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07.11.2017 12:55

Interdisziplinäre Tagung zu Crowdworking an der Europa-Universität Viadrina

Michaela Grün Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

    Welche Formen des Crowdworking gibt es? Welche Position nehmen Arbeitskräfte in diesem Arbeitsprozess ein? Wie sind sie rechtlich abgesichert? Diese und weitere Fragen untersuchte das Team des interdisziplinären Forschungsprojektes „Koordination selbstständiger Unselbstständigkeit: Erwerbsarbeit jenseits der Organisation im Internetzeitalter“ an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Die Forschungsgruppe präsentiert am Donnerstag, dem 16. November, von 10.00 Uhr bis 18.30 Uhr, ihre Ergebnisse im Rahmen der Tagung „Unselbstständige Selbstständigkeit: Crowdworking zwischen Autonomie und Kontrolle“ im Logensaal des Logenhauses, Logenstraße 11.

    Zwischen selbstständiger und abhängiger Arbeit – Interdisziplinäre Tagung zu Crowdworking an der Europa-Universität Viadrina / öffentliches Podiumsgespräch

    Welche Formen des Crowdworking gibt es? Welche Position nehmen Arbeitskräfte in diesem Arbeitsprozess ein? Wie sind sie rechtlich abgesichert? Diese und weitere Fragen untersuchte das Team des interdisziplinären Forschungsprojektes „Koordination selbstständiger Unselbstständigkeit: Erwerbsarbeit jenseits der Organisation im Internetzeitalter“ an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Die Forschungsgruppe präsentiert am Donnerstag, dem 16. November, von 10.00 Uhr bis 18.30 Uhr, ihre Ergebnisse im Rahmen der Tagung „Unselbstständige Selbstständigkeit: Crowdworking zwischen Autonomie und Kontrolle“ im Logensaal des Logenhauses, Logenstraße 11.

    Im Zentrum steht die Diskussion über das Spannungsfeld von Autonomie und Kontrolle im Crowdworking. Einen Impulsvortrag hält um 10.15 Uhr Thorben Albrecht, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales und Mitglied der „Global Commission on the Future of Work“ der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).
    Um 11.30 Uhr hält der Arbeitsrechtsexperte Prof. Dr. Rüdiger Krause von der Universität Göttingen einen Vortrag mit dem Titel „Plattformökonomie – Löst sich das Arbeitsrecht durch das Internet auf?“.

    Die Tagung richtet sich an ein Fachpublikum. Eine Anmeldung ist nicht mehr möglich.
    Medien sind herzlich eingeladen in den Logensaal der Viadrina, Logenstraße 11.

    Zum Abschluss der Tagung findet um 17.00 Uhr ein öffentliches Podiumsgespräch statt. Ines Zimzinski vom Deutschen Crowdsourcing-Verband, Gunter Haake von der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, Ralf Lemster vom Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer, sowie Sebastian Strube, freier Journalist u. a. für den Bayerischen Rundfunk und Süddeutsche.de, debattieren zum Thema „Crowdworking als gute Arbeit im Internetzeitalter?“. Das Podiumsgespräch wird moderiert von Viadrina-Rechtswissenschaftlerin Prof. Dr. Eva Kocher.
    Interessierte sind herzlich eingeladen in den Logensaal der Viadrina, Logenstraße 11.

    Zum Forschungsprojekt:
    Beim Crowdworking lagern Unternehmen Tätigkeiten an externe Arbeitskräfte über digitale Plattformen aus. Neben einfachem Crowdworking, wie etwa dem Kategorisieren von Bildern, werden auch komplexe Aufgaben, wie Produktdesign, an die „Crowd“ vergeben. Traditionelle Prozesse der Arbeitsteilung werden dabei durch neuartige Koordinationsformen ersetzt, bei denen die Plattformen – die von der Vergabe der Aufträge bis zur Vergütung den Crowdworking-Prozess bestimmen – eine zentrale Rolle einnehmen.

    Die interdisziplinäre Crowdworking-Projektgruppe an der Viadrina, bestehend aus Prof. Dr. Eva Kocher und Isabell Hensel (Rechtswissenschaften), Prof. Dr. Jochen Koch (Organisationstheorie) sowie Prof. Dr. Anna Schwarz und Dr. Daniel Schönefeld (Soziologie), hat das ambivalente Verhältnis von Autonomie und Kontrolle bei dieser Beschäftigungsart herausgearbeitet. Aus sozial- und organisationswissenschaftlicher Sicht wurde untersucht, wie Crowdworkerinnen und -worker zwischen den Logiken des Marktes und der Hierarchie positioniert sind: Sie sind formal selbstständig, unterliegen aber gleichzeitig vielfältigen Abhängigkeitsformen, die ihre Handlungsautonomie reduzieren. Die Rechtswissenschaftlerinnen des Projektes haben sich wegen der „arbeitgeberähnlichen“ Rolle der Plattformen mit der Frage auseinandergesetzt, wie diese Beschäftigungsformen „zwischen“ Arbeits- und Wirtschaftsrecht zu schützen sind.

    Das Forschungsprojekt „Koordination selbstständiger Unselbstständigkeit: Erwerbsarbeit jenseits der Organisation im Internetzeitalter“ wird seit 2015 von der Fritz Thyssen Stiftung gefördert.

    Weitere Informationen:
    Europa-Universität Viadrina
    Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Tel.: +49 (0)335 - 5534 4515
    presse@europa-uni.de
    www.europa-uni.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Kulturwissenschaften, Recht, Wirtschaft
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


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