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19.10.2017 22:00

Die Georg von Holtzbrinck Preise für Wissenschaftsjournalismus 2017 sind vergeben

Ursel Zetzsche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Veranstaltungsforum Holtzbrinck Publishing Group

    Berlin, 19. Oktober 2017 – Der Vorsitzende der Jury, Dr. Stefan von Holtzbrinck, zeichnet die Preisträger des Georg von Holtzbrinck Preis für Wissenschaftsjournalismus 2017 heute im Hotel de Rome in Berlin aus. Anke Sparmann, freie Journalistin, ist Preisträgerin in der Kategorie Print, die freien Autoren und Regisseure Alexander Lahl und Max Mönch erhalten den Preis in der Kategorie elektronische Medien und der freie Journalist Theodor Schaarschmidt wird mit dem Nachwuchspreis ausgezeichnet.

    Der Preis wurde 1995 von der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Zeitschrift "Scientific American", einer der ältesten Wissenschaftszeitschriften der Welt, ins Leben gerufen. Er wird jährlich vergeben und würdigt herausragende Leistungen auf dem Gebiet des Wissenschaftsjournalismus. Es wird jeweils ein Preis in den Kategorien Print, elektronische Medien und Nachwuchs vergeben. Die Preise in den Kategorien Print und elektronische Medien sind mit jeweils 5.000 EUR, der Nachwuchspreis mit 2.500 EUR dotiert. Der Jury gehören, unter dem Vorsitz von Dr. Stefan von Holtzbrinck, renommierte Journalisten und Wissenschaftler an.

    ANKE SPARMANN wird von der Jury ausgezeichnet für ihre in GEO und DIE ZEIT erschienenen Beiträge zu relevanten und kontroversen Umwelt- und Gesundheitsfragen, die durch tiefe Recherche und detaillierte Einordnung komplexer wissenschaftlicher Zusammenhänge beindrucken. In „Tatort: Wiese“ berichtet Anke Sparmann über Pestizide wie Neonicotinoide, die einerseits eine Erfolgsgeschichte in der Landwirtschaft haben und andererseits zu erheblichen Schädigungen von Nichtzielorganismen wie Bienen und zu massenhaftem Verlust von Insekten führen. In ihrem Beitrag „Krebs: Warum wir ihn nicht besiegen sollten“ widmet sich die Autorin fundamentalen Veränderungsprozessen und neuesten Ansätzen der Forschung in der Krebstherapie. Ihr Artikel „Was ist drin?“ beschreibt sehr anschaulich und leicht verständlich die komplexen Auswirkungen des Pflanzengifts Glyphosat und die Probleme der EU im Zulassungsverfahren. Mit sprachlich geschliffenem Stil und klarer Struktur gelingt es Anke Sparmann, kurzweilig und spannend komplexe und kontroverse wissenschaftliche Zusammenhänge einer breiten Öffentlichkeit näher zu bringen.

    ALEXANDER LAHL und MAX MÖNCH werden von der Jury ausgezeichnet für ihre auf Arte Futur und Arte TV ausgestrahlten Fernsehbeiträge, die sich durch tiefes Eindringen in wissenschaftliche Themen und die anschauliche Vermittlung unterschiedlicher Facetten auszeichnen. In „Das Grönlandeis. Am Ende der Ewigkeit“ berichten Lahl und Mönch sehr differenziert über den heutigen Stand der Forschung zum Rückgang des Grönlandeises und die Folgen für Meere und Klima. Ihr Beitrag „Plastik. Gefährliches Fressen im Ozean“ zeigt eindrucksvoll die Auswirkungen der Verbreitung von Plastik in den Meeren auf die maritime Nahrungskette und die Organismen. Mit ihrer Arbeit „Die Eroberung der Weltmeere“ zeigen sie anschaulich wie die geologische Erforschung der Kontinentalsockel zu einem Wettstreit der Staaten um die Hoheit über Meeresgebiet geführt hat. Dem Team Alexander Lahl und Max Mönch gelingt es überzeugend, gründlich recherchierte Wissenschaftsthemen verständlich und populär aufzubereiten. Mit ihren Fernsehbeiträgen tragen sie in vorbildlicher Weise dazu bei, eine breite Öffentlichkeit für Wissenschaftsthemen zu interessieren.

