Vorpommerngesundheit - 20 Jahre SHIP und kein Ende

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19.10.2017 06:00

Vorpommerngesundheit - 20 Jahre SHIP und kein Ende

Constanze Steinke Pressearbeit
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

    Festveranstaltung zum Jubiläum der Gesundheitsstudie mit Minister Harry Glawe

    Seit nunmehr 20 Jahren untersuchen Wissenschaftler aus Greifswald in einem Großprojekt die Gesundheit der Vorpommern. Diese sind damit die bestuntersuchten Bewohner einer Region überhaupt.

    Bei der SHIP-Studie (Study of Health in Pomerania) werden Erwachsene aus Vorpommern regelmäßig medizinisch und zahnmedizinisch untersucht, um den Zusammenhang zwischen Risikofaktoren und Krankheiten besser zu verstehen. Die gewonnen Daten sollen den Gesundheitszustand aufzeigen und dabei helfen, den künftigen medizinischen und zahnmedizinischen Versorgungsbedarf in der Bevölkerung abzuschätzen.

    Am Freitag, dem 3. November 2017, findet in der Universitäts- und Hansestadt ein Festsymposium statt, auf dem neben einem Rückblick auch die Zukunft der Bevölkerungsforschung und der SHIP-Studie im Mittelpunkt stehen (s. Programm). Im Vorfeld der Veranstaltung lädt die Unimedizin Greifswald um 13.15 Uhr zu einem Pressegespräch mit Gesundheitsminister Harry Glawe ein.

    Pressekonferenz zu 20 Jahren SHIP-Studie
    Freitag, 3. November 2017,
    um 13.15 Uhr
    MAJUWI - Maritimes Jugenddorf Wieck, Seminarraum
    Yachtweg 3, 17493 Greifswald/Eldena

    Über Ihr Interesse würden wir uns sehr freuen.

    Größte Forschungsabteilung der Universität
    „Vor 20 Jahren wurde der erste Proband untersucht. Die erste Gruppe ist bereits viermal intensiv untersucht worden(SHIP-0,-1,-2,-3), während die zweite Studiengruppe derzeit zum zweiten Mal untersucht wird (Trend-0,-1)“, sagte Studienleiter Professor Henry Völzke. Aktuell läuft die Diskussion um eine dritte Untersuchungsgruppe. „Die Studienergebnisse haben viele grundlegende und komplexe medizinische Zusammenhänge aufgedeckt, so beispielsweise, dass Zahnfleischschwund das Herzinfarktrisiko erhöht, eine Leberverfettung das Diabetesrisiko fördert und eine Arterienverkalkung die Knotenbildung in der Schilddrüse anregt.“

    Darüber hinaus dient die Langzeitstudie zur Bestimmung wichtiger Referenzwerte für Laboranalysen, körperliche Belastbarkeit und Organgrößen. Mit modernen bioinformatischen Verfahren werden aus den umfangreichen Informationen relevante Gesundheitsindikatoren „herausgefischt“. Der Bekanntheitsgrad der Studie mit vielen wissenschaftlichen Publikationen ist enorm, was auch an zahlreichen nationalen und internationalen Kooperationen liegt. So laufen unter anderem große Schwesternstudien in Brasilien mit 2.000 und in Polen mit bis zu 5.000 Teilnehmern.
    Die Abteilung SHIP/Klinisch-Epidemiologische Forschung am Institut für Community Medicine ist mittlerweile mit 130 Mitarbeitern die größte Forschungsabteilung der Universität Greifswald. Aus SHIP heraus haben sich weitere Schwerpunktprojekte für die Bevölkerungsforschung in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt. Dazu zählen beispielsweise GANI_MED („SHIP in der Klinik“ - Greifswald Approach to Individualized Medicine), die Präventionsforschung am Greifswalder Standort des Deutschen Zentrums für Herz- Kreislauf-Forschung (DZHK) e.V sowie die bundesweite Gesundheitsstudie NAKO.

    Festsymposium 20 Jahre SHIP – Leben und Gesundheit in Vorpommern
    Freitag, 3. November 2017, im MAJUWI, Yachtweg 3, 17493 Greifswald

    Ab 13:00 Uhr - Tag des offenen Busses
    Das Team des PAKt-MV mobil für die betriebliche Gesundheitsvorsorge stellt sich vor.

    +++ 13.15 Uhr - Pressekonferenz +++
    mit Minister Harry Glawe und Studienleiter Prof. Henry Völzke

    14.00 Uhr - Grußworte
    Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit MV
    Prof. Dr. Johanna Eleonore Weber, Rektorin der Universität Greifswald
    Prof. Dr. Rainer Rettig, Studiendekan der Universitätsmedizin Greifswald

    Die SHIP-Story - 20 Jahre SHIP und kein Ende in Sicht
    Prof. Dr. Henry Völzke, Universitätsmedizin Greifswald

    15:30 Uhr - Kaffeepause

    16.00 Uhr - Vorträge
    Epidemiologische Forschung in Deutschland, wie alles begann
    Prof. em. Dr. Dr. H.-Erich Wichmann, München
    Epidemiologische Forschung in Deutschland, heute und morgen
    Prof. Dr. Klaus Berger, Universitätsklinikum Münster

    Weitere Infos unter http://www2.medizin.uni-greifswald.de/cm/fv/ship.html

    Universitätsmedizin Greifswald
    Institut für Community Medicine
    Abteilung SHIP/ Klinisch-Epidemiologische Forschung
    Leiter: Prof. Dr. med. Henry Völzke
    Walther-Rathenau-Straße 48, 17475 Greifswald
    T +49 3834 86-75 41
    E voelzke@uni-greifswald.de
    http://www.medizin.uni-greifswald.de
    <www. ship.community-medicine.de>
    http://www.facebook.com/UnimedizinGreifswald
    Twitter @UMGreifswald


    Anhang
    attachment icon Programmflyer 20 Jahre SHIP

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Biologie, Chemie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Informationstechnik, Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Pressetermine
    Deutsch


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