist sie besetzt.

    Diskurs und Impulse für nächstes Energieforschungsprogramm der Bundesregierung

    Während des Workshops werden Forschungen im Themenverbund und aktuelle Entwicklungen vorgestellt sowie die Bedarfe der Industrie diskutiert. Der Fokus der Veranstaltung liegt auf den technischen Herausforderungen wie Datenhandling, Algorithmen und Auswertung sowie unter anderem auf den Fragen, wie gut Unternehmen auf den Einsatz von KI vorbereitet sind, was zur Umsetzung der KI in der Produktion erforderlich ist, und bei welchen Produkten und Produktionsverfahren der Einsatz von KI Chancen bietet. Zudem geht es um Perspektiven. Erörtert werden daher auch Trends und Themen, die im Rahmen der Forschungsnetzwerke Energie in die nächsten Energieforschungsprogramme der Bundesregierung einfließen.

    Forschungen belegen: Künstliche Intelligenz unterstützt bei Reduktion des Energieverbrauchs

    „Durch die rasant fortschreitenden Entwicklungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie eröffnen sich der Industrie stetig neue Optionen, Herstellungsprozesse ressourcenschonender zu gestalten“, sagt Prof. Dr.-Ing. Klaus-Dieter Thoben, Leiter des BIBA und des BIK. „So lässt sich durch die Nutzung von Methoden der Künstlichen Intelligenz zum Beispiel der Primärenergieverbrauch in der Produktion senken. Das belegen unsere Forschungen unter anderem im Projekt KIPro.“

    Im dem Projekt entwickeln die Wissenschaftler ein neues Werkzeug für das Personal in der Produktion. Aktuelle Energiemanagementsysteme erfassen ausschließlich die Energiedaten, stellen diese dar und ermitteln Kennzahlen zur Bewertung. Die Projektpartner nutzen dieses aufbereitete Wissen, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mittels eines Werkzeuges gezielt bei der Wahl der Prozessparameter für eine energieeffiziente Produktion zu unterstützen. Dieses Tool basiert auf Künstlicher Intelligenz. Es erhöht die Transparenz des Energieeinsatzes, generiert automatisch Vorschläge und hilft damit bei der Entscheidungsfindung.

    Testphase mit Anwendungsszenarien in Lebensmittel-, Futtermittel- und Recyclingindustrie

    Derzeit läuft die Testphase anhand von drei Anwendungsfällen in der mittelständischen Wirtschaft. Betrachtet werden Szenarien in der Lebensmittel-, in der Futtermittel- und in der Recyclingindustrie. An dem Projekt sind Agrarfrost (Wildeshausen), das Austing Mischfutterwerk (Damme), mit unoTech (Niederlangen) und Sutco RecyclingTechnik (Bergisch Gladbach) zwei Unternehmen der L&M Group sowie SCHULZ Systemtechnik (Visbeck) beteiligt.

    Ein weiteres Beispiel für die Forschungen in dem Themenverbund ist das Projekt „Effizienzsteigerung eines Aluminiumschmelzofens“ (ALSO 4.0) am Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH), an dem die Bremer Forscher ebenfalls beteiligt sind.

    Achtung Redaktionen:

    Fotos zur Pressemitteilung finden Sie unter www.biba.uni-bremen.de/press2017.html oder erhalten sie über Sabine Nollmann (E-Mail: mail@kontexta.de, Mobil: 0170 904 11 67).

    Ihre Ansprechpartner:

    Prof. Dr.-Ing. Klaus-Dieter Thoben (Institutsleiter BIBA und BIK)
    Telefon: 0421 218-50 005, E-Mail: tho@biba.uni-bremen.de

    Dr.-Ing. André Decker (Projektleiter BIK)
    Telefon: 0421 218-64 874; E-Mail: decker@uni-bremen.de


    Weitere Informationen:

    http://www.bik.uni-bremen.de
    http://www.biba.uni-bremen.de
    http://www.kipro-projekt.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Elektrotechnik, Energie, Informationstechnik, Maschinenbau, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


    Ein Anwendungsszenario im Projekt KIPro aus der Lebensmittelindustrie: hier in der Pommes-frites-Produktion bei Projektpartner Agrarfrost (Wildeshausen).


    Zum Download

    x

    Szene aus der Abfallwirtschaft: Auch bei KIPro-Projektpartner Sutco RecyclingTechnik (Bergisch Gladbach) von der L&M Group wird anhand eines Anwendungsfalls geforscht.


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).