    THEODOR SCHAARSCHMIDT wird von der Jury für seine in Gehirn&Geist veröffentlichten Arbeiten zu Themen der Psychologie und Neurowissenschaften gewürdigt. Seine Beiträge sind fundiert recherchiert und ordnen aktuelle Themen von gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Relevanz differenziert ein. In „Was Macht mit uns macht“ zeigt der Autor anschaulich wie Macht das Denken und Handeln des Menschen beeinflusst. „Die Brandstifter aus dem Netz“ zeigt eindrucksvoll auf, welche Mechanismen Hass in den sozialen Netzwerken verstärken. Sein Beitrag „Gibt es Geschlechterunterschiede im Gehirn?“ gibt einen differenzierten und spannenden Einblick in die unterschiedlichen Forschungsmethoden von Neurowissenschaftlern und Sozialforschern. Informationsdichte und sprachliche Eleganz zeichnen die Beiträge von Theodor Schaarschmidt aus, mit denen er wesentlich zur Vermittlung von Wissenschaft an eine breite Öffentlichkeit beiträgt.

    Die Jury des Georg von Holtzbrinck Preis für Wissenschaftsjournalismus spricht im Jahr 2017 zusätzlich zu der Vergabe der Preise eine Lobende Erwähnung für ACHIM PODAK, Bereichsleiter Wissen und Gesellschaft und das TEAM DES SRF aus für die 8 Stunden Live-Berichterstattung vom Wissenschaftsevent „Cybathlon“. Damit würdigt die Jury ausdrücklich das große Engagement von Achim Podak und seiner Redaktion bei der außergewöhnlichen Umsetzung eines bedeutenden Wissenschaftsthemas mit hoher gesellschaftlicher Relevanz. Mit seinem Thementag auf SRF 1, SRF info und 3Sat hat Achim Podak in herausragender Weise Begeisterung und Neugier der breiten Öffentlichkeit für Wissenschafts- und Forschungsthemen geweckt.

    Die aktuellen Jurymitglieder:

    Dr. Stefan von Holtzbrinck (Vorsitz)
    Vorsitzender der Geschäftsführung, Holtzbrinck Publishing Group

    Prof. Dr. Dr. Andreas Barner
    Mitglied des Gesellschafterausschusses, Boehringer Ingelheim

    Ulrich Blumenthal
    Redaktionsleiter, "Forschung aktuell", Deutschlandfunk

    Uta-Micaela Dürig
    Geschäftsführerin, Robert Bosch Stiftung GmbH

    Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner
    Präsident, Leibniz-Gemeinschaft e.V.

    Prof. Dr. Carsten Könneker
    Chefredakteur, Spektrum der Wissenschaft

    Joachim Müller-Jung
    Leiter des Ressorts Natur und Wissenschaft, Frankfurter Allgemeine Zeitung

    Andreas Sentker
    Ressortleiter Wissen, DIE ZEIT und Herausgeber ZEIT Wissen

    Prof. Dr. Peter Strohschneider
    Präsident, Deutsche Forschungsgemeinschaft e.V.

    Ranga Yogeshwar
    Moderator ARD-Sendungen

    Hinweis für die Medien:
    Weitere Informationen und Fotos der Preisträger finden Sie auf unserer
    Homepage: http://www.vf-holtzbrinck.de/de/presse/

    Für alle Rückfragen:
    Veranstaltungsforum Holtzbrinck Publishing Group
    Ursel Zetzsche | Telefon: 030 / 27 87 18–20 | E-Mail: gvhpreis@vf-holtzbrinck.de


    Weitere Informationen:

    http://www.vf-holtzbrinck.de/de/presse/


    Anhang
    attachment icon Die Verleihung fand im Hotel de Rome Berlin statt.

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    fachunabhängig
    überregional
    Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


    Die Preisträger 2017 des Georg von Holtzbrinck Preis für Wissenschaftsjournalismus: Anke Sparmann, Alexander Lahl, Max Mönch, Theodor Schaarschmidt. Lobende Erwähnung: Achim Podak + das Team des SRF


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    Die neue Ausschreibung beginnt im Februar 2018.


